Der III. Weg zu Gast in Finnland (+flickr-Gallerie)

Am 6. Dezember feiert Finnland jährlich seine Unabhängigkeit von Russland und die damit verbundene Staatsgründung aus dem Jahr 1917. Dieser Feiertag wird seit Jahren auch von Nationalisten und patriotischen Gruppen würdevoll mit eigenen Aufmärschen in Helsinki begangen und diesmal sollte auch ein Vertreter unserer Partei einen Redebeitrag auf einer der beiden Aufmärsche halten. Die Reise nach Finnland verband daher unsere Reisegruppe mit einem Abstecher in die baltischen Städte Riga und Tallin.


Der deutsche Osten

Riga, die Hauptstadt von Lettland, wie auch die estnische Hauptstadt Reval (heute Tallin) sind deutsche Gründungen und sind somit Teil unserer Geschichte. Deutsche Ritterorden gründeten im Mittelalter so gut wie jede Stadt im Baltikum und herrschten viele Jahrhunderte über den deutschen Siedlungsraum im Osten; ständig im Abwehrkampf gegen slawische Stämme. Später übte die deutsche Hanse starke wirtschaftliche und politische Macht auf die Ostseestädte im Baltikum aus, bevor nach dem 1. Weltkrieg die Bolschewisten das Baltikum unterjochten und kurzweilig im Zuge des zweiten Weltkrieges durch deutsche Truppen von den roten Besatzern befreit wurden. Im Zuge der deutschen Teilwiedervereinigung erlangten auch die baltischen Staaten ihre Unabhängigkeit. In Riga wie in Tallin gedachten am Unabhängigkeitsdenkmal Vertreter unserer Partei der Opfer der Befreiung beider baltischer Staaten.

Beide Städte wussten durch ihre gut erhaltenen Innenstädte zu gefallen, Riga machte dabei einen leicht verschlafenen Eindruck, während in Tallins Altstadt bis spät in die Abendstunden aufgrund vieler Kneipen, Restaurants und Bars einiges los war. Viele Skandinavier nutzen die Fährverbindungen nach Tallin für Tagesausflüge mit anschließender Kneipentour.

Siehe flickr-Gallerie zu Riga
Siehe flickr-Gallerie zu Tallin


Mit der Fähre nach Helsinki

Genau eine der Fährverbindungen, nämlich die von Tallin nach Helsinki, nutzten wir für unsere Weiterreise. Am Vormittag des 6. Dezember gingen wir in Tallin an Bord und genossen die etwa 2 ½-stündige Überfahrt über die leicht stürmische Ostsee. Nachdem wir die Schereninseln vor Helsinki passierten, warfen wir noch einen Blick auf die Festungsinsel Suomenlinna und gingen anschließend direkt im Zentrum von Helsinki an Land. Schnell ab ins Hotel, da der erste der beiden Aufmärsche zum finnischen Unabhängigkeitstag schon um 16 Uhr beginnen sollte. Auf dem Weg zur Auftaktkundgebung trafen wir uns noch mit ukrainischen Nationalisten vom National Corps, dem politischen Arm des Regiments Azov, sowie finnischen Aktivisten. Nachdem die nordische Widerstandbewegung in Finnland verboten wurde, meldete eine neue Partei namens Kothi Vapautta die Demonstration an. Die Berufsverhandlung zum Organisationsverbot soll im Frühjahr 2020 verhandelt werden. Die angesprochene Demonstration wurde kurzfristig wg. angeblicher Wesensverwandtschaft der neuen Partei zum verbotenen finnischen Ableger der nordischen Widerstandsbewegung seitens der Polizei untersagt, dann aber von der Gruppe „Soldiers of Odin“ neu angemeldet und auch letztendlich erlaubt.

Klaus Armstroff und Simon Lindberg

Würdevolles Gedenken

Letztendlich marschierten am späten Nachmittag über 300 Nationalisten unter dem Motto “Gebt uns Finnland wieder” geordnet durch die finnische Hauptstadt. Auf der Abschlußkundgebung sprach auch ein Aktivist unserer Partei und bekräftigte die deutsch-finnische Waffenbrüderschaft. Während der kompletten Veranstaltung kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Kurze Zeit später starteten weit über 1000 Teilnehmer zu einem würdigen Fackelmarsch durch die belebten Straßen der nordischen Metropole. Seinen feierlichen Abschluß fand das Gedenken mit einer Feierstunde auf einem Soldatenfriedhof, welcher eindrucksvoll in ein Lichtermeer getaucht wurde. Am zentralen Denkmal für Feldmarschall Mannerheim reihte sich Kerze an Kerze. Es war eine atemberaubende Atmosphäre und ein wahrhaft würdiges Gedenken. Am späten Abend kam es dann noch zu einem Treffen zwischen unserem Parteivorsitzenden Klaus Armstroff und dem Anführer der Nordischen Widerstandsbewegung, Simon Lindberg, aus Schweden.


Ausflug ins Panzermuseum

Rund 110 km nördlich von Helsinki liegt das Panzermuseum Parola, welches aus 3 Hallen und einem sehr großzügigen Freigelände an einem Abhang besteht. Dieses besichtigten wir am Tag nach den Demonstrationen, indem wir uns einen Mietwagen holten.
Das Panzermuseum ist ein militärhistorisches Spezialmuseum mit der Hauptaufgabe, die Geschichte der finnischen Panzer- und Panzerabwehrtruppen zu sammeln, aufzubewahren, zu forschen und auszustellen. Ein zentrales Thema ist die Verwendung und technische Entwicklung der Panzerausrüstung Finnlands. Die Ausstellung der Fahrzeuge beginnt mit dem ersten Panzer der finnischen Armee, einem FT-17. In der Halle finden sich dann weitere Panzer, die Finnland in der Folgezeit in Gebrauch hatte. Darunter auch deutsche StuG III. In der zweiten Halle ist das moderne Gerät der finnischen Armee – BTRs, BMPs, T72 und auch einen Leopard 2 ausgestellt. Im Außengelände sind dann haufenweise Panzer in Reih und Glied, hauptsächlich aus der Ära des Zweiten Weltkriegs, ausgestellt. An Panzerfahrzeugen gibt es hier einiges zu sehen: ISU-152, BT-42, Panzer IV, StuG III, T-50, T-60, T-70, den riesigen T-28, einen Panzerzug, usw. Grundsätzlich hat man die Fahrzeuge in möglichst originalem Zustand und Bemalung belassen. Daher ist auf vielen der Panzer das originale Abzeichen des finnischen Heeres der damaligen Zeit zu finden – das finnische Hakenkreuz.
Außerdem besichtigte man auf der Rückfahrt nach Helsinki die Burg Hämeen linna.

Deutscher Panzer Museum Helsinki
Impression aus dem Panzermuseum in Parola.

Siehe flickr-Gallerie zu Helsinki

Am Abend besuchten Teile unserer Reisegruppe noch ein Konzert mit den Bands Mistreat, Snöfrid, Pagan Skull und Sankarihauta, bevor es dann am Sonntag wieder per Flugzeug zurück in die Heimat ging.

Rückblickend war es eine sehr gelungene Reise ins Baltikum und nach Finnland zum dortigen Unabhängigkeitstag. Die Zusammenarbeit und der Gedankenaustausch mit den skandinavischen Aktivisten konnte ausgebaut werden und man nahm an zwei wirklich gelungenen Veranstaltungen teil.





Kommentare

Kommentar schreiben

Deine E-Mail Adresse wird niemals öffentlich sichtbar!