Die Fühlungen der Lena Seiferlin

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Was dabei herauskommen kann, wenn man Opfern des heutigen Zeitgeistes zu viel Freiraum für ihren geistigen Unsinn läßt, zeigt exemplarisch ein Text der Lena Seiferlin auf bento.de mit dem Titel „Wir sollten alle aufhören, Kinder zu bekommen. Denn das ist egoistisch!“ Frau Seiferlin ist eine von jenem Menschenschlag, die genauso aussieht, wie man sie sich vorstellt, nachdem man ihren Text gelesen hat. Nun neigen naive Mädchen seit alters her zum Träumen, war es früher noch der Traum vom Prinzen, Ehemann und Familie, ist dies bei Frau Seiferlin eher umgekehrt. Sie träumte sich ihre kulturmarxistische Welt zurecht und glaubte, den Rest von uns damit beglücken zu müssen.

Nun, Frau Seiferlin. Wollen wir uns Ihre schöne neue Welt doch einmal betrachten, wenn sie schon das Bedürfnis verspürt haben, sie mit uns zu teilen.

Ihre ersten drei Abstätze möchten wir getrost übergehen, da sie das übliche Mantra „Ich mag Kinder, ich liebe Kinder… aber“ enthalten. Ob Sie das Kind vom Wesen her mögen, ist letztendlich bedeutungslos. Selbst wenn Sie Kinder auf den Tod nicht ausstehen könnten, würden wir (Sie erlauben, daß wir Sie persönlich ansprechen) Ihnen dies nicht übel nehmen. Gestehen wir uns doch schlichtweg ein, daß Kinder wie Jünglinge keine Stoiker sind. Interessant wird es in dem Absatz, in dem Sie schreiben:
Doch es gibt etwas, das mich daran hindert, diesen Gedanken [das Kinderkriegen] in die Realität umzusetzen. Etwas neben den typischen Gründen gegen das Kinderkriegen, neben „es ist nicht genug Geld da“ und „ich will noch was erleben“.
Dann folgt die große Zwischenüberschrift, fett gedruckt, ins Gesicht springend:
Kinder kriegen ist für mich egoistisch.
Und warum?
Nicht, weil herrschsüchtige, narzisstische Staatsführer in der weiten Welt auf unsere Kinder warten – oder, vielleicht gleich in der Nachbarschaft, Nazis [?]. Nein, Kinderkriegen ist meiner Meinung nach aus einem ganz anderen Grund egoistisch. Ich denke dabei an die Gesamtbevölkerung auf der Erde.

Soso, die „Nazis“ von nebenan warten glücklicherweise nicht darauf, daß völkischer Nachwuchs gezeugt wird. Immerhin. Doch vielleicht sollten Sie ein Auge auf die Nachbarn werfen. Können Sie mit Sicherheit sagen, daß jene kein geheimes Genetiklabor im Keller haben? Oder haben Sie sich nie gefragt, warum der ehemalige Wehrmachtsangehörige von nebenan sooft in seiner doch eigentlich viel zu üppigen Laubhütte im Schrebergarten verschwindet? Es soll damals ja Experimente gegeben haben. Wir können Sie nur zu Vorsicht ermahnen, Frau Seiferlin. Aber was sind denn nun Ihre Gründe?

Sie führen an, daß es immer mehr Menschen auf Erden geben wird, die zugleich aufgrund medizinischer Errungenschaften immer älter werden. Eine vortreffliche Analyse – wir hoffen, Sie saßen hierzu nicht zu lange am Schreibtisch, um diese Gedanken fassen zu können. Zu gleicher Zeit – und wir müssen Ihnen an dieser Stelle ein aufrichtiges Lob aussprechen – erkennen Sie an, daß die Ressourcen auf diesem Planeten begrenzt sind. Sie sagen, daß Trinkwasser und Anbauflächen nicht ausreichen, um so viele Exemplare der Spezies Homo sapiens zu ernähren. Eine gewagte Aussage für jemanden, der auf einer so linksliberalen Seite wie bento.de veröffentlicht. Denn normalerweise haben Linke, Liberale, Gutmenschen und andere Unwissende kein besonders gutes Verständnis für die Realität der Dinge. Kudos für so viel Ehrlichkeit.

Doch Sie wollten es nicht dabei belassen. Sie mußten daraufhin unbedingt einen ideologischen Aspekt einbauen. Natürlich kamen Sie nicht umhin, den Klimawandel zu erwähnen. Wir schreiben ideologisch, weil Sie den Klimawandel als typisch linkes Druckmittel nutzen, indem Sie fälschlicherweise suggerieren, daß der Mensch der alleinige Grund für den Klimawandel sei, und ihn somit moralisch erpressen. Später führen Sie dann irgendwelche obskuren Zahlen an, welche zeigen sollen, wie viel Kohlendioxid man mit Kinderlosigkeit einsparen kann.

Immerhin gestehen Sie sich sogleich ein, daß durch einen Kinderstopp die Probleme der Erde nicht über Nacht verschwinden. Allerdings schreiben Sie dann etwas sehr interessantes:
Wenn wir weniger Kinder bekommen, wird die Bevölkerung vielleicht überaltern, ja. Aber die nächste Generation kann dann womöglich etwas beruhigter schwanger werden.
Eine höchst diffuse Ansicht, gerade, wenn Sie direkt darauf zum potentiellen Wert der Kinder schreiben:
Sie [Kinder] können Altersvorsorge und Hilfe im Alltag sein, sie werden Pflegekräfte für die eigenen Eltern und sorgen für die Rente der Alten.
Wie genau gedenken Sie, die Alten effizient zu versorgen, wenn keine Jungen nachkommen? Gewiß wäre ihr Kinderstopp nicht für immer. Doch wissen Sie eigentlich um die Situation der Pflegebranche? Den Pflegenotstand? Der Altersarmut in unserem Land? Die Wirkweise des Generationenvertrags? Ihre Rechnung geht in diesem Punkt nicht auf, Frau Seiferlin. Es sei denn, Sie sind bereit, ein paar Alte von der Rechnung zu streichen. Wo gehobelt wird, fallen ja auch Späne. Allerdings sagt uns ein Gefühl, daß dies ihrer Weltsicht widerspricht. Sie scheinen nämlich sehr am Glück aller interessiert zu sein:
Mit meiner Forderung will ich dazu anstoßen, an alle zu denken, den Egoismus nicht siegen zu lassen. Und ich will, dass sich die Leute eine Frage stellen: Was überwiegt, das Glück des Einzelnen oder das aller?
Davon abgesehen, daß Glück sehr subjektiv ist, erlauben wir uns eine offensive Gegenfrage: Warum sollte man das Glück der Welt scheren? Was geht uns es an, ob der Neger in Afrika glücklich wird? Wer sagt überhaupt, daß Glück das höchste Gut für den Menschen ist? Es gibt viele Menschen, die überzeugt davon sind, daß der Sinn des Menschen darin liegt, Teil etwas Größeren zu sein und zu diesem Teil beizutragen.

Wir sind nicht in die Welt gekommen, um glücklich zu sein,
sondern um unsere Pflicht zu tun.

– Otto von Bismarck

Haben all diese Menschen, für die Glück nicht das Wichtigste ist, Unrecht? Sie schreiben ja kurz darauf selbst, daß das Glück der Welt viel abstrakter und weniger greifbar sei. Natürlich müssen Sie das schreiben, weil es das Glück der Welt schlichtweg nicht gibt. Da Glück Subjektiv ist, kann es nur das Glück des Individuums geben. Und jeder, der sich anmaßt, für das Glück aller einzutreten, ist entweder ein Narr oder ein Täuscher.

Ihre Fühlungen, Frau Seiferlin, sind falsch. Die Antwort liegt nicht darin, keine Kinder mehr zu bekommen. Die Antwort zur Lösung der Überbevölkerung liegt darin, aufzuhören, alles und jeden durchzufüttern. Der etatistisch geförderte globale Egalitarismus ist das Grundübel unserer Zeit. Würde man den Dschungelländern der Welt die Freiheit geben, ihres Glückes eigener Schmied zu sein, und sie vom Joch der Entwicklungshilfe befreien, wäre das ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ein jeder Kehre vor seiner Tür und liebe seinen Nächsten wie sich selbst – und nicht seinen Fernsten. Wir können nicht die Retter der Welt sein, wenn wir nicht einmal unser eigenes Land, unser eigenes Volk retten können. Weiter oben erwähnten wir die Altersarmut. Wie viele Milliarden werden jährlich ins Ausland nach Afrika, Asien, Israel (ein furchtbar unterentwickeltes Land) und in den Rest der Welt verschleudert? Und im eigenen Land müssen die alten Leute hungern. Daß ihr Wunsch nach Kinderlosigkeit Ihnen offenbar selbst Unbehagen bereitet, halten Sie ja selbst in Ihrem Text fest:
Ich hoffe, dass ich selbst es durchziehen kann, keine Kinder zu bekommen. Denn: Nicht egoistisch zu werden, fällt mir gar nicht mal so leicht. Während um mich herum alle Freunde und auch mein Bruder Kinder bekommen, versuche ich, trotz langjähriger Beziehung, zuerst an die Welt – und dann an mich zu denken.

Frau Seiferlin, Ihr unterschwelliger Kinderwunsch hat nichts mit Egoismus zu tun. Es ist der natürliche Drang einer Frau zur Mutterschaft. Wer einer Mutter diesen nehmen will, tut Unrecht.
Ihr Text ist das Produkt ideologischer Verblendung. Die einzigen, die überhaupt auf solche Ideen, wie Sie sie verbreiten, positiv reagieren würden, sind Angehörige der europäischen Völker. Denn diese sind die einzigen, die sich um so etwas wie das Ganze (lies: die ganze Welt) Sorgen machen. Wer dann von diesen Kinderlosigkeit fordert, geht Hand in Hand mit denen, die „Wir lieben den Volkstod“ skandieren und das Aussterben der weißen Rasse fordern. Wir halten Ihnen entgegen, Frau Seiferlin: Was die Völker Europas brauchen, um zu überleben, ist Egoismus. Erst kommen sie selbst und dann – wenn der Letzte des eigenen Volkes versorgt ist – dann kommt vielleicht der Rest der Welt.

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