Weniger Bildung durch Überfremdung

Mitteldeutsche Schüler zeigen in Mathematik und Naturwissenschaften überdurchschnittlich gute Leistungen und erzielten im aktuellsten Schulleistungsvergleich Werte, die statistisch weit über dem Bundesdurchschnitt liegen. In Westdeutschland schafften das nur Bayern und Rheinland-Pfalz. In allen getesteten Bereichen befinden sich Hamburger Schüler gemeinsam mit Schülern aus Bremen, Berlin und Nordrhein-Westfalen signifikant unterhalb des gesamtdeutschen Mittelwerts.

Vergleicht man jetzt die Ergebnisse des neuen Schulleistungsvergleich mit dem Ausländeranteil in den einzelnen Bundesländern, läßt sich schnell erkennen, daß ein hoher Ausländeranteil ein geringes Bildungsniveau mit sich bringt. Im Umkehrschluß bedeutet dies: Weniger Migranten mehr Bildung bei der Restbevölkerung.

Schlußfolgerungen wie diese versuchen die hießiger Politiker immer wieder zu vermeiden, und probieren die Ergebnisse auf die sozialen und finanziellen Rahmenbedingungen der Bevölkerung der jeweiligen Bundesländer abzuwälzen. Nur auch hier dürften mitteldeutsche Familien durchschnittlich ärmer als Familien im Westdeutschland sein.

In Mathematik ist Sachsen absoluter Spitzenreiter mit 536 Punkten, gefolgt von Thüringen (521) und Brandenburg (518). Bremen ist mit 471 Punkten klares Schlußlicht. Ein Unterschied von 25 bis 30 Punkten entspricht in etwa dem Lernfortschritt eines Schuljahres. Sächsische Schüler der neunten Klasse sind damit ihren Bremer Altersgenossen rund zwei Schuljahre voraus. Ähnlich große Leistungsunterschiede gibt es auch in der Physik. Zwischen dem Schlusslicht Nordrhein-Westfalen und dem Spitzenreiter Sachsen beträgt der Lernabstand ebenfalls rund zwei Jahre.

Mitarbeiter des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Berliner Humboldt-Universität hatten für den Schulleistungsvergleich im Mai und Juni 2012 mehr als 1.300 Schulen im gesamten Bundesgebiet besucht. Neben den Tests wurden auch Interviews mit Schülern, Fachlehrern und Schulleitern zur Lernsituation gemacht.

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