200 Jahre Karl Marx – Der Marxismus und seine heutige Bedeutung

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Wenn heute das Wort „Marxismus“ fällt, verbindet die Mehrheit der Menschen diesen Begriff immer noch mit den berechtigten Forderungen des Arbeiters nach gerechter Entlohnung und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen. Es ist diese Assoziation, die dem Marxismus auch noch heute für viele Menschen attraktiv erscheinen lässt. Sie wurde seit jeher von marxistischen Kräften in den Vordergrund gerückt und geschickt ausgenutzt, da man um den gerechten Zorn des ausgebeuteten Arbeiters wusste. Indem er an diesen Zorn appellierte und sich als den einzigen Retter des Arbeiters darstellte, strömten in die verzweifelten Massen in die Arme, Massen, die bereit waren alles zu geben, weil sie nichts zu verlieren hatten.
In den ersten Jahrzenten seiner Geschichte maskierte der Marxismus so geschickt seine wahren Intentionen, doch wo immer er an die Macht gelangte, zeigte er nur all zu schnell, was er wirklich wollte. Dort merkte der Arbeiter, der bis dahin dem Marxismus als treuer und opferwilliger Fußsoldat gedient hatte, dass er nicht seinen Kampf gekämpft hatte, dass am Ende nicht das Arbeiterparadies stand, sondern erdrückendes Elend, welches ihm der Marxismus als Gleichheit verkaufte. Der Arbeiter hoffte sich aus seinem unwürdigen Dasein emporzuheben, stattdessen warf der Marxismus ihn und alles um ihn herum in noch tiefere Abgründe, bis alles über das er herrschte, einem Trümmerhaufen glich. Dies war nicht die Revolution, die der Arbeiter wollte, er wollte nach oben, sein Ziel war es in die Mittelschicht oder das Bürgertum aufzusteigen. Doch der Marxismus dachte nicht daran irgendjemanden zu erheben, er kannte nur eine Richtung. Nach unten. Der Arbeiter vernahm das Versprechen der Gleichheit und dachte an eine Gleichheit von Brüdern. Sein Verlangen nach Gleichheit entsprang nicht dem Neid auf die Überlegenheit des Anderen, sondern aus Selbstachtung, weil er um den Wert der eigenen Arbeit wusste. Der Marxismus meinte jedoch die Gleichheit von Würmern, die die Vögel hassen, welche gottgleich über ihnen kreisen. Würmer, die nicht fliegen können und daher meinen, niemand sollte fliegen.

Der Marxismus konnte zwar in Russland, Asien und Afrika einigen Erfolg verbuchen, doch die erhoffe kommunistische Revolution in Westeuropa blieb aus. In ganz Europa schafften es verschiedene Parteien und Einzelpersonen – im deutschen Falle allen voran Otto von Bismarck – das schlimmste Leid der Arbeiter zu linder, womit dem Marxismus die Basis seiner Agitation entzogen wurde. Einzig in der Weimarer Republik brodelte die Gefahr einer roten Revolution, die jedoch durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten gebannt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte schließlich ein gewaltiger Aufschwung ein, der Wohlstand in nie dagewesener Fülle brachte. Der Arbeiter, dessen Ziel von Anfang an in nichts anderem als Wohlstand bestand, war plötzlich nicht mehr an einer Revolution interessiert, stattdessen sehnte er sich nach Stabilität und Sicherheit. Der Arbeiter hatte sein Aufstieg in das Bürgertum begonnen, damit die Revolution verraten und selbst zu deren Feind geworden.
Der Erfolg des Kapitalismus auf materialistischer Ebene beraubte dem Marxismus seiner Kämpfer, der Traum von der Weltrevolution schien ausgeträumt. Vom einstmals gefürchteten roten Mob war nichts mehr übrig, nur die entschlossensten und überzeugtesten Kader waren noch geblieben, doch auch sie waren dabei zu esoterischen Randgestalten und Witzfiguren zu werden.
Ausgerechnet der Kapitalismus, der dem Marxismus seine Kämpfer geraubt hatte, sollte ihm jedoch eine neue Armee aufstellen und zu neuer Größe verhelfen.
Die dekadente Antikultur des Westens befreite den Menschen von den Normen und Werten der traditionellen Gesellschaft, doch anstatt sich zu entfalten, fiel er in sich zusammen. Konfrontiert mit allen denkbaren Verlockungen, die sich an die mächtigsten Triebe im Menschen wandten, drohten die, die nicht die innere Stärke besaß sich selbst auf Kurs zu halten, in die tiefsten Abgründe menschlicher Existenz zu fallen. Was früher durch harte Zucht in Zaum gehalten wurde, konnte sich nun offen austoben, unterdrückte Krankheiten traten ans Tageslicht und begannen sich zu verbreiten.
Dazu begann der Kapitalismus, ewig hungrig nach billigen Arbeitskräften, erst langsam, doch schon bald immer schneller, die Einwanderung kulturfremder Ausländer zu forcieren. Diese, entwurzelt und in eine Kultur geworfen, die zu fremd war, als das sie sich in sie integrieren könnten, wurden zu ewigen Fremden, zu Ausgestoßenen, in einem Land, das ihre Heimat hätte werden sollen, doch nie werden konnte.
In diesen verlorenen Seelen, dem Bodensatz der Gesellschaft, sollte der Marxismus seine neuen Sturmtruppen finden. An Gefühle der Minderwertigkeit und Neid appellierend, erklärte der Marxismus, dass nicht sie das Fehlerhafte seien, sondern der Rest der Gesellschaft der Defekt sei. Er erklärte, dass nicht die eigene Schwäche, sondern die unmöglichen Standards und Erwartungen der Allgemeinheit ihr Leben zerstört hätten.
Die Hässlichen rief er zur Revolution gegen das Schöne. Die Abnormalen gegen das Normale. Die Verlierer gegen die Sieger. Der Marxismus sammelte alles, was krank war und blies zur Revolte gegen alles Gesunde, Starke und Edle. Dies war die Geburtsstunde des Kulturmarxismus, seine Ziele die totale Revolution auf allen Ebenen und die Auflösung des traditionellen Europas. Wie nichts anderes stand dieses für alles, was der Marxismus verachtete. Ordnung, Struktur und Hierarchie standen im Herzen der europäischen Kulturen und das kommunistische Ideal der Gleichheit konnte niemals verwirklicht werden, solange diese Ideen in den Europäern fortleben.

Der traditionelle Marxismus verfolgte zwar ultimativ ein ähnliches Ziel, doch konnte er dies nicht offen zur Schau stellen, denn der europäische Arbeiter war an einer solchen Revolution nicht interessiert. Bei allem Zorn, den er gegen die, die ihn ausbeuteten, hegte, war er noch immer Europäer. In seinen Adern floss trotz allem das Blut von Königen und Helden. Sein Schicksal war es nicht am Boden zu kriechen, sondern die höchsten Berge zu erklimmen. Obwohl der Kapitalismus dem Arbeiter allen Grund dazu gegeben hätte, akzeptierte der Arbeiter im Großen und Ganzen nie das Ideal des Internationalismus. Nur die Wenigsten unter ihnen wollten die Auflösung der Nation, der Großteil sehnte sich vielmehr danach als gleichwertige Söhne dieser angesehen zu werden und scheuten auch nicht davor zurück, die damit einhergehenden Pflichten zu erfüllen. Anders die neuen Kämpfer des Marxismus. Wenn sie biologisch nicht schon ohnehin keine Europäer waren, waren sie es im Geiste schon lange nicht mehr. In ihrem kollektiven Gedächtnis leben die Erinnerungen an die Erniedrigungen fort, die sie durch das traditionelle Europa erfahren hatten. Wie es ihre Länder eroberte und ihre Errungenschaften in den Schatten stellte. Wie seine Regeln, sein Sinn für Hierarchie und Elitismus, ihr Wesen für minderwertig erklärte und sie aus dem Herzen der Gesellschaft verbannte. Voller Neid erinnern sie sich daran, wie das kleine Europa sich stolz zum unumstrittenen Herrscher der gesamten Welt aufschwang. Sie waren nicht die vergessenen Kinder dieser Kultur, sondern ihre erklärten Feinde. Ihre Ziele waren die gleichen, wie die des Marxismus, die geistige und biologische Vernichtung Europas. Ihre Ziele und die Existenz Europas stehen sich unvereinbar gegenüber. Während man dem Kämpfer des klassischen Marxismus noch Alternativen, bessere Wege zum Erreichen seines Ziels aufzeigen konnte, gibt es hier keinen Raum für Kompromisse. Keine gemäßigten Kräfte, wie einst die Sozialdemokratie, können sie von ihrem Ziel abbringen, da die Natur dieses Kampfes eine Mäßigung von vornherein ausschließt. Allein der Marxismus ist ihr Verbündeter.
Besonders deutlich tritt dieses Bündnis in den USA hervor, wo eine verbitterte und desillusionierte schwarze Bevölkerung nur darauf wartet, sich gegen ihre ehemaligen weißen Herren aufzulehnen.
Der Groll der schwarzen Unterschicht war schon immer vorhanden, doch der Marxismus formte ihn zu einer Waffe, die er gegen die europäischen Fundamente der USA richtete. Die marxistischen Lehren von Unterdrückern und Unterdrückten waren genau das, nach was sich diese Menschen sehnten. Der Marxismus sprach sie von jeglicher persönlichen Schuld an ihrem Elend frei. Der Marxismus stellte keine Forderungen nach Besserung an sie, sondern erlaubte ihnen ihrem Hass und ihrer Zerstörungswut freien Lauf zu lassen.
In der BRD und den meisten anderen europäischen Ländern kann der Marxismus nicht auf eine derart große und radikalisierbare Bevölkerungsgruppe zurückgreifen, weshalb er viele seine Ziele noch immer hinter dem Ideal der Gleichheit verstecken muss. Die größtenteils arabische ausländische Bevölkerung der BRD scheint sich in dieser Hinsicht nicht von marxistischen Einflüsterungen beeindrucken zu lassen. Ihre starke traditionelle und intakte kulturelle Prägung scheint sie gegen den zersetzerischen Marxismus immunisiert, wenn man den Kurden und der Mischung aus Befreiungsnationalismus und Kommunismus bei der PKK einmal absieht. Von den, in den letzten Jahren primär aus Afrika stammenden, Einwanderern lässt sich dies allerdings nicht sagen und sie könnten sehr wohl die neuen Sturmtruppen des Marxismus gegen Europa werden.
Die Rekrutierung dieser Menschen könnte sich für den Marxismus in Europa zur existenziellen Frage entwickeln, denn der Zustrom aus der heimischen Bevölkerung wird in den nächsten Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach stark zurückgehen. Die Folgen der Einwanderung werden den Europäern den Traum der Regenbogengesellschaft austreiben und Umstände schaffen, in denen die marxistischen Ideale von Gleichheit und Multikulti, für die heimische Bevölkerung wie ein Hohn erscheinen werden. Sind die Zustände erst einmal schlimm genug, wird so mancher Linker, der sich aus den richtigen Gründen für die falsche Seite entschied, von seiner Ideologie abwenden und in die Arme des Vaterlandes zurückkehren. Die Einzigen, die dem Marxismus in der kommenden Konfrontation die Treue halten werden, werden die Massen der Einwanderer sein. Nur sie haben im Kampf des Marxismus etwas zu gewinnen. Europäer, ganz gleich welcher Nation, politischer Ausrichtung oder Religion, können bei dessen Sieg nur verlieren. Ein Beispiel für diesen Prozess bietet im deutschsprachigen Raum die MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands) sowie ihre Jugendgruppe „Rebell“ sowie verschiedene stalinistische Gruppen wie etwa der „Jugendwiderstand“ in Berlin. Alle klassischen marxistischen Gruppen (in allen Abarten wie Stalinismus, Trotzkismus etc.) besitzen einen auffällig hohen Migrantenanteil, während anarchistische, feministische, antideutsche und „antifaschistische“ Gruppen – die also mit dem klassischen Marxismus gebrochen haben und sich entweder anderen linken Ideologien zuwendeten oder kulturmarxistisch geprägt sind – nahezu ausschließlich von Deutschen betrieben werden. Das gleiche Bild zeigt sich auch in anderen westeuropäischen Staaten und den Vereinigten Staaten von Amerika, bei der etwa die „Black Panther Party“ bereits die ersten Anzeichen für diese Entwicklung zeigte.

Die marxistischen Gruppierungen haben nach 1945 dem weißen Arbeiter niemals verziehen, dass er sich nicht der kommunistischen Weltrevolution, sondern den nationalsozialistischen und faschistischen Bewegungen angeschlossen hat. Entsprechend brauchten sie ein neues Revolutionsubjekt, weil ihr ursprüngliches – der Proletarier – sich entweder ihren Todfeinden anschloss, oder sich mit der Erreichung eines bürgerlichen Lebens und der Teilhabe an den kapitalistischen Gewinnprozessen begnügte. Gefunden wurden neue „Unterdrückte“; nicht mehr der weiße Arbeiter der vom Kapitalisten unterdrückt wurde, sondern die farbigen Rassen (durch den weißen Mann), Frauen und sexuelle Minderheiten (durch den heterosexuellen Mann), verschiedenste gesellschaftliche Randgruppen (Drogenkonsumenten, psychisch kranke, Asoziale etc.) (unterdrückt durch die Gesellschaft) oder ethnische und religiöse Minderheiten. Diese Unterdrückten sollten die Weltrevolution zum Sieg führen, entsprechend wurde der Marxismus mit den für das neue Subjekt der Begierde zugeschnittenen Themen aufgeladen. Schon Oswald Spengler hatte in seinem Buch „Die entscheidenden Jahre“ von der Explosionskraft gewarnt, die bei der Mischung von Klassen- und Rassenkampf zustande tritt. Demgemäß wurde die Einwanderung von artfremden Ausländern nach Europa durch marxistische und kulturmarxistische Gruppierungen jeder Colour unterstützt, waren sie doch das Versprechen auf neue Anhänger und Wählerstimmen. So mancher Linker gab es am Ende seiner Lebenszeit offen zu, dass mit den Migranten neue Stimmen gewonnen werden sollten. Auch in Deutschland wählen Migranten aus anderen Kontinenten überwiegend linke Parteien, welche sich daher nicht ohne Eigeninteresse für die weitere Öffnung von Wahlen für Nichtdeutsche stark machen. Kernelemente des Marxismus sind auch bei der heutigen Linken noch maßgebend, zum einen das lineare Geschichtsbild, zum anderen vor allem der egalitäre Geist, der alle Menschen zu bei der Geburt ungeschriebenen Blättern erklärt. So sehr mancher Linker auch den Marxismus vielleicht wirtschaftlich – oder die Ergebnisse seiner Realität – ablehnen mag, in den Gesellschaftsvorstellungen und dem Unterbau seiner Ideologie steckt Marx und seine Anhänger immer noch drin. Er ist keineswegs der alleinige Vordenker, der Egalitarismus wurde beispielsweise schon lange vor Marx in der französischen Revolution propangiert, aber er ist ohne Zweifel für die gesamte linke Bewegung des 19. und 20. Jahrhundert entscheidend gewesen. Auch die heutige linke Bewegung in all ihren Formen ist und bleibt von Marx und seinen Nachfolgern geprägt, mangels neuer Visionen oder bedeutender moderner nichtmarxistischer Vordenker bleibt ihnen nur das reaktionäre Beharren auf die gleiche Ideologie, die ihre Vorgänger bereits vor 100 Jahren vertreten haben. Dabei ist sich die Linke nicht einmal über die Auslegung von Marx einig, etwa im Abwägen zwischen früheren und späteren, sich widersprechenden, Aussagen. Nirgendwo gedeihen Politsekten so gut wie im Bereich der marxistischen Bewegung. In ihrem lebensfremden Beharren auf dogmatische Auslegung des Marxismus stellt die kommunistische Bewegung als solche für uns keinerlei Gefahr mehr da, sie sind nicht einmal eine wirkliche Beschäftigung wert. In Form des sich immer mehr in die Gesellschaft fressenden Kulturmarxismus, der vom herrschenden Liberalismus unterstützt und finanziert wird, und der Hinwendung zu den Ausländern als Revolutionssubjekt bleibt die marxistische Ideologie aber ein Gegner, dem wir unseren weltanschaulichen Kampf entschieden entgegen halten.

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