Gemeinschaftsausflug nach Meersburg am Bodensee

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Am zweiten Oktoberwochenende besuchten Mitglieder und Freunde vom "III. Weg"-Stützpunkt Württemberg in Meersburg am Bodensee den dort jährlich stattfindenden Mittelaltermarkt.
Der Markt war früher das Zentrum jeder mittelalterlichen Stadt. Hier wurde Handel betrieben, Kontakte geknüpft und dort fand das soziale Leben statt. Ohne ihn wären wohl viele Städte damals nicht entstanden.
Im Zentrum des Geschehens auf dem Schloßplatz herrschte reges Treiben und der Marktvogt eröffnete, ganz so wie es auch damals üblich war, den Markt und verkündete den anwesenden Besuchern die Marktregeln.
Zur damaligen Zeit wurden Betrügerei, Wucher und andere Delikte nach der geltenden Marktordnung hart bestraft. Der Rat der Stadt achtete darauf, dass der Handel ohne Zwischenfälle ablief. Beim Fischkauf z.B. war es verboten den Fisch zu berühren, tat man das doch und wurde dabei gesehen, drohte eine Geldstrafe, ebenso wenn ein Bäcker seine Brötchen zu klein backte.
Künstler, Handwerker und Händler aus ganz Deutschland tummelten sich an diesem herrlichen Wochenende am Bodensee. Launige Gaukler, sowie schlitzöhrige Zauberer und andere schelmische Gestalten versetzen die Besucher in die Zeit des 15. Jahrhunderts zurück.

Mittelaltermarkt vor der Kulisse des Schlosses in Meersburg

Ein besonderer Höhepunkt war das jährliche historisches Schauspiel „Mord auf dem See.“ In diesem Schauspiel geht es um den damaligen sogenannten „Rebell vom Bodensee“ Simon Weinzürn. Jener war damals Bürgermeister der schönen Stadt. Das Freilufttheater spielt 1460 und lässt einen die Stadtgeschichte von Meersburgs an verschiedenen Orten der Altstadt hautnah miterleben.
Bürgermeister Simon Weinzürn steht kurz davor, die Herrschaft des bischöflichen Stadtherrn zu beenden und Meersburg zur freien Reichsstadt zu machen. Der Bischof von Konstanz dem die Stadt gehört, möchte dies allerdings mit allen Mitteln verhindern. Er versucht darum, die Stadt mit Gewalt einzunehmen und den Bürgermeister ab zu schaffen. Dies gelingt ihm jedoch vorerst nicht, denn Meersburg hält der Belagerung stand.
Durch eine List gelingt es dem Bischof dann aber doch seine Truppen in die Stadt zu bekommen. Die Stadträte sowie der  Bürgermeister Weinzürn werden gefangen genommen und gefoltert, Weinzürn wenig später ohne rechtmäßiges Urteil im Bodensee ertränkt.

Besonders interessant waren auch die verschiedenen Handwerker wie zum Beispiel ein Gerber, eine Frau die am Spinnrad saß oder der Schmied dem man ebenfalls über die Schulter schauen konnte.
Sie führten einem vor Augen, wie einfach das Leben damals noch war und in welch einer konsumorientierten Gesellschaft wir heute im Gegensatz dazu leben.
Auch wenn das Leben deutlich härter und beschwerlicher war, so herrschte zur damaligen Zeit dennoch um ein vielfaches mehr Gemeinschaftssinn und die Menschen waren mit weniger zufrieden und hetzten nicht ihr Leben lang dem Geld hinterher.
Am Abend ließ man den Tag in kameradschaftlicher Runde mit Speis und Met ausklingen.
 

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