Bomberangriff auf Heilbronn: Kapitel 3 – Das Ende der Schreckensnacht

Bildquelle: Wikipedia

 

Der Feuersturm war bis weit über die Hügel zu sehen,

die Feuerwehren und Helfer waren am Ende ihrer Kraft,

der Anblick der Zerstörung, der Opfer war schauderhaft,

Heilbronn, welches Leid mußt du ertragen, was hast du auszustehen?

 

Hilfe eilte aus der gesamten Umgebung herbei,

herzerwärmend waren die Rettungstaten,

selbst Stuttgart und Karlsruhe schickte 200 Soldaten,

der Deutsche Zusammenhalt bildete ein trotzig Konterfei!

 

Spenden wurden schnell nach Heilbronn geschickt,

es kamen Trinkwasser, Kerzen und Bedarfsartikel,

die Solidarität glänzte wie ein Juwel,

und eilig wurde ein Hilfsnetzwerk gestrickt.

 

Niemand war sich zu fein, alle packten mit an,

doch das Leid war gigantisch und unerhört,

die ganze Altstadt war verwüstet und zerstört,

Heilbronn, welch große Qual hat man dir nur angetan?

 

Die Leiber deiner Bürger bis zur Unkenntlichkeit verbrannt,

altehrwürdige Bauten ausgebrannt und zersprengt,

als hätte man seinen Hass auf die Menschen und ihre Geschichte gelenkt,

die Reiter der Apokalypse nach Heilbronn ausgesandt.

 

10.000 – 15.000 Leben forderte der feige Überfall,

eine genaue Zahl zu nennen ist nicht möglich,

veraschte Körper im Ascheberg zu finden ist vergeblich,

und der Teufel lobpreißt seinen britischen Vasall.

 

Die „Operation Sawfish“ war ein eiskalt geplanter Massenmord,

ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung,

mit ganz gezielter Zerstörung und Vernichtung,

man kann es nicht umdeuteln – es war Mord, Mord, Mord!

 

Die hohe Anzahl der Toten sorgte im ganzen reich für Entsetzen und Grausen,

mit Tränen in den Augen nahm man diese Nachricht wahr,

welche Untat die Alliierte Mordlust gebar,

es war erschreckend wie die „Befreier“ hausen.

 

Ihr Alliierten habt euch dadurch unehrenhaft in die Geschichte geschrieben,

abwertend wird man von euch sprechen,

als jene die den Ehrenkodex brechen,

als jene die es schrecklich blutig unter Frau und Kinder trieben.

 

Heute gedenken wir an all jene armen Seelen,

an jene die im Feuersturme starben oder überlebten,

an die vielen Helfer die nach eurer Rettung strebten,

für euch senken wir heute die Fahne – ihr werdet uns fehlen.

 

Ruhet in Frieden!

 

Zum Nachlesen: Kapitel 1, 2





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