Gedenktag: Emil Maier-Dorn

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Nationale Schriftsteller

Nationale Schriftsteller welche in der Vorkriegszeit, oder kurz nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden, sind mittlerweile vergessen oder kaum bekannt. Der lebenszeitliche Abstand, der Tod von vielen bereits in den frühen 70er und 80er Jahre, sorgt ebenso für ein Vergessen dieser Persönlichkeiten. Unsere Aufgabe ist es diesen Schriftstellern, einige von ihnen waren auch politisch aktiv – (wieder) ein Gesicht zu geben bzw. sie aus dem Vergessen zu holen.

Ihre schriftlichen Hinterlassenschaften wie Aufsätze, Bücher, Vorträge und ihren Einsatz für Volk und Heimat, soll ein schriftliches Denkmal, in Form eines Lebenslaufs gestellt werden. Dieser soll dazu dienen, dass vor allem jüngere und kommende Generationen diese Zeitzeugen nicht vergessen!

Emil Maier-Dorn – Schreiber und Gestalter einer politischen Idee

 

Jugendjahre

Am 26. September 1908, wurde Emil Maier-Dorn, in Kaufbeuren, als Sohn eines Schlossermeisters geboren. Zusammen mit seinen zwei Geschwistern verbrachte er dort seine Kindheit. Über die Familie Maier-Dorn – Eltern und Geschwister – ist nichts weiter bekannt.

 

Schule – Studium – Wissenschaftler

Emil Maier-Dorn absolvierte erfolgreich die Oberrealschule in Kempten/Allgäu. Nach dem Abschluß der Oberrealschule folgte ein «Werkjahr» in der väterlichen Schlosserei. Nach dem Praktikum begann Emil Maier-Dorn ein Studium in Geographie, Geschichte und Kunst an den Universitäten München, Heidelberg, Freiburg und Königsberg, wobei er seinen Schwerpunkt auf die Geographie legte. Er wurde dazu berechtigt, den Titel «Studienassessor» (Ausgebildeter Lehrer, der sein zweites Staatsexamen bestanden hat und sich meist in der Probezeit als Beamter befindet.)zu tragen. Für einige Zeit wurde er sogar wissenschaftlicher Mitarbeiter des Südpolpolarforschers Erich von Drygalski.

Die Wissenschaft war eigentlich nichts für Emil Maier-Dorn. Seine Sehnsucht nach Schönheit und Harmonie zog ihn vielmehr zu dem Dichter Hölderlin hin. Nicht nur Dichtung hatte sein Herz erobert ebenso sein Vaterland – Deutschland. Die Nachkriegszeit nach 1918 und der darauf folgende Versailler Vertrag, entfachten in ihm einen politischen Menschen, der wie viele Millionen andere Deutsche auch, sich immer mehr zur nationalsozialistischen Bewegung hingezogen fühlte.

 

Seine Arbeit für Deutschland

Am 1. Juli 1930 wurde Emil Maier-Dorn Mitglied der NSDAP und am 01. August 1932 Mitglied der SA. In der Partei wurde er in den erzieherischen und bildenden Aufgaben aktiv. Die Einheit der Nation war in seinen Augen das Heiligtum des deutschen Lebens. Im Sozialismus hingegen sah er das «Blut der Gemeinschaft». Und diese beiden Begriffe, Nation und Sozialismus, wollte er zu einer Einheit verbunden sehen.

Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten ließen ihn innert kürzester Zeit zum Reichschulungsleiter des NS-Hauptamtes für Technik werden. Emil Maier-Dorn wirkte maßgeblich als Leiter der Gauführerschule in Blaichach (Bayern) und an der Reichsschule für Technik im Kreise der Straßenbauingenieure mit.

Entscheidend wurde seine Begegnung mit Dr. Fritz Todt, der ihn beauftragte auf der Plassenburg, einer Hohenzollernfeste beim Kulmbach (Bayern), eine Schulungsstätte für «Geist und Technik» zu errichten, diese selbst zu leiten und zu gestalten. Dr. Fritz Todt und Emil Maier-Dorn verstanden und ergänzten sich hervorragend. Im Sinne Dr. Todts bemühte er sich erfolgreich, auf der Plassenburg eine Symbiose von Technik und Kultur zu erarbeiten und diese anderen zu vermitteln.

Ziel war es, den modernen Techniker nicht zum «Technokraten» degenerieren zu lassen.

Als Hausherr der Plassenburg war Emil Maier-Dorn bestrebt, den Lehrgangsteilnehmern ein Maximum an Bildung und historischem Wissen zu bieten, sowie ihre künstlerische Sensibilität durch ein überragendes kulturelles Rahmenprogramm «freizulegen». So wurde etwa im schönen Hof der Plassenburg klassische Musik von erstklassigen Orchestern dargeboten.

In der Zeit auf der Plassenburg verfaßte Emil Maier-Dorn zahlreiche Schriften zu technischen Fragen, im Zusammenhang mit dem Fortschritt und der menschlichen Gestaltung und Nutzung: «Technik und Völkerschicksal», «Die Straße», «Energie» und «Reichsautobahn – Mensch und Werk».

 

Im Kriege

Emil Maier-Dorn nahm als Soldat auch an dem Kriegsgeschehen teil. Im Rußlandfeldzug war er in der Heeresgruppe Nord, der 11. Armee, im Raum Leningrad eingesetzt und nahm dort an den Stellungskämpfen teil. Dabei wurde er verwundet und erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse und die Ostmedaille. Zum Ende des Krieges war er Oberleutnant der Artillerie.

Zeitweilig wurde er jedoch zu besonderen Tätigkeiten im Rahmen der Organisation Todt herangezogen. Ende 1944 vollendete er eine bereits auf der Plassenburg begonnene Arbeit mit dem Titel: «Kriegsentscheidung Technik. Ein offenes Wort um Krieg und Frieden». Diese gelangte zum Reichrüstungsminister Albert Speer und dieser legte sie noch 1945 Adolf Hitler vor. Dieser soll sich angeblich interessiert gelesen haben.

Beim Ende des Krieges wurde Emil Maier-Dorn für drei Jahre in US-Lagern interniert. Selbst dort blieb er aufrecht und seiner Sache treu. Dafür wurde er von seinen mit ihm in Gefangenschaft gehaltenen Kameraden hochgeachtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Sowjetischen Besatzungszone, wurden verschiedene Schriften von Emil Maier-Dorn wie Reichsautobahn Berlin-Leipzig-Halle-Nürnberg-München (1938), Rasse als gestaltende Kraft in der Geschichte (1938)» und Bismarck, der Gründer des Zweiten Reiches (1939), auf die «Liste der auszusondernden Literatur» gesetzt.

 

Politisch bis zum Ende

Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft, zog er zunächst in seine vertraute Region Kulmbach und baute sich ab 1952 eine neue wirtschaftliche Existenz, als selbständiger Unternehmer und Betonfabrikant in Grossaitingen/Schwaben auf.

Weltanschauliche Überzeugung und der Drang wieder für sein Deutschland zu kämpfen führten Emil Maier-Dorn wieder zurück in die Politik. Er war der Meinung, daß man seine politische Überzeugung, in einem Parteiensystem, nur mittels einer Partei zur Durchsetzung und Erfolg bringen kann.
Diese Überzeugung führte Emil Maier-Dorn zuerst in die Deutsche Reichspartei (DRP 1950-1965) und nach der Gründung der Nationaldemokratischen Partei (NPD) in diese, welche er bis zu seinem Tod angehörte. In beiden Parteien wirkte er in den verantwortlichen Gremien als politischer Schriftsteller und in Versammlungen als Redner, in denen er sich alles abverlangte.

Bei Vorstandswahlen, auf Bundesparteitagen der NPD, erzielte er traumhafte Ergebnisse. Das Vertrauen in seine Person war so groß und jedes Lager innerhalb der Partei war von seinem Schaffen und Wissen so begeistert, daß man ihm das volle Vertrauen schenkte, welches er nie enttäuschte.

 

 

Schriftsteller und Referent

Ende 1967 erfüllte sich Emil Maier-Dorn seinen langgehegten Wunsch, nur noch politisch als freier Schriftsteller tätig zu sein. Zu seinen wichtigsten Schriften der Nachkriegszeit gehörten unter anderem:

 

  • Die Deutschen – Ein Volk von Selbstzerstörern
  • Widerstand – Mosaik einer deutschen Peinlichkeit
  • Alliierte Kriegsschuld
  • Korrekturen zu Franz Josef-Strauß
  • Anmerkungen zu Sebastian Haffner
  • Summe des Lebens
  • Zu von Weizäckers Ansprache vom 8. Mai 1985

 

Einer seiner Broschüren «Zu von Weizäckers Ansprache vom 8. Mai 1985», war Gegenstand einer Anfrage, im März 1986 (Drucksache 10/5249), von der damaligen FDP Bundestagsabgeordnete, Frau Dr. Hildegard Hamm-Büchner, wonach der Bundesregierung dieses oben erwähnte «Pamphlet» bekannt sein. Die Bundesregierung bestätigte das Bekanntsein der Schrift, ging aber nicht im Detail darauf ein.

Nebst Büchern und Denkschriften, sind bis heute noch zahllose Tondokumente, mit Vorträgen von Emil Maier-Dorn erhalten geblieben. Zu seinen wichtigsten Reden und Vorträge gehörten unter anderem «Schicksalsjahr 1945», «Grazer Rede», «Vom Wesen der Politik» sowie «Geist und Hoffnung der Mitte Europas».

 

Privatleben

Über das Privatleben von Emil Maier-Dorn ist wenig bekannt. Laut verschieden Zeitzeugen die ihn noch gekannt haben, soll er verheiratet gewesen sein und eine Tochter gehabt haben. Diese soll sich dann auf eine multikulturelle Ehe eingelassen haben, was Emil Maier-Dorn bis zu seinem Tod nicht verkraften konnte.

Emil Maier-Dorn war zwar ein moderner Mensch, fuhr aber trotzdem kein Auto, war deshalb immer mit dem Zug unterwegs wo er die Zeit sinnvoll mit Lesen oder Niederschriften nutzen konnte. Selbst ein Telefonapparat empfand er als störend und überflüssig, weshalb er es dann aus seinem Hause entfernte. Essens- und Trinkgelage waren ihm zuwider.

 

Tod von Emil Maier-Dorn

Im Alter von 78 Jahren, verstarb Emil Maier-Dorn, am 01. Oktober 1986, an einem Schlaganfall. Über Parteigrenzen hinweg war er bekannt und machte aus seinem weltanschaulichen Denken nie ein Geheimnis.

Der Autor Werner Bräuninger brach es auf den Punkt, wenn er über Emil Maier-Dorn schrieb: „Seine Schaffensweise war die des echten Künstlers, gleichgültig, auf welchem Gebiet er auch wirkte. Er war Dichter, Kulturphilosoph, Redner und Erzieher der Jugend in einer Person.“

Der Bildhauer Richard Knecht (1887-1966) hatte eine Büste von Emil Maier-Dorn angefertigt, welche auch im Münchner Haus der Kunst zur Ausstellung kam. Die typischen Gesichtszüge von ihm, hatte dieser Meister der Bildhauerei vorbildlich verewigen können.

 

Emil Maier-Dorn:

„Wir leben in einer dumpfen Stunde unseres deutschen Geschicks, und wir sitzen gleichsam wie wehrlos beisammen und horchen auf das Hämmern der Mineure, die den Stollen schon bis unter die Fundamente unseres Lebens getrieben haben, und warten in fiebriger Ungewißheit auf den Augenblick, wo der Bau unserer ganzen Kultur in die Luft gehen könnte. Das ist die Stunde des Alarms, durch den wir die letzten Willenskräfte auf die Kampfplätze rufen. Unsere Aufgabe ist, dem dahindämmernden Geist der Deutschen im größten Lichte eine erbarmungslose Wirklichkeit zu zeigen, um in Klarheit durchzustoßen zu einer Entschlossenheit, die ihr Maß abnimmt an der Größe der Gefahr, die sich vor uns aufgerichtet hat.“

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