
Trotz eines nur 15-prozentigen Anteils der mitteldeutschen Länder an der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland befinden sich dort mehr als die Hälfte aller Kleingärten. Während in Mitteldeutschland durchschnittlich auf 100 Einwohner vier Kleingärten kommen, ist es im Westen der Bundesrepublik Deutschland weniger als ein Garten. In vielen Regionen Deutschlands jedoch sind Kleingartenanlagen sukzessive von Leerstand bedroht, insbesondere in kleineren Städten und ländliche Regionen. Das Gros des Leerstandes, nämlich 85 Prozent, befindet sich in den fünf mitteldeutschen Bundesländern. Ein hoher Leerstand stellt die Kleingartenanlagen und deren Verbände vor bedeutende Probleme, da die leerstehenden Gärten entweder von den Vereinen weiter bewirtschaftet werden oder ungünstigstenfalls rückgebaut werden müssen. Beides ist in der Regel mit erheblichen Kosten verbunden. 2013 wurde eine Studie zur „Bewältigung der Leerstandsproblematik in Kleingärten in strukturschwachen Regionen“ veröffentlicht, die wenn schon keine Empfehlungen für die Politik, so doch wenigstens für die Praxis enthält. Nur ist einer jüngsten Bundestagsdrucksache das politische Eingeständnis oder besser der ökologische Offenbarungseid zu entnehmen, daß die Bundesregierung bis dato hierzu noch kein finanzielles Budget zur Verfügung gestellt hat… „Umwelt & Aktiv“ hofft, daß der ein oder andere städtische U&A-Leser dies vielleicht zum Anlaß nimmt, sich an seinen örtlichen Kleingartenverein zu wenden! Denn selbst ist der Gärtner!
Mit öko-patriotischen Grüssen
Ihr
Gerhard Keil
#Quelle: www.umweltundaktiv.de













