Ostarafest in Oberfranken

Ständig stehen unsere Aktivistinnen und Aktivisten an der Front des politischen Kampfes, der in diesen Wochen bekanntlich seinen Schwerpunkt in der Europaparlamentswahl gefunden hat. Umso wichtiger bleibt es daher, Kraft zu schöpfen für die vielfältigen Aufgaben, die einem jeden von ihnen der deutsche Freiheitskampf stellt.

Eine Möglichkeit dazu bot sich am Oster-Wochenende im Bereich des Stützpunktes Oberfranken bei dessen schon zur schönen Tradition gewordenen Ostarafeier. Begünstigt durch Wetter und Umgebung, hatten sich dazu zahlreiche Interessierte eingefunden. Ein Umstand war dabei von Anfang an nicht zu übersehen, der aber für unsere Bewegung so prägend geworden ist: die vielen Kinder, für die doch unser so schwerer Kampf auch und nicht zuletzt geführt wird. Zur Einstimmung auf das kommende Fest, hörte man sich aber zunächst einmal einen Vortrag über die Ostara-Herkunft und die daraus entstandenen regionalen Bräuche an. In den Ausführungen wurde der germanische Ursprung dieses Festes herausgearbeitet und dargelegt. Ebenso wie sich später das Christentum des Ganzen bemächtigte. Viel Beifall war der Lohn für diese Darlegung von Wesen und Inhalt dieser so alten Tradition.

Danach bekam aber zunächst einmal der Köper das ihm zustehende Recht und es ging mit den Kindern in den nahen Wald. Alle waren hier dabei, gleichgültig, ob zu Fuß oder noch im Kinderwagen. Das Erwachen der Natur wurde so – direkt vor Ort – genauestens in Augenschein genommen und in diesem Zusammenhang viele Fragengestellt, welche die Wanderführung aber stets kompetent zu beantworten wusste. Über all dem standen die Worte von Hoffmann von Fallersleben (1789-1874), der bekanntlich im damaligen britischen Exil auf der deutschen Nordseeinsel Helgoland unser Deutschland-Lied gedichtet hatte:

Hei, juchei! Kommt herbei!

suchen wir das Osterei!

immerfort, hier und dort

und an jedem Ort!

Ist es noch so gut versteckt,

endlich haben wir es entdeckt.

Hier ein Ei! Dort ein Ei!

Bald sind´s zwei und drei.

Nach der Rückkehr von der über neunzigminütigen Wanderung, stand dann aber erst einmal die Suche nach den vorher sorgsam versteckten Ostereiern auf dem Programm. Kein Stein oder Strauch war hier vor den neugierigen Augen unserer Kinder sicher, infolgedessen wurde bald jedes auch noch so sorgfältig ihren Blicken entzogen gewesene Versteck gefunden. Die Freude über die Funde waren natürlich trotzdem groß. Schließlich bedarf es ja keiner großen Geschenke, um beim damit Beschenkten auf positiven Widerhall zu stoßen, vor allem dann, wenn der Gebende das Bewusstsein vermitteln konnte, dass sein Geschenk von Herzen kam. Neben den im Vorfeld verstecken Ostereiern fanden sich zur allgemeinen Erheiterung noch andere Eier, welche die Hühner des Gastgebers offenbar vergessen hatten.





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