Nürnberg: Hauptpost droht nun die Abrissbirne

Dem Abriss der Nürnberger Hauptpost am Bahnhof der Frankenmetropole steht nun wohl nichts mehr im Wege

Der Abriss des traditionellen Postbau-Gebäudes am Nürnberger Hauptbahnhof ist nun wohl besiegelte Sache. Anfänglich wehrte sich noch eine bürgerliche Stadtbildinitiative mit einer Petition gegen die Zerstörung des sich immer noch in einem prima Zustand befindlichen Anwesens. Auch Nationalisten aus der ehemaligen Stadt der Reichsparteitage beteiligten sich an der Unterschriftensammlung gegen das kulturbolschewistische Vorhaben, anstelle des bekannten Hauptpost-Baus nun an gleicher Stelle ein bis zu 15-stöckiges modernes und bedrohliches Hochhaus in der Frankenmetropole hinzu klatschen (siehe: Bericht). Es macht auch für die volkstreuen Kräfte Nürnbergs keinen Sinn, ein gut erhaltenes Anwesen mit intakter Bausubstanz grundlos dem Erdboden gleich zu machen und dabei gleichzeitig noch Millionen von Euros für einen Neubau zu verschleudern, dessen Notwendigkeit bisher nicht nachgewiesen wurde und der die Stadtansicht des bei Touristen beliebten Reiseziels unwiederbringlich zerstören wird.

Online-Petition zurückgezogen

Die Petition der Stadtbildinitiative Nürnberg wurde zwar online im Internet eingebracht, aber auch die Sammlung von handgefertigten Unterschriften war dabei möglich. Entsprechende Petitionslisten wurden zum Runterladen demnach zusätzlich angeboten. Auf den Unterlagen ist allerdings ein Endabgabedatum für den 08. Mai 2015 vorgemerkt. Folglich wurden zahlreiche Unterschriften gegen die Neubaupläne in der aktuellen Gesamtauflistung noch gar nicht berücksichtigt.

Umso unverständlicher ist es, daß man die Online-Petition von Seiten der Initiatoren nun zurückzog. Laut Medienmeldungen wurden bisher nicht einmal 1.000 der 4.200 erforderlichen Unterschriften geleistet. Die Toten zählt man aber sinniger Weise erst am Ende einer Schlacht und nicht mittendrin. Scheinbar wurde die ganze Sache nur halbherzig betrieben, denn auch im Innenstadtbereich der Pegnitzstadt konnten keinerlei herausragende Werbemaßnahmen gegen das angedachte Bauprojekt-Monster von lokalen Aktivisten entdeckt werden. In Zeiten des überquellenden Informationsangebot im Internet und sonstigem bewusst den Geist vernebelnden System-Larifari in allen Medien, muß man für die Erkenntnis der Bedeutsamkeit der eigenen Kultur bei den Bürgerinnen und Bürgern heute leider noch intensiver kämpfen, als noch Jahre zuvor.

Doch: Hätte, hätte, Fahrradkette. Die kulturelle Schlacht ist hier nun offensichtlich verloren gegangen. Wann aber jetzt die Abrissfirma an dem Postbau-Gebäude am Hauptbahnhof anrollt, weiß keiner so recht. Die kapitalorientierte Münchner Hubert Haupt Immobilien Holding soll auf jeden Fall mit einem Architekten-Wettbewerb die Ausschreibung des Hochhausbaus vornehmen. In welchem endgültigen Aussehen nun der Wolkenkratzer dort am Ende errichtet wird, steht demnach auch noch in den Sternen.

Sicher ist hingegen, daß nicht nur wieder einmal ein Teil des traditionellen Nürnbergs mit dem Abriss stirbt, sondern auch mit unzähligen Monaten von lärmendem Baustellenbetrieb rund um den Hauptbahnhof zu rechnen ist. Neben lästigen und zeitraubenden Verkehrsproblemen werden sich dann mit Sicherheit eine ganze Armee von Blechlawinen-Opfer finden, die im Stau die Idee verfluchen werden, daß hier die gesunde Bausubstanz des Hauptpostgebäudes sinnlos dem charakterlosen Neugestaltungswahn einer abgehobenen politischen Minderheit geopfert wird. Wie so oft bei den Deutschen kommt das böse Erwachen erst wenn es zu spät ist. Zuvor sind die satten Bundesbürger meist zu bequem und desinteressiert, was in ihrer unmittelbaren Umgebung passiert, wenn sie nicht akut von den Problemen betroffen sind.

Dieses Desinteresse der Menschen machen sich Leute, wie der örtliche Baureferent Daniel Ulrich, gerne zu nutze. Er ist in Nürnberg als glühender Anhänger von wahnwitzigen Umgestaltungsfantasien und so auch als Verfechter des Neubaus am Bahnhof den Noris-Städtern bereits sattsam bekannt. Dies hielt ihn aber nun keineswegs davon ab, sich in der örtlichen Journaille selbst gegenüber den Initiatoren des mißlungenen Petitionsprojektes im Nachgang anzubiedern.

Angesichts des Scheiterns der Petition sprach er in Richtung der Stadtbildinitiative heuchlerisch von einem tollem bürgerschaftlichen „Engagement für die Baukultur in Nürnberg". Wenn die Unterschriftensammlung erfolgreich gewesen wäre, hätte man wohl sicher in ein extrem langes Gesicht vom Baureferenten sehen können. Denn bürgerliches Engagement ist hier im Merkelland – egal bei welchen Themenfeldern – bekanntermaßen nur dann gerne gesehen, wenn es ins Leere läuft.

Der häßliche Zerstörungswahn kulturbolschewistischer Zwangsmodernisierer hat also allem Anschein nach in der alten fränkischen Reichsstadt nun erneut gesiegt. Nicht mehr dem identitären Antlitz des deutschen Volkes soll heute so die Baukultur und Architektur in unserer Heimat dienen, sondern ausschließlich dem Selbstdarstellungsdrang artfremder Pseudo-Künstler, die sich in ihren Werken der natürlichen Kraft und dem tiefsten und erhabensten Ausdruck unseres völkischen Wesens verweigern. Mit dem Abriß des in den 30er Jahren errichteten Hauptpostgebäudes tötet man so nun auch in der altehrwürdigen Noris das alte Deutschland wieder einmal ein Stückchen mehr. Ruhe in Unfrieden!
 





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