In Italien gibt es neuerdings einen „Hitler-Preis“. Gestiftet hat ihn der Naturschutzbund „Federfauna“ für jene, die sich lieber für Tiere als für Menschen einsetzen. Damit ist schon klar, daß es sich um einen „Satire-Preis handelt, wie die „Goldene Himbeere“. Der „Hitler-Preis“ ist in diesem Jahr dem Philosophen Peter Singer verliehen worden (übrigens jüdischer Abstammung), weil er für die Abtreibung schwerbehinderter Kinder eintritt und sich gleichzeitig für Tierrechte stark macht. Von der zweiten Preisträgerin, der italienischen Staatssekretärin Michaela Brambilla, ist nur bekannt, daß sie eine Firma für Tiernahrung leitet und einmal den rechten Arm gehoben haben soll. Das reicht, um die bewußte Verbindung herzustellen.
Der Verein „Federfauna“ geht von einer allgemeinen Tendenz aus, die darin besteht, Menschen zugunsten der Tiere abzuwerten und ein gesundes Leben, wie es Adolf Hitler ohne Alkohol und Zigaretten und als Vegetarier führte, als offensives Bekenntnis zur Natur gegen die „Entartung“ der Zivilisation ins Feld zu führen. Mit diesen Einstellungen nähern wir uns still und heimlich dem Nationalsozialismus wieder an. Darauf soll der „Hitler-Preis“ warnend aufmerksam machen und die Preisträger öffentlich anprangern.
Der Sieger erhält zur Ehrung eine Tafel mit einem Foto von Adolf Hitler, wie er Rehe streichelt. Dieses Foto ist echt, es gibt auch eine Aufnahme von Hitler, wie er sich zu einem Eichhörnchen herunterbeugt. Doch eine Fotomontage zeigt hinter den niedlichen Kitzen das Konzentrationslager Auschwitz und die Aufschrift „Animal Rights“ korrigiert in „Animal Reich“. Mit dem ersten Tierschutzgesetz begann es und endete mit Gesundheitswahn, Euthanasie, Eugenik und der vielzitierten „Menschenverachtung“ – so lautet die These.
Der „Spaß-Preis“ ist ein wichtiges Indiz. In der Naturschützer-Szene stellt man offenbar fest, daß die eigenen Anliegen aus einem Ursprung kommen, den man als Linker oder Liberaler ablehnen müßte. Es ist die beunruhigende Feststellung, daß nationalsozialistische Gedanken langsam wieder aktuell werden. Und zwar nicht nur auf nationaler Seite, sondern in verkappter Form auch bei Umweltschützern und in der Heilkunde. Vielleicht ist deshalb die Antifa von dem neuen „Hitler-Preis“ gar nicht begeistert. Sie fürchtet wohl, daß man die Satire übersehen und das Ganze als echte Anerkennung für konsequente Tier- und Naturfreunde auffassen könne. Prominente, die sich über ihren „Hitler-Preis“ ehrlich freuen, das wäre wohl das Schlimmste, was passieren könnte.













