
Erklärter Feind der Türkei war seit Anbeginn des Krieges der syrische Staat unter Bashar al-Assad. Im Laufe des Konfliktes wurde auch die Terrormiliz Daesh (Islamischer Staat) zum Feind erklärt. Unter besonderem Augenmerk standen jedoch auch die syrischen Kurden, die im Zuge des Krieges deutlich mehr Autonomie und Einfluss gewonnen haben.
Daesh ist mittlerweile nahezu besiegt. Restverbände sind in der Wüste in den Gebieten Deir ez-Zor und al-Hasakah, nahe dem von Israel besetzten Gebiet im Gouvernement Quneitra, sowie eine etwas stärkere Präsenz in Idlib und Aleppo, außerdem im Palästinenserviertel Yarmouk bei Damaskus. Als de facto Flächenstaat ist Daesh jedoch nicht mehr präsent und es gibt keine größere Stadt mehr unter der Kontrolle der Islamisten.
Im Laufe des letzten Jahres konnte die syrische Armee mit ihren Alliierten – allen voran der russischen Armee – Daesh entscheidend zurückschlagen. Große Gebiete machten jedoch die Kurden, vor allem dank der starken amerikanischen Unterstützung gut. Sie kontrollieren al-Hasakah fast komplett, zudem große Gebiete in Deir ez-Zor, ar-Raqqa und Aleppo.
Aufgrund der Großmächte Russland und USA, die hinter der syrischen Armee beziehungsweise hinter den Kurden stehen, erschien die Front in den meisten Gebieten lange Zeit zementiert. Solange der Kampf gegen Daesh Vorrang hatte, vegetierten Hayat Tahrir al-Sham (syrischer Al-Quaida Ableger, Ex-Al-Nusra-Brigaden) , FSA und Kurden in bestimmten Gebieten mehr so dahin. Zwar gab es Scharmützel zwischen diversen Islamistengruppen und Kämpfe zwischen turkophilen FSA-Einheiten und Kurden, zu großen Frontverschiebungen kam es jedoch lange nicht.
Da die Bedrohung durch Daesh mittlerweile abgeschwächt ist, sind auf Seiten der syrischen Armee Ressourcen für den Kampf gegen andere Terroristengruppen frei geworden. Mit demselben Tempo, mit dem im letzten Jahr eine Daeshbastion nach der anderen fiel, werden nun HTS Verbände aufgerieben. Ein wichtiger Fortschritt war die kürzliche Eroberung des Militärflughafens Abu Duhur, der in einer strategisch wichtigen Lage liegt.
Nun greift auch die türkische reguläre Armee in den Konflikt ein und attackiert Stellungen der kurdischen YPG (Volksverteidigungseinheiten) in der Region Afrin (Gouvernement Aleppo). Sie bietet dabei starke Truppenverbände auf – ausgestattet mit deutschen Leopardpanzern – und flog zudem allein zu Beginn der Offensive am 20. Januar Angriffe auf über 100 Ziele in der Region Afrin. Die kurdische Truppenstärke wird auf etwa 8.000 – 10.000 Kämpfer geschätzt, was zwar auf den ersten Blick viel erscheint, von der Kampfkraft jedoch deutlich niedriger einzustufen ist, da kaum schweres Kriegsmaterial vorliegt.
Ankara rechtfertigt den Angriff damit, dass es sich gegen „Terroristen“ richtet, zum einen gegen Daesh, zum anderen seien die YPG der syrische Ableger der PKK, der kurdischen militärischen Bewegung in der Türkei. Die Aussage gegen Daesh zu kämpfen ist vollkommen haltlos, da der kaum noch bedeutsame Islamistenhaufen weit vom Operationsgebiet entfernt ist. Tatsächliche Ursache des Angriffes ist allein die notorische Kurdenphobie des türkischen Präsidenten und dessen Machthunger. Das erstaunliche an der „Mission Olivenzweig“, wie die Operation genannt wird, ist dass die Türkei gegen einen Verbündeten der USA kämpfen.
Eine Reaktion aus Washington blieb bislang weitgehend aus. Das zeigt deutlich, dass die USA in Syrien primär um wirtschaftliche und israelische Interessen kämpfen, die Interessen der Kurden stehen allenfalls an sekundärer Stelle. Während kurdische Verbände in der zweiten selbst ernannten Kurdenrepublik Kobane sowie dem arabischen Raum veritabel unterstützt werden, wird die Vernichtung des Partners in Afrin passiv in Kauf genommen.
Der Unterschied zwischen Afrin und den kurdisch-kontrollierten Gebieten in al-Hasakah und Deir ez-Zor ist, dass in letzteren große Ölgebiete sind und in erstgenannten allenfalls Olivenbäume zu holen sind. Afrin liegt im äußersten Nordosten Syriens und ist strategisch nahezu bedeutungslos. Al-Hasakha und Deir ez-Zor sind Grenzregionen zum Irak und liegen auf der Achse Iran – Irak – Syrien.
Während die kurdischen SDF in erstgenannten Gebieten arabisch besiedelte Areale erobert hat, leben in Afrin ihre Volksgenossen. Langfristig gesehen bringen ihnen die arabischen Gebiete eher Probleme ein.
Die syrische Regierung unter Präsident Bashar al-Assad verurteilte das türkische Eingreifen scharf. Weder Türken noch Amerikaner haben in ihren Augen in Syrien etwas verloren. Militärisch kommt es jedoch zu keiner direkten Konfrontation, was damit zusammenhängt, dass Russland den Kurden wohl eine Lektion erteilen will. Erst vor Kurzem kam es zu Gesprächen hochrangiger russischer Politiker mit ihren türkischen Pendants. Es ist denkbar, dass die russische Regierung von der türkischen Intervention bereits wusste. Die Botschaft an die Kurden ist: Ihr habt auf das falsche Pferd gesetzt! Am Verrat der Amerikaner erkennt ihr den Stellenwert, den eure Freiheit für die USA hat.














da kennst sich jeder keiner mehr aus……….. Schiiten gegen Sunniten,die gegen die Jesiden,die Kurden sollen die Jesiden schützen,bekommen Waffen von der BRD, BRD verkauft Panzer an Türkei,die hauen die Kurden zusammen, in Syrien gibts noch ne Handvoll „Durcheinander“ ,Jeder gegen Jeden und dann gegen Andere. Das Augsburger Kasperletheater is nix dagegen. Im Sudan,Mali etc.pp unisono. BRD guckt in den Spiegel: Jung gegen Alt,Reich gegen Arm,Patchwork und Regenbogenfamilie gegen Vater,Mutter,Kinder (normal), Rechts gegen Links,Ökos gegen Bauern.Ach ja…und in Berlin haben manche Schulen in der 4.Klasse das Lernbuch „3Kekse für Kobold“,Rechnen mit einer Hand. Sind alle „Bluna“?