Der „III. Weg“ in Athen

Auch im Jahr 2015 besuchte eine Delegation der nationalrevolutionären Partei „Der III. Weg“ die griechische Hauptstadt Athen. Anlass hierfür war der jährlich stattfindendeGedenkmarschfür die drei getöteten griechischen Soldaten beim Konflikt um die Imia-Inseln vor 19 Jahren (siehe: Imia-Marsch 2015 in Athen).

Neben dem Parteivorsitzenden Klaus Armstroff und einigen Stützpunktleitern reisten noch über 20 Parteimitgliedermit in die Hauptstadt an der Ägäis. Ein kulturelles und politisches Programm füllte die vorhandene Zeit von Donnerstag bis Sonntag voll aus.

Besuch der Chrysi Avgi-Parteizentrale

Gerne kam die deutsche Delegation einer Einladung in die Parteizentrale der Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) nach. Erst am Sonntag dem 25.01.15 bekam die hellenistische Erweckungspartei 6,28% der Stimmen und kann somit 17 Abgeordnete im Parlament stellen. Mit diesem Ergebnis ist die Chrysi Avgi die drittstärkste Kraft im Lande (siehe: Parlamentswahl in Griechenland: Chrysi Avgi zeigt den Stinkefinger).

Die griechischen Kameraden berichteten von dem anstrengenden Wahlkampf, der mit altem Material und ohne nennenswerte finanzielle Mittel stattfinden musste. Seit die volksfeindliche Regierung sämtliche staatlichen Finanzierungen der Goldenen Morgenröte eingefroren hat, lebt die Bewegung ausschließlich von Spenden und dem Idealismus ihrer Anhänger. Den Kampfgeist der stolzen Hellenen kann dies jedoch nicht brechen.

In der Athener Zentrale herrschte auch an diesem Tag eine umtriebige Geschäftigkeit. Neben den Büros und den verschiedenen Arbeitszimmern der einzelnen Abteilungen befinden sich auch eine Anwaltskanzlei und eine Arztpraxis in dem Gebäude. Hier wird Griechen Rechtsberatung und professionelle medizinische Versorgung unentgeltlich gewährt.

Mittlerweile hat die volksfeindliche griechische Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Goldene Morgenröte erhoben. Insgesamt sind es 72 Angeklagte, welchen die Repressionsbehörde die Gründung einer kriminellen Vereinigung vorwirft. Der Parteichef Nikolaos Michaloliakos sowie sechs weitere Parlamentarier der nationalistischen Freiheitsbewegung sitzen bereits seit 17 Monaten in Untersuchungshaft. Die Motivation hinter den konstruierten Vorwürfen ist klar ersichtlich: Mithilfe der Gesinnungsjustiz versucht die etablierte griechische Politikerjunta sich der einzig wahren Oppositionspartei im Lande zu entledigen. (siehe auch: Anklageerhebung gegen Chrysi Avgi).

Gedenken an erschossene Kameraden

In einem kleinen zentral gelegenen Raum wird das Andenken an die beiden ermordeten Kameraden Manolis Kapelonis (22 Jahre) und Giorgos Fountoulis (26 Jahre) in Ehren gehalten. Am 1. November 2013 wurden die zwei Chrysi Avgi-Mitglieder von einem linksextremen Mordkommando niedergeschossen. Ein dritter Kamerad, der damals bei dem Anschlag vor dem Parteibüro im Athener Stadtteil Neo Heraklion schwer verletzt wurde, ist mittlerweile wieder genesen. Die feige Mörderbande ist bis heute flüchtig. Unter der sogenannten Blutfahne – einer griechischen Nationalfahne, die das Blut der beiden Getöteten trägt – liegt die Kleidung und die Besitztümer, welche die Märtyrer zur Tatzeit bei sich trugen.

Besichtigung historischer und kultureller Stätten

Natürlich wurden während des Aufenthalts auch kulturell und historisch wertvolle Orte besucht. Neben antiken Tempeln, alten Kirchen und den imposanten Universitätsgebäuden weckte das sogenannte Schliemann-Haus großes Interesse. Das Anwesen welches Heinrich Schliemann im Jahr 1870 erwarb und von dem aus er zu den Ausgrabungen des antiken Troja aufbrach, befindet sich unweit des Parlaments in der Nähe des Syntagma Platzes. Schliemann gilt als Begründer der modernen Archäologie. Das kunstvoll gestaltete Anwesen wäre in der BRD wohl schon längst geschliffen worden, denn die aufwendig gestalteten Fenstergitter oder die Hausumzäunung zieren unzählige „Swastikas“. Sowieso kann man in der Hauptstadt an der Ägäis an vielen Bauwerken, ob alt oder neu, solche kunstvoll gestaltete Reliefs finden.

Auch die imposanten Gebäude der „Nationalen und Kapodistrias-Universität“ versetzten die Besucher in Staunen. Schockierend war jedoch, dass auch diese historischen Stätten Tatort für illegale Geschäfte sind.

Vollkommen ungeniert gingen grimmig dreinblickende Schwarzafrikaner im Umfeld der Sehenswürdigkeiten ihren Drogengeschäften nach. Die Grünflächen in diesem Gebiet sind zudem übersät mit gebrauchten Spritzen. Wie griechische Kameraden berichteten, ist das massive Drogenproblem in Griechenland vor allem auf die ungezügelte Einwanderung zurückzuführen.

Nicht fehlen in der Besichtigungstour durfte natürlich der Syntagma-Platz. Hier befindet sich das griechische Parlament, an dessen Frontseite auch das Grabmal des unbekannten Soldaten liegt. Vor dem Denkmal ist die sogenannte ewige Wache aufgezogen. Mit eiserner Disziplin wachen die jungen Soldaten über das Denkmal ihrer gefallenen Vorgänger. Eine Form der Soldatenehrung wie sie dem Opfer der gefallenen Helden die nötige Anerkennung verleiht. Die jungen Soldaten in ihren traditionellen Uniformen werden stündlich in einer aufwendigen Zeremonie abgelöst.

Der weitere Weg führte an die Athener Akropolis. Jener Burgberg, der wohl der Bekannteste unserer Zeit ist. Einst zur Verteidigung errichtet, entwickelte sich die Anlage in der Antike zum Kultplatz mit den wichtigsten Heiligtümern dieser Zeit. Von hier aus hat man einen sagenhaften Ausblick auf große Teile der Stadt.

Auch das Militärhistorische Museum mit seinen zahlreichen zeitgeschichtlichen Asservaten wurde am Vormittag des Samstages besichtigt. Hier konnten sich die Aktivisten mit der militärischen Tradition der Hellenen vertraut machen. Eine passende Einstimmung auf den Abends stattfindenden Imia-Gedenkmarsch.(siehe: Imia-Marsch 2015 in Athen)