Sechs Wochen Wahlkampf – Ein Rückblick

42 Tage lang drängte nun wieder das Politische vermehrt in den Alltag des deutschen Volkes. Pünktlich mit Beginn des Wahlkampfs ließen sich die Damen und Herren Politiker aus ihren parlamentarischen Elfenbeintürmen herab auf die Marktplätze des Landes, um für die nächsten Jahre ihren bequemen Sessel zu sichern. Landauf, landab zierten die Gesichter der Plutokraten die Laternen und warben sie mit den neusten Slogans der Werbeindustrie um das Vertrauen der Wähler, um es abermals enttäuschen zu können. Für die meisten der abgedruckten Personen dürfte es wenig mehr als ein lästiges Übel sein, die Restaurants, Aufsichtsratssessel und Parlamentsstühle verlassen zu müssen, um ihre kostbare Zeit nicht Lobbyisten, sondern dem Souverän zu schenken. Es ist dabei zu erwarten, dass sie genug finden werden, die ihnen erneut ihre Stimme zu geben. Nicht aus Vertrauen oder gar aus innerlicher Überzeugung, sondern weil es eben die Gewohnheit ist, man die jeweilige Partei als das kleinste Übel betrachtet oder schlicht weil man den Lügen der Presse glaubt. Die erwarteten Stimmen für die etablierten Parteien stehen also in einem krassen Missverhältnis zu denjenigen, die sie eigentlich verdient hätten. Idealismus, Lösungsvorschläge und nachdenkenswerte politische Programme sucht man bei ihnen vergeblich. Politik, das ist längst eine zum Geschäft verkommene Sache. Eine der vielen Gründe, warum sich ein großer Teil des Volkes von diesem schmutzigen Spiel schon lange abgewandt hat.

Einen Wahlsieg dürfte aller Voraussicht nach die Alternative für Deutschland als größte Protestpartei einfahren. Der Grund dafür ist weder ein überzeugendes Programm, noch das Spitzenpersonal oder gar, dass die Wähler ihr eine größere Kompetenz zurechnen. In der Wahl der Partei bündelt sich der Unmut des Volkes, da sie im medialen Bild die einzige wirkliche Opposition innerhalb der im Parlament vertreteten Parteien zu den großen Themen – insbesondere Migration, Außenpolitik und Sicherheitspolitik– darstellt. Dass es sich um eine systemimannente Opposition handelt, die im Endeffekt nur Nuancenänderung statt wirklichem Politikwechsel bedeutet, ist für den Großteil der Wähler genauso unbeachtlich wie die Tatsache, dass der neoliberale Kern der AfD Politik auf Kosten eines Großteils ihrer Wähler machen würde. Dass die Medien die Partei als das Feindbild schlechthin darstellen, ist eher noch befördernd als abschreckend. Skandale um Schwarzgeld, illegale Parteispenden oder Korruptionsangebote der außenpolitischen Partner werden von der Wählerschaft – und der eigenen, oftmals idealistischen Basis – größtenteils zähneknirschend in Kauf genommen, zu groß ist der Wunsch, hier eine echte Opposition gegen die untragbaren Zustände in Stellung zu bringen. Auch hier herrscht also ein Missverhältnis zwischen Einsatz sowie dem verdienten und dem vermutlichen Ergebnis, im Gegensatz zu jeder Stimme für die etablierten Volksverräter sind die Wahltentscheidungen für die AfD aber wenigstens rational verständlich.

Doch nicht nur bei den bisher genannten Parteien dürfte das Missverhältnis zwischen zu erwartetendem Ergebnis und eigentlichem Einsatz groß sein. Auch wir haben in den letzten 42 Tagen unseren politischen Kampf intensiviert. Hunderttausende Flugblätter, zehntausende Plakate und zahlreiche Informationsstände brachten unsere politischen Positionen ins Volk. Begleitet wurde der intensive Wahlkampf durch teils enormes Medieninteresse, insbesondere der 1. Mai in Plauen sorgte dabei für ein wahres mediales Erdbeben. Doch die stärkste Waffe im Wahlkampf waren nicht Massen an Material oder unzählige Presseartikel, sondern der Idealismus unserer Anhänger. Nur er war es, der die Flugblätter in die Briefkästen des Volkes brachte und die Plakate an die Straßen des Landes hängte. Wäre allein der Einsatz der Aktivisten wahlentscheidend, würden wir am kommenden Sonntag vermutlich die absolute Mehrheit erreichen. Doch bleibt es zu befürchten, dass der Einsatz von den Wählern nicht entsprechend gewürdigt werden wird. Zu klein sind wir in den Augen der potenziellen Wähler, zu unwahrscheinlich ein wirklicher Erfolg, zu nötig die Opposition gegen die Volksverräter. Ob berechtigt oder nicht, die AfD wird nahezu jede Proteststimme am Wahltag auf sich vereinigen können. Daher ist es notwendig, politischen Realismus walten zu lassen. Luftschlösser, die von Anfang an zum Platzen verdammt sind, sind nur dazu geeignet, die Aktivisten zu enttäuschen und zu demotivieren. Wir haben aber nicht nur in den vergangenen sechs Wochen einen Sprint zur Europawahl hingelegt, wir haben vor allem noch einen wahren Marathon bis zur Befreiung unserer Nation vor uns. Dabei kommt es auf jeden Einzelnen an.
Das Ergebnis, egal wie es ausfällt, muss daher vor dem Hintergrund der Wahl betrachtet werden: Wir haben wenige Mittel, wenige Aktivisten und normalerweise kaum mediale Plattformen, wie etwa die Einladung in Talkshows oder wohlwollende Berichterstattung. Neben uns steht nicht nur die AfD als Sammelbecken nahezu aller oppositioneller Stimmen auf dem Stimmzettel, sondern auch noch andere nationalistische Parteien. Viele Wähler dürften bislang kaum mit unserer Partei in Berührung gekommen sein und da wir keine Erfolge im parlamentarischen Sinne bislang vorzuweisen haben, schränkt auch das die Bereitschaft zur Wahl ein.

Wenn wir also beispielsweise 30.000 Stimmen bei der Europawahl erhalten sollten, sind das nicht 0,1 Prozent des Ergebnisses trotz des Wahlkampfs, sondern trotz der Umstände, die kaum widriger sein könnten. Jede Stimme, die am Sonntag für uns abgegeben wird, ist die eines Überzeugungstäters, der trotz aller Umstände, die gegen uns sprechen, seine Stimme einem grundsätzlichen, revolutionären Wandel gibt. Diese Stimmen wiegen weitaus mehr, als tausende Protestwähler, die bei der nächsten Wahl wieder vielleicht eine ganz andere Entscheidung treffen. Sie sind die Basis, von der aus wir die nächsten Jahre weiterkämpfen werden, die wir zu vergrößern und auszubauen wissen werden. Nichts wäre mehr fehl am Platz, als jetzt nach einem objektiv niedrigen Ergebnis die Flinte ins Korn zu werfen.

Der Wahlkampf war für uns bereits völlig unabhängig von dem Ergebnis ein voller Erfolg. Der Bekanntheitsgrad unserer Bewegung hat sich enorm erhöht, zahlreiche Interessentenanfragen gingen täglich ein, neue Erfahrungen wurden gesammelt und die Bewegung hat unter Beweis gestellt, welches Maß an Idealismus und Einsatzbereitschaft in ihr steckt. Aller Voraussicht nach dürften diese Bemühungen, wenn auch nicht zur Wahl des europäischen Parlaments, so zumindest in den Kommunalwahlen gewürdigt werden. Neben dem unermüdlichen Wahlkampf in Erfurt, der es verdient hat, von den Wählern honoriert zu werden, gelten allem voran hier die Blicke der Stadt Plauen und dem Vogtland, die unzweifelhaft Leuchttürme des nationalrevolutionären Kampfes sind. Die Arbeit, die hier geleistet wird, kann nicht hoch genug gewürdigt werden und der Wahlkampf der letzten sechs Wochen dürfte angesichts der zur Verfügung stehenden Mittel nicht mehr überbietbar sein. Wenn es noch einen Funken Gerechtigkeit in der Welt gibt, muss dieser Wahlkampf zwangsläufig von Erfolg gekrönt sein.
Dennoch muss auch hier gewarnt werden: Das Wahlverhalten der Wähler ist niemals berechenbar und oftmals irrational. Sollte wider allen Erwartungen hier kein durchschlagendes Ergebnis erzielt werden, darf man zwar enttäuscht sein – das ist schließlich nur menschlich – doch darf man nicht in eine Haltung geraten, die sinngemäß ausdrückt: „Wenn wir es in Plauen nicht schaffen, wo dann?“ Es muss ganz klar betont werden: Selbst wenn wir im gesamten Vogtland keine einzige Stimme erhalten sollen, so geht der politische Kampf am Tag nach der Wahl nahtlos weiter.
Denn: Auch nach dem Wahltag haben wir im Vogtland eine Aktivistenzahl, die selbst manche etablierte Partei neidisch werden lässt. Wir haben weiterhin zwei hervorragend laufende und absolut vorbildhafte Objekte und sind weiterhin felsenfest lokal verankert. Was in den letzten Jahren im Vogtland aufgebaut wurde und was in den nächsten Jahren noch kommen wird, ist etwas, was viele oppositionelle politische Bewegungen nur neidisch werden lassen kann. Es ist manchmal nötig, einen Schritt Abstand zu nehmen und aus dem Tunnelblick des Wahlkampfes wieder einen Blick auf den Kampf als Ganzes zu gewinnen.

Wahlentscheidungen können oftmals flüchtig und unverständlich sein. Doch wer sich fest verankert, wer das Herz des Volkes gewinnt und im Alltag präsent ist, wer eine gläubige Gemeinschaft bildet, dem gehört auf kurz oder lang die Zukunft.
Das fanatische Anbeten von Wahlergebnissen wurde von uns immer abgelehnt, wir sind eine politische Bewegung, die jeden Tag ihren Kampf für Deutschland leistet. Wahlkämpfe sind nur ein Teil davon. Niemand würde etwa auf den Sinn kommen, die Fahne aus der Hand zu legen, weil eine Kulturveranstaltung nicht die erwünschte Resonanz erhält.
Wir haben zudem immer den Standpunkt vertreten, dass wir erst in uns selbst überwinden müssen, was wir einmal als Nation überwinden wollen. Die Reduzierung der Politik auf Wahlergebnisse ist eines der Übel, an dem unser Land leidet. Es lässt die Politiker nicht mehr das Wohl des Volkes im Blick haben, sondern nur kommende Wahltermine und damit möglicherweise den Verlust ihrer fetten Diäten. Wir dagegen vertreten ein ganz anderes Verständnis von Politik. Wir haben die Mittel und Möglichkeiten des Wahlkampfes bestmöglich in den Dienst unserer Arbeit gestellt und wir werden sicherlich auch den gebührenden Lohn erhalten. Dennoch muss vor jedem falschen Traumgebilde und übertriebener Erwartungshaltung gewarnt werden. Auch der größte Idealismus muss den Kontakt zum Boden behalten, wenn er nicht einmal in sich zusammenbrechen soll.
Sollten wir bei den Wahlen erfolgreich sein, eröffnen wir in den Stadträten eine neue Front gegen die Politik des Volksverrats. Sollten wir dies nicht sein, geht der Kampf in den bisherigen Formen nahtlos weiter, nur noch intensiver, noch größer, noch effektiver.
Ab morgen werden die Wahlergebnisse des heutigen Tages analysiert werden, es werden Schlüsse daraus gezogen und diese in die weitere Arbeit einbezogen werden.

Aber, und das ist das Wichtigste: Egal was für ein Stimmenanteil herauskommt, ob wir in Fraktionsstärke in Stadträte einziehen oder weiterhin eine gänzlich außerparlamentarische Opposition bleiben, der Kampf geht solange weiter, bis der Kapitalismus überwunden und die ethnische Existenz unseres Volkes gesichert ist!





5 Kommentare

  • Dank euch ist es endlich wieder möglich sinnvoll Deutsch zu wählen. Danke!

    Frank 27.05.2019
  • Hier in Sachsen-Anhalt wurde natürlich auch Deutsch gewählt.
    Weiter so!!!!

    Marc 27.05.2019
  • Ich habe hier in meiner schönen niederschlesischen Heimat selbstverständlich deutsch gewählt. Weiter geht es. Mit bestem Gruß!

    Kai 26.05.2019
  • Wir haben heute mit unserer Familie in Zwickau natürlich auch deutsch gewählt. Da gab es gar keine Frage. Macht weiter so!

    Martin B. 26.05.2019
  • Ich habe gerade konsequent deutsch gewählt! Beste Grüße aus Hessen!

    Wohl an!

    N. 26.05.2019

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