Israel attackiert erneut Syrien

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Während sich die syrische Armee unter ihrem Präsidenten Assad weiterhin blutige Kämpfe mit dem Islamischen Staat und anderen islamistischen Milizen auf der einen Seite und immer wieder auch mit kommunistischen Kurden auf der anderen Seite liefert, hat die israelische Armee erneut Militäranlagen im Rücken der Front angegriffen.

Sechs Raketen schlugen in der Nacht zum Freitag auf dem Militärflughafen Mezze am Rande der syrischen Hauptstadt ein. Grade einmal vier Kilometer liegt der Flughafen vom Präsidentenpalast in Damaskus entfernt. Der Angriff galt einem Munitionslager in welchem, wie israelische Quellen behaupten, Boden-Luft-Raketen lagerten, welche an die mit dem Iran und Syrien verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon geliefert werden sollten. Beweise gibt es dafür nicht.

Damit gab es in den letzten Jahren mindestens 15 Luftangriffe von Seiten Israels auf Syrien, ohne Kriegserklärung und unter Bruch jeglichem Völker- und Kriegsrecht. Auch die Luftüberwachung Russlands lässt die israelische Regierung in ihrem fanatischen Vernichtungsfeldzug gegen alle angeblichen Feinde Israels kalt. Offiziell sieht Israel auch die islamistischen Milizen als Feind, es ist aber inzwischen ein offenes Geheimnis, dass sowohl Waffenlieferungen, als auch andere Versorgung der Dschihadisten durch Israel erfolgte. Warum Israel dann auch grade die militärischen Hauptfeinde des IS, die syrische Armee und die mit ihnen verbündeten Milizen, immer wieder Dolchstöße in den Rücken versetzt, aber noch keine einzige Bombe auf IS-Truppen warf, wurde noch nicht erklärt. Auch die Schutzmacht Syriens, Russland, scheint sich mit den Angriffen des Judenstaates arrangiert zu haben. Sowohl das israelische Staatsoberhaupt Netanyahu – gegen den gerade ein Prozess wegen Korruptionsverdacht läuft – als auch der russische Präsident Wladimir Putin bemühen sich um gute Beziehungen zueinander. Allein seit Herbst 2015 trafen sich beide Politiker viermal, zusätzlich gibt es regelmäßig Telefonate. Benjamin Netanyahu bezeichnete die Beziehung als „freundschaftlich“, trotz immer wiederkehrender Abstimmungen gegen Israel im Uno-Sicherheitsrat durch Russland. Für die russische Förderation ist Israel ein wichtiger Partner in der Region. Der Handel zwischen beiden Ländern blüht, russische Touristen stellen die zweitgrößte Urlaubergruppe in Israel. Scheinbar ist Russland gewillt, die immer wiederkehrenden Angriffe Israels aus solchen Überlegungen zu tolerieren. Israel zeigt damit aber wieder einmal, das es der federführende Aggressor im Nahen Osten ist und sich über jedes Recht bei der Verfolgung seiner Interessen hinwegsetzt. Israel ist maßgeblich mit für das Chaos und die Bürgerkriege im Nahen Osten verantwortlich und hat die Instabilität der Region mit hervorgerufen, aus der der IS und andere islamistische Gruppierungen erst profitieren konnten. „Der III. Weg“ fordert darum ein Ende der deutsch-israelischen Kooperation, welche beispielsweise durch Geldzahlungen und Waffenlieferungen seitens der aktuellen Regierung erfolgt, und einen Boykott aller israelischen Waaren, bis sich Israel an die geltenden Völker-und Kriegsrechte hält und seine imperialistische Kriegspolitik beendet.
 

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