
Als besonders ambitioniert und innovativ kann die angekündigte Strategie aus Sicht von „Umwelt & Aktiv“ allerdings nicht angesehen werden, da das bescheidene Ziel laut Auskunft des Bundesministeriums ist, lediglich den in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung vorgesehenen Öko-Flächenanteil von 20 % der landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands schneller zu erreichen. Weiter wird der Strategieprozesses überwiegend nur als Zusammenführung von geeigneten und wirksamen politischen Aktivitäten und Maßnahmen beschrieben, der komplementär und unterstützend entsprechende bereits bestehende Strategien und Maßnahmen der Länder zusammenführt. Ansonsten im Bundesministerium nicht Neues. Mit der Koordinierung und Durchführung der Zukunftsstrategie ist das Thünen-Institut beauftragt. Im Jahr 2015 betrug der Gesamtarbeitsumfang etwa eine Vollzeitstelle des höheren Dienstes von ca. 220 Arbeitstagen. Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß mit Blick auf den Ökolandbau politisch lediglich lautstarkes Wortgerassel stattfindet, jedoch über administrative Selbstbeschäftigung kaum hinausgekommen wird. Soll dies dem Ökolandbau nicht zum Nachteil geraten muß es wohl heißen: Selbst ist der Bauer oder auch der Gärtner!
Quelle: Gerhard Keil / www.umweltundaktiv.de
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