Das Menschenbild hinter der Waffendebatte in den USA

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Wie der Donner auf den Blitz folgt auf jeden Amoklauf in den USA das Geschrei nach härteren Waffengesetzen. Wir sagten bewusst „Geschrei“ und nicht „Debatte“, denn eine solche findet hierbei praktisch nie statt. Seitens der US-amerikanischen Linksliberalen ist hierfür deren gefühlsbeladene Rhetorik zu nennen, die dieses Mal besonderen Wert auf die Instrumentalisierung von Kindern und Jugendlichen zu bauen scheint. Auf Seiten der Republikaner führt man jedoch auch höchst selten argumentative und rhetorische Meisterleistungen ins Feld. Das beste Beispiel dafür ist der nun im Zusammenhang mit dem letzten Amoklauf durch Trump vorgebrachte Vorschlag, Lehrer zu bewaffnen. Dass man mit derart absurden Argumenten das Recht eine Waffe zu führen nicht verteidigt, versteht sich von selbst. Vielmehr liefert man mit solchen Vorschlägen noch der Gegenseite Vorschub, denn wo würde der Vorschlag Gewalt innerhalb einer Gesellschaft mit mehr Gewalt zu bekämpfen hinführen? Zu einer Gesellschaft in einem kalten Krieg mit sich selbst.

Im Grunde läuft die Debatte darauf hinaus, dass beide Seiten sich gegenseitig vorwerfen, entweder waffenverrückte Babymörder oder verweichlichte Hippies zu sein. Ein Konsens wird praktisch nie erreicht und am Ende kommt es meist darauf an, wer wo politisch grade die Macht besitzt. Dies liegt jedoch nicht allein an den teils kruden und überspitzten Argumenten der beiden Seiten. Der auf Konfrontation und nicht Verständigung ausgelegte Diskurs ist vielmehr das Resultat eines fundamental unterschiedlichen Menschenbildes, welches sich unter anderem in den zuvor genannten Stereotypen zeigte. Doch die Unterschiede im Menschenbild enden nicht bei Stereotypen, sondern stehen an der Basis zweier radikal entgegengesetzter Sichtweisen auf das Leben.

Der Liberalismus, welcher Schwäche zur Tugend erklärte, wünscht sich schwache Menschen. Er meint, indem man den Menschen jede Möglichkeit zur Gewaltanwendung nimmt, ja am besten sogar das Konzept der Gewalt durch Umerziehung aus den Köpfen verbannt, würde man ihn zu einem guten Menschen machen. Wie eine solche Umerziehung aussieht, kann man in Kindergärten und Grundschulhöfen beobachten, wo das weitgehend weibliche Personal, schon harmlose Raufereien mit Gewalttaten gleichstellt. Der liberale Mensch fürchtet nichts mehr als Kampf und Konflikt, denn sie bedeuten Anstrengung, Schmerz und teilen die Welt in Gewinner und Verlierer. Eine Ungerechtigkeit in seinen Augen, denn alle Menschen sollen gleich sein. Er will daher den Starken das Recht zu Kämpfen nehmen, damit sie sich nicht mehr als das beweisen können, was sie sind, etwas Besseres als der Rest. Der Liberalismus hasst nichts mehr als Stärke und Selbstbehauptung, den er ist die moderne Religion der Schwachen und die Stärke der Anderen ist die permanente Erinnerung an die eigene Unzulänglichkeit.

Der ideale Mensch des Liberalismus ist der Veganer, der sich um seinen CO2-Fußabdruck sorgt, der von Schuldkomplexen geplagte Weiße, der im eigenen Untergang seine gerechte Strafe sieht, und der Mann, der vor Angst dabei zuschaut, wie die Freundin vor seinen Augen vergewaltigt wird.

Der Anti-Liberalismus, nicht der Konservatismus, sondern der wahre Anti-Liberalismus fürchtet die Gewalt nicht, er bejaht sie. Wo der Liberalismus meint, der Mensch sei moralisch, wenn er keine Gewalt anwenden könne, ist der moralische Mensch im Anti-Liberalismus derjenige, der Gewalt anwenden kann, auf sie verzichtet, wenn möglich, sie aber mit voller Härte einsetzt, wenn nötig. Man könnte sogar so weit gehen und sagen, dass, wenn nach Goethe der Zweck des Lebens das Leben selbst ist und wir das Leben selbst als einen stetigen Kampf betrachten, der Verzicht auf Gewalt und die Forderung danach, die wahre Unmoral ist, da sie der Ausdruck einer lebensfeindlichen Gesinnung ist.

Es ist dieser Geist, der den anti-liberalen Menschen vom gemeinen Straßenschläger, mit dem der Liberalismus ihn verwechselt, abhebt und zu dem macht, was sich seit jeher hinter jedem großen Kriegerideal verbirgt. Die Synthese aus Kraft, Stärke und roher Gewalt, gebändigt durch einen ebenso starken Geist und Charakter.

Diese geistige Haltung beschränkt sich dabei keineswegs auf das Verhältnis zu körperlicher Gewalt, sondern umfasst das gesamte Wesen. Sie ist es, die den Menschen beseelt, der nie aufgibt, der lieber stirbt als sich zu beugen und den das, was andere als unmöglich abschreckt, magisch anzieht.

Herausforderungen, Konflikte und Kampf sind für einen Menschen dieses heroischen Geistes das, was das Leben erst lebenswert macht. Ob auf der Höhe des Sieges oder im Abgrund der Niederlage, nichts widerstrebt ihm mehr als Gleichförmigkeit und Beliebigkeit. Sein ganzes Wesen strebt danach, sich aus der Masse hervorzuheben, sich zu beweisen. Er sucht die Anstrengung, den Schmerz und den Widerstand, denn in ihrer Überwindung sieht er die höchste Erfüllung.

Dominique Venner zitiert in „Ein Samurai aus Europa“ einen linken Journalisten, der über einige im Algerienkrieg eingesetzte französische Fallschirmjäger berichtet. Dieser schreibt: „Faschisten wie Fallschirmjäger lehnen das Leid der christlichen Religion ab, weil es eine Unterwerfung unter einem göttlichen Willen bedeutet. Der Christ akzeptiert das Leid. Bigeard (ein Oberst der Fallschirmjäger) sucht es. Er geht und strebt zum Leid mit Hochmut, nicht mit Demut. Das akzeptierte Leid bringt den Christen seinem Gott näher. Das gesuchte Leid macht aus dem Faschisten einen Gott.

Ob Fallschirmjäger, Faschist oder wer auch immer, es ist dieser Geist, der den Herren, der noch Herr ist, wenn er in Ketten liegt, vom Sklaven unterscheidet, der noch Sklave ist, wenn keine Ketten ihn mehr binden.

Die große Masse der nützlichen Idioten des linksliberalen Spektrums mögen diese Geisteshaltung hassen, weil sie zu schwach und zu feige sind, um sie sich selbst anzueignen. Die internationalen Eliten, diejenigen, die von Menschenrechten, Demokratie, Verbrüderung und Frieden reden, jedoch nichts als Krieg und Chaos säen, die Obamas dieser Welt, die gegen Waffenbesitz im eigenen Land vorgehen und gleichzeitig mit Kriegsgerät Konflikte auf der ganzen Welt anheizen, hassen sie aus ganz anderen Gründen. Sie hassen diesen Geist, weil er Menschen formt, die sich ihren Plänen von der einen Welt entgegenstellen. Menschen, die man nicht kaufen kann und die bereit sind für ihre Ideale zu kämpfen, zu töten und getötet zu werden.

Um auf die Frage des Waffenbesitzes zurückzukommen, ist für uns, die wir die lebensfeindlichen Ideen von Schuld und Demut aus den Köpfen unseres Volkes verbannen und durch den heroischen Geist vergangener Zeiten ersetzen wollen, die große symbolische Bedeutung, die der Besitz einer Waffe mit sich bringt, zu bedenken. Koppelt man beispielsweise den Besitz und das Recht eine Waffe zu führen sowie den Erhalt der Staatsbürgerschaft, an die Vollendung des Wehrdienstes, sendet man eine klare Botschaft an jeden Bürger: Rechte, Friede und Freiheit sind keine Geschenke, keine Selbstverständlichkeit und auch kein Menschenrecht. Sie wurden erkämpft und Unzählige gaben ihr Leben für sie. Es ist Deine Pflicht als freier Mann diese Dinge mit Deinem Leben zu verteidigen. Niemand kann Dir diese Pflicht abnehmen, sie ist Bürde und Privileg zugleich.

Eine Waffe in jedem Wohnzimmer ist eine unmissverständliche Erinnerung an diese nur zu schnell vergessene Wahrheit.

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