Die Mission des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, kurz VDK, ist eigentlich eine positive. Der 1919 gegründete, gemeinnützige Verein hat sich dem Erhalt und der Pflege deutscher Kriegsgräber im Ausland verschrieben, weiterhin fördert der VDK mit seiner Jugendarbeit das Gedenken an unsere gefallenen Soldaten. Somit setzt der Verein ein wichtiges Zeichen gegen das Vergessen.
Markus Meckel, bis vor kurzen Präsident des VDK, empfand die neutrale und unpolitische Arbeit des Vereins jedoch als nicht angemessen. „Gedenken, ohne zu ehren“ war eine seiner Maxime. In diesem Sinne definierte er den Zweiten Weltkrieg gegenüber dem Deutschlandfunk als “Angriffs- und rassistisch motivierten Vernichtungskrieg“, weiterhin sagte er, dass Kriegsschauplätze kein „Feld der Ehre“ seien und das unter den deutschen Soldaten abertausende Verbrecher gewesen seien. Nicht nur die Toten, auch das deutsche Volk in seiner Gesamtheit, waren Ziel seiner Anschuldigungen. Als sei der deutsche Schuldkomplex noch nicht Grotesk genug, forderte er die „historischen Verantwortung für den Völkermord im damaligen Deutsch-Südwestafrika“ zu übernehmen.
Wer so handelt, will kein Gedenken, sonder das Vergessen. Mit dem Aufladen immer neuer Schuld auf das deutsche Volk und seine Soldaten, mit dem Gleichsetzten deutscher Soldaten mit Verbrechern, erzeugt man kein Gedenken, sondern das genaue Gegenteil. Die deutschen Opfer sollen im Gegensatz zur der ins unendliche gesteigerten deutschen Schuld verschwinden und somit in Vergessenheit geraten. Genauso wie man in der BRD immer von einer „kritischen“ Betrachtung der Geschichte spricht, nannte Meckel dies ein „kritisches“ Gedenken. Wie man es von ersterem schon kennt, bedeutet „kritisch“ in diesem Zusammenhang nur eines: Alle Schuld den Deutschen.
Seine Arbeit ist damit nichts weiter als Zersetzung und Demoralisierung des deutschen Volkes. Wirkliches Gedenken hat das Gegenteil zur Folge, denn es ist nicht nur ein Dienst an den Toten, sondern auch an den Lebenden. Es erinnert uns an die mutigen Taten vergangener Generationen, ohne die wir heute nicht wären. Gleichzeitig ermahnt uns ihr Opfer, den gleichen Mut zu zeigen die Probleme unsere Zeit zu überwinden und Deutschlands Zukunft zu sichern. Nur wenn wir erhalten, für was sie starben, war ihr Opfer nicht umsonst. Die Selbstüberwindung die sie dazu befähigte den eigenen Leib schützend vor die Heimat zu stellen, soll uns als Inspiration dienen, um die eigenen Unzulänglichkeiten zu überwinden und ebenfalls über uns hinaus zuwachsen. Der ermüdende Alltag in der BRD-Massensegelschaft lässt uns oft vergessen, zu welcher Größe wir fähig sein können. Wenn wir uns die Gewaltigkeit der Gefahr vergegenwärtigen, der sich die Gefallenen einst stellten, erscheinen die alltäglichen Probleme, die oft den Einzelnen zu erdrücken drohen, als klein und lächerlich. Somit ehrt ein Gedenken nicht nur die Toten, es erhöht auch die Lebenden.
So widerwärtig das Verhalten Meckels auch sein mag, es überrascht wenig, wenn man sich seinen Werdegang vergegenwärtigt. Der in der DDR Geborene verweigerte den Wehrdienst in der NVA und studierte stattdessen Theologie. Nach dem Ende der DDR war Meckel für die SPD im Bundestag tätig. Aus der Sicherheit eines Abgeordnetenpostens heraus und mit dem Leben anderer auf dem Spiel, konnte sich der ehemalige Pazifist nun auch für Auslandseinsätze der Bundeswehr begeistern, obwohl die Mehrheit seiner Fraktion dies ablehnte. Wer andere Menschen in den Tod schickt, selbst aber nicht bereit ist dieses Risiko einzugehen, und dann noch von einem „Gedenken, ohne zu ehren“ faselt, besitzt eine Doppelmoral, die kaum noch zu überbieten ist. Vielleicht empfindet er auch Kriege im Interesse US-amerikanischer Geopolitik moralischer, als die Verteidigung ganz Europas gegen den Bolschewismus.
Ein Hoffnungsschimmer ist immerhin, dass er mit seiner Politik auf wenig Verständnis im VDK stieß. Weiterhin wurde sein autoritärer Führungsstil und sein Ausgabeverhalten, das den Verein hohe Schulden einbrachte, kritisiert. Laut Pressberichten soll die Unzufriedenheit gegen ihn in aktiven Widerstand ausgeartet sein. So sollen Mitarbeiter bewusst seine Arbeit behindert haben und selbst die Generalsekretärin soll Gerüchte über Amts- und Geldmißbrauch ausgestreut haben. Dieser Widerstand nötigte ihn dann zur Niederlegung seines Amtes, wobei er damit einer wahrscheinlichen Abwahl zuvorkam. Damit hat der VDK gezeigt, dass er sich nicht als weiteres Werkzeug der antideutschen Hetze instrumentalisieren lässt, die in der BRD ansonsten allgegenwärtig ist.















