Erich Priebke auf italienischen Gefängnisfriedhof bestattet?

Nach Informationen der italienischen Gazette „La Repubblica“ hat das unwürdige Gezerre um die Beisetzung des ehemals ältesten Kriegsgefangenen der Welt, Erich Priebke, nun ein vorläufiges und dennoch fragwürdiges Ende gefunden. Der einstige SS-Hauptsturmführer soll auf einem italienischen Gefängnisfriedhof anonym beerdigt worden sein. Nur eine nicht zuordnungsbare Nummer soll sein Holzkreuz zieren. Die italienische Systemzeitung zeigte auch verwahrloste Gräber auf einem Foto in ihrem Bericht, von der angeblichen Wiese des Priebke-Grabes. Dagegen protestierte der Anwalt und Freund Priebkes Paolo Giachini aufs Schärfste. „Die veröffentlichen Fotos wurden aus einem Horrorfilm genommen, dieser verlassene Garten hat nichts mit dem Grab von Herrn Priebke zu tun“, sagte er gegenüber Medienvertreter des Stiefelstaates. Nur der Anwalt und die Familienangehörigen Erich Priebkes wissen, wo genau sich die bisherige Ruhestätte befindet.

Der italienische Rechtsanwalt forderte aber weiter ein öffentliches Grab für seinen Freund, dem er bis an sein Lebensende treu zur Seite stand. „Es wurde entschieden, dass wir nichts sagen, bis eine permanente Lösung gefunden ist, ein angemessenes Begräbnis für Herrn Priebke, das es jedem ermöglichen sollte, das Grab zu besuchen“, gab er entschlossen gegenüber einer Nachrichtenagentur bekannt. Auch die Juden nahmen angesichts der neusten Meldungen wieder einmal zum Fall Priebke Stellung. Ricardo Pacifici, Chef der jüdischen Gemeinde in Rom, wünscht sich, daß der Verbleib von Priebkes sterblichen Überresten für immer unbekannt bleibt.