Anfang August gastierte der Zirkus Weisheit in Oppenheim in Rheinhessen – unter anderem mit 4 sibirischen Tigern. Ein Grund für die Aktivisten vom „III. Weg“ dort ab Freitag Flugblätter der Kampagne "Kein Applaus für Tierquälerei!" zu verteilen. Die Aktion traf auf eine mehrheitliche Zustimmung, nichts desto trotz, hörten die Aktivisten auch abweisende Stimmen. So wurde ihnen unter anderem vorgeworfen „den Leuten die Stimmung vor dem Zirkusbesuch vermiesen wollen“. Die Zirkusbetreiber beließen es an diesem Freitag bei abfälligen Blicken. Auf dem Rückweg kam es noch zu einer Polizeikontrolle. Die Beamten teilten den nationalrevolutionären Aktivisten mit, dass: “sie einen Anruf bekommen hätten, wonach hier Wahlwerbung des III. Wegs verteilt werde und sie beauftragt wurden, die Personalien der Aktivisten aufzunehmen.“ Nach der handschriftlichen Feststellung der Personalien entfernten sich die Polizisten wieder.
Am Sonntag waren die Aktivisten auch wieder vor Ort. Nach wenigen Minuten kamen die Zirkusbetreiber und es entwickelte sich schnell eine sehr aggressive Stimmung. Nach einigen verbalen Drohungen seitens des Zirkusbetreibers stellte sich heraus, dass es Ihnen weniger um die Kampagne selbst, sondern um ihre bloße Existenz ging. Gerade PETA hatte schon öfters große Demonstrationen organisiert, die Gäste bedrängt und die Zirkusbesitzer bedroht. Sie forderten stets die sofortige Freilassung sämtlicher Tiere, nicht nur der Tiger. Dies ist allerdings nicht das Ziel unserer Kampagne. Erstens geht es in der Kampagne "Kein Applaus für Tierquälerei!" abgesehen von Tierquälerei hauptsächlich um Wildtiere, und nicht um domestizierte Tiere wie Pferde oder Ponys. Des Weiteren wäre mit der Auswilderung keinem geholfen. Abgesehen davon, dass man einen 12 Jahre alten Tiger nicht einfach auswildern kann, gibt es dafür zurzeit auch gar nicht die Möglichkeiten. Das natürliche Gebiet des sibirischen Tigers wird immer kleiner. Außerdem besteht die Gefahr von Wilderern. Auf dem chinesischen Schwarzmarkt bringt ein sibirischer Tiger bis zu 100.000 €. Zurzeit gibt es nur noch ca. 500 dieser majestätischen Tiere in freier Wildbahn. Ziel muss es daher sein, diese Tiere so lange wie nötig artgerecht zu züchten und den natürlichen Lebensraum wieder herzustellen, um nicht durch unbedachtes Handeln seine Ausrottung noch zu Beschleunigen. PETA unternimmt in dieser Hinsicht nichts. Sie gehen lieber gegen jede Art von Tierhaltern und sogar Jäger vor, statt aktiven Tierschutz vor Ort zu betreiben. Am Ende kam es zu einen sehr tiefgründigen Gespräch. Die Aktivisten wurden sogar eingeladen, sich die Zirkusschau anzuschauen und sich selbst ein Bild von den Haltungsbedingungen und der Dressur zu machen. Hierzu wurden sie auch zum nächsten Halt des Zirkus eingeladen, um sich die Haltung anzuschauen und Fotos zu machen.
Dies taten die Aktivisten auch und so wurden sie Zeugen von einer bestmöglichen Haltung, die weit über das geforderte Maß hinausgeht. Statt der vorgeschriebenen 75 Quadratmeter haben die Tiere über 150 Quadratmeter Auslauf. Die Tiere waren sehr entspannt und gut gepflegt. Am überzeugendsten war allerdings die Aussage des Zirkusbetreibers, dass er seine Tiere kastrieren lassen hat und nach diesen Tieren keine Wildtiere mehr halten möchte. Solange sie leben, will er sich bestmöglich um sie kümmern. Auch an dem regen Handel mit nachgezüchteten Tieren wolle er sich nicht beteiligen.
Als Fazit lässt sich sagen, dass es unter Zirkusbetreibern auch gelegentlich positive Beispiele gibt und dass bei ihnen auch ein Umdenken beginnt. Nichtsdestotrotz gehören Wildtiere nicht in den Zirkus. Hier leiden sie oftmals unter den schlechten Haltungsbedingungen, werden gequält und misshandelt. Auf jeden Fall sollte man sich selbst ein Bild machen, da leider immer noch zu viele Zirkusbetreiber ihre Tiere als bloße Einnahmequelle sehen.














