
Bürgermeister Paul Gruschka (Freie Wähler) ist anfangs vermeintlich gegen das große Erstaufnahmelager. Der Kurort Bad Wörishofen würde dadurch sein Gesicht verlieren: „Es könne nicht sein, dass durch diese überproportional hohe Anzahl an Flüchtlingen und Asylbewerbern Existenzgrundlagen, die auf Kur und Tourismus ausgerichtet sind, gefährdet werden.“ Für das Erstaufnahmelager sind SPD und Grüne, sie argumentieren mit „der Not der Flüchtlinge“.
Am 16. September 2015 lud die Stadt Bad Wörishofen alle interessierten Bürger zu einem angeblichen Informationsabend zum Thema „Flucht und Asyl“ im Kurhaus. Erwähnenswert sei hier, dass die Veranstalter schon vorab darauf verwiesen haben es handle sich um keine Diskussionsrunde, sondern um eine reine Informationsveranstaltung und bei der die Bürger vorab ihre Fragen schriftlich einreichen mussten. Selbstverständlich mit dem Hinweis, dass Fragen nur beantwortet werden, wenn Name und Anschrift vollständig angegeben worden sind. Fraglich ist die Intention dahinter und die Frage bleibt wohl offen, warum es für die Veranstalter so wichtig ist, welcher Bürger welche Fragen stellt. Sicherlich handelte es sich hierbei um eine Aktion im Zuge staatlichen und medialen Einschüchterungstaktik und der brave deutsche Bürger traute sich so nicht, seine kritischen Ansichten zu äußern oder kritische Fragen überhaupt zu stellen.
Aktivisten des schwäbischen Stützpunktes der Partei „Der III. Weg“ machten sich auf den Weg zur angeblichen Infoveranstaltung in der Kneippstadt um die teilnehmenden Bürger vorab mit asylkritischen Infomaterial zu versorgen und über die aktuelle Asylflut aufzuklären. Das große Polizeiaufgebot hinderte die nationalen Aktivisten jedoch nicht an ihrer Aufklärungsarbeit im Vorfeld der Veranstaltung. Der Kursaal war gut gefüllt und das Interesse der Bürger groß. Akteure des Pro-Asyl-Schauspiels waren neben Bürgermeister Paul Gruschka und dem Moderator der „Info“-Veranstaltung Manfred Gittel: Doris Back von der Ausländerbehörde, Bernhard Oberstaller vom städtischen Bauamt, Elena Münnich (Asylkoordinatorin im Landratsamt Unterallgäu), Pfarrerin Andrea Diederich, Sarah Dillmann von der Caritas, Gemeindereferent Filip Bäder von der Katholischen Kirche, die Asylbeauftragte der Stadt Bad Wörishofen Karin Donath, die Integrationsbeauftragte im Stadtrat Ilse Erhard und der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion in Bad Wörishofen Thomas Maier.
Anders als erwartet lobpreiste man die herrschende Willkommenskultur in anderen deutschen Städten und vermeintliche „Nächstenliebe“ gegenüber der in Deutschland herrschenden Asylantenflut, anstatt die Bürger über die geplante große Erstaufnahmeeinrichtung im Gewerbegebiet aufzuklären. Dies war nur am Rande fadenscheinig Thema der Veranstaltung, sowie die anderen bestehenden Asylkaschemmen in der Kneippstadt Bad Wörishofen. Es wurde vielmehr von allen miesen Schauspielern dieser Desinformationsveranstaltung zu einer Willkommenskultur aufgerufen und den Bürgern durch die Hand suggeriert, dass sie selbstverständlich, wie in allen politischen Bereichen, nichts mitzuentscheiden haben. Selbst Bürgermeister Gruschka, welcher sich anfangs noch halbwegs kritisch äußerte, knickte ein und so wunderte es nicht, dass das lizensierte Besatzerblatt Augsburger Allgemeine noch am selben Tag der Veranstaltung im Bezug auf das geplante Erstaufnahmelager titelte: „Der Vertrag steht, es fehlt noch die Unterschrift“. Alle Akteure riefen dazu auf, sich zu engagieren und den Asylanten in allen möglichen Lebensbereichen mit allen möglichen Mitteln zu helfen.
Interessant wurde es jedoch, als die Pro-Asyl-Schauspieler mit einigen Zahlen informierten. Aktuell gibt es in Bad Wörishofen 105 Asylanten und bis zum Jahresende sollen weitere 72 hinzukommen. Darunter befinden sich 37 „unbegleitete Minderjährige“. Im Landkreis Unterallgäu seien aktuell 1199 Asylanten erfasst, welche in vier Gemeinschafts- und 62 dezentralen Unterkünften in 32 Gemeinden untergebracht sind. In der Mindelheimer Gemeinschaftsunterkunft gibt es momentan im Keller eine kleine Erstaufnahmeeinrichtung. Zwischenzeitlich kamen weitere 250 Personen hinzu, welche in Memmingerberg untergebracht wurden. Doris Back von der Ausländerbehörde beteuerte immer wieder, dass man sich im Notfallmodus befände und keine ordentlichen Unterkünfte mehr finden lassen. Selbst beheizbare Industriebauten, wo die Preise über den marktüblichen Preisen liegen, werden nun angemietet.
Immer absurder wurde dieses Theater sobald die „kirchlichen Vertreter“ zu Wort kamen. „Doch Gott steht auf der Seite der Flüchtlinge“, so Pfarrerin Andrea Diederich, welche versuchte bei den Bürgern mit „Fluchtgeschichten aus der Bibel“ zu punkten. Sie sei der Auffassung, dass alle Christen Fremdlinge seien und es ihre christliche Moral verlange, Fremde zu empfangen und ihnen zu helfen – „denn wer nicht hilft, stellt sich gegen Gott“.
Weiter ging es dann mit den deutschfeindlichen Ausführungen von Thomas Maier, dem Dienststellenleiter der PI in Bad Wörishofen. Für Maier sind Flüchtlinge keine Ausländer, daher könne er auch keine Aussage bezüglich steigender Kriminalität anhand von Statistiken äußern. Vielmehr sollte man vor den „betrunkenen Deutschen in den Bierzelten Angst haben“, welche Frauen auch schlecht behandeln. Gerade diese höhnische Aussage spricht für sich, womit er die vielen Vergewaltigungen von Asylanten an deutschen Frauen relativiert. Auch habe er „keinerlei Probleme mit Asylbewerbern“ in seinem Dienststellenbereich. Außerdem betonte er immer wieder aufs Neue, dass man als Bürger mehr Angst vor den Deutschen wegen ihrer „Fremdenfeindlichkeit“ haben sollte. Vielleicht sollte er mal seinen verquerten Horizont erweitern oder einfach nur die täglichen Meldungen ansehen, welche eindeutig eine steigende Kriminalität durch kulturfremde Asylanten belegen oder nur mal die Polizeistatistiken anderer Städte durchlesen.
Durch die meinungsfeindlichen Zensurmaßnahmen der Veranstalter blieben viele kritische Fragen der Bürger unbeantwortet. Im Nachhinein berichteten auch Zuschauer, dass sie immer wieder beobachten konnten wie Fragezettel in den Mülleimer geworfen wurden. Ob das nun stimmt oder nicht, können wir an dieser Stelle nicht klären. Jedoch bleibt festzuhalten, dass kaum kritische Stimmen gehört oder kritische Fragen überhaupt erst gestellt wurden. Somit bewahrheitete sich doch der Versacht, dass es sich bei der Asyl-Propaganda-Show in der Kneippstadt nur um Augenwischerei gehandelt hat und nur zur Propaganda im Dienste der Asyl-Lobby diente. Wie es nun bezüglich der geplanten Erstaufnahmeeinrichtung weiter geht, bleibt abzuwarten und hängt davon ab, wie die angeblich volksvertretenden Gremien der Kurstadt entscheiden.
Abschließen wollen wir mit der Antwort von Bürgermeister Paul Gruschka auf die Frage, wann es für die Kurstadt Bad Wörishofen genug sei: „Ich weiß es nicht!“
















