Feder und Schwert XLV – Die moderne Technik und ihre Gefahr für den Menschen

Feder und Schwert Arbeitsgruppe Der Dritte WegBei unserer Kolumne „Feder und Schwert“ handelt es sich um eine private Meinung, die nicht zwingend die der Partei sein muss.

 

 

Wenn von der modernen Technik die Rede ist, so ist auch und nicht zuletzt von den Auswirkungen modernster Kommunikations- und Informationstechnologie, welche in den Alltag des unbedarften Menschen Einzug gefunden haben, die Rede. Sie ist allgegenwärtig – im privaten Haushalt, in der öffentlichen Einrichtung, auf der Arbeitsstätte, in Form des Smartphones tragen sie schon kleine Kinder mit sich herum. Dabei ist keine gesellschaftliche Entwicklung für die Gesundheit des Menschen abkömmlicher – abgesehen vielleicht von der Vermassung der Nahrungsmittelproduktion – als eben die vollkommene Durchsetzung und Unterwanderung des Lebens durch eben jene Technik. Die Einschränkungen und Fesselkraft jener Techniken sind nicht zu groß einzuschätzen, sie fungieren vielmehr – wer kann sagen ob gewollt durch verdeckte Hand oder aufgrund geistiger Kurzsichtigkeit des modernen Menschen generell – als Wegbereiterin für die Menschheitsvernichtung selbst.

Diesen Weg ebnet sie auf vielerlei Weise. Sie ist Grund für Vereinsamung des Menschen, für Verdummung, selbst für körperliche Missbildung, sie führt und wird vermehrt zu sozialen Unruhen führen, ist dem Menschen eine Kette, mit welcher er sich freiwillig fesselt und überwachen läßt. Wo beginnen, sind die Abgründe der modernen Technik derlei zahlreich und verschiedentlich mit Unheil gefüllt, daß man sich ihrer am Liebsten gänzlich abwenden und sie keines Blickes würdigen möchte, sie verstoßen und von sich wegreißen will. Doch wer kann dies, hängt doch scheinbar das Leben der Zivilisation selbst von dieser ab; ist der, welcher ihrer nicht in Anspruch nehmen möchte, ein zweifelhafter Schelm im Auge der restlichen Gesellschaft, die ihr eigenes Verderben ja nicht einmal im Ansatz zu erkennen vermag.

Spionage auf Schritt und Tritt

Ist es nicht bekannt, daß der Mensch auf Schritt und Tritt über seine Gerätschaften ausspioniert wird? Hören Smartphone und Smart-TV nicht mit? Filmen sie nicht? Werden keine GPS-Daten von Navigationssystemen gespeichert? Keine EC-Zahlungen registriert? Jede Bewegung im Internet verfolgt? Natürlich, all das tun sie, all das ist bekannt. Und der Mensch weiß es, doch er bedient sich ihrer dennoch. In seiner Verblendung und Bequemlichkeit liebt er seinen privaten Spion, der aber nicht für ihn, sondern gegen ihn spioniert. Gezielte Fehlmeldungen, subversive und politische Propaganda erreichen durch die moderne Technik innerhalb kürzester Zeit Millionen von Menschen und halten dieser in einer Matrix aus Falschheit und Verführung gefangen.

Führen nicht die zunehmenden Netzwerke, welche ein soziales Gefüge vorgaukeln, nicht vielmehr zu Vereinsamung und Unsicherheit im realen Umgang mit Personen? Täuschen sie nicht ein fiktives Netz vor, welches in realiter niemals einem Menschen in natura zu helfen vermag? Vielmehr vergiftet die Kommunikation über moderne Technologien das Miteinander der Menschen. Die Infantilisierung der Sprache durch diverse Lachgesichter, welcher in allerlei Variation geschriebene Sätze ergänzen sollen, gibt redlich Zeugnis von der nicht zuletzt verdummenden Wirkung der modernen Kommunikationstechnologie. Gedenkt der Mensch doch einmal, einen Text zu schreiben, werden ihm die Worte automatisch korrigiert – oder, falls er diese Korrektur nicht annehmen möchte, eben derb falsch versendet. Das Internet wird zum ulkigen Schwätzhaus, das selbst die größten Dummheiten und Unverschämtheiten lächelnd billigt.

Doch jene Kommunikation, welche über den Bildschirm und nicht von Angesicht zu Angesicht verläuft, macht auch hemmungslos, gibt den Eindruck, nicht verpflichtend zu sein, das Schamgefühl läßt nach. Die sexuelle Degeneration der modernen Gesellschaft wäre ohne das Internet und elektronische Kommunikationswege in diesem Ausmaß nicht denkbar. Mit ihm jedoch betreiben schon, wie kürzlich berichtet worden ist, schon kleine Kinder das sogenannte „Sexting“ – das Versenden anzüglicher Nacktaufnahmen des eigenen Körpers an andere. Die moderne Technik bietet eine Plattform für den menschlichen Bodensatz der Gesellschaft, welcher sich mittels ihrer nun zusammenfinden und sein schändliches Werk in die Gesellschaft durch die enge Verzahnung aller über das Internet tragen kann.

Wirkung auf Körper und Geist

Ja auch gerade die jungen Menschen sind sehr anfällig für das Gift der modernen Technik. Die Fehlstellung der Wirbelsäule bei vielen Menschen unserer Tage ist natürlich auch ein Ergebnis des dauernden Starrens auf einen Bildschirm in sitzender Position. Die moderne Technik führt also auch zu körperlicher Degeneration des Menschen, nicht nur zu geistiger. Was heißt es darüber hinaus, wenn ein Mensch dauerhaft seinen Blick nach unten auf einen Bildschirm gerichtet hat? Wir kennen jene armen Gestalten, die ihre Wege mit dem Smartphone vor sich gehen, ihre Umwelt vergessend, nicht wahrnehmend, nur hinab starrend, den Blick eingeengt und für das echte Leben unzugänglich. Was heißt es für die Psyche eines Menschen, unbewußt dauernd die Haltung eines Opfers, eines Unterwürfigen einzunehmen? Muß er nicht auch schließlich zum Unterwürfigen werden und sei es auch nur auf seelische Art?

Auf die Frage, wie damit umgegangen werden soll, wenn in den kommenden Jahrzehnten Abermillionen Menschen ihre Arbeit aufgrund zunehmender Robotisierung verlieren werden, kann noch niemand eine ernstliche Antwort geben.

Der Einwand, der Mensch bedürfe der modernen Technik, da er seinen Zivilisationsstand sonst nicht halten könne, ist korrekt. Doch wer kann sagen, daß der aktuelle Stand der Zivilisation ein erstrebenswerter sei? Dies kann kein Mann von Verstand ernstlich behaupten.

Es ist zu bedenken, daß die problematischsten Techniken der Moderne insbesondere die Techniken sind, welche der Mensch zu seiner Bequemlichkeit nutzt (und sich hierdurch einen variierenden Grad an Faulheit aneignet). Der Mensch macht sich immer mehr abhängig von der Technik. Die allermeisten unserer Tage vermögen sich ein Leben ohne diese wohl kaum noch vorstellen. Doch indem der Mensch zuläßt, daß die Technik mehr und mehr Raum in seinem Leben einnimmt, muß er zwangsläufig Raum freigeben, welcher zuvor von anderen Dingen und Werten – oder ihm selbst – belegt gewesen sind.

Fokussierung auf das Wesentliche

Eine echte Befreiung des Menschen kann nur gegen die moderne Technik errungen werden. Scheint sie auch allgegenwärtig, so ist sie doch nicht allmächtig. Der Mensch kann sich von ihr noch befreien. Was tun? Es fällt trotz aller mahnenden Worte schwer, eine endgültige Lösung zu finden oder zu formulieren. Doch mitgegeben werden sollen jene Gedanken, die womöglich und hoffentlich manchen beflügeln werden. Was braucht der Mensch wirklich zum Leben? Er braucht eine Familie, er braucht einen Sinn, eine Aufgabe im Leben. All dies vermag er ohne Smartphone, ohne Fernseher, ohne Apps und auch selbst ohne privaten Internetanschluß verwirklichen. Diesen Weg zu gehen, mag einer der schwersten unserer Zeit sein, doch eine Unmöglichkeit ist er nicht.

Er mag phantastisch wirken, doch was ist die Alternative? Eine gemäßigte Technik? Wie soll diese aussehen? Wer sie erkennen, wer bezeichnen können? Den Nutzen der modernen Technik vermag man ohne weiteres zu erkennen. Ein jeder bedient sich ihrer. Doch die Gegenseite ist ebenso real, realer wohl als es einem lieb sein mag. Das Element der Entmenschlichung steckt im Kern der modernen Technik selbst, da sie ein Instrument der Entwurzelung ist. Eine virtuelle „Realität“ löst früher oder später die Verbindung des Menschen zur tatsächlichen Realität. Demnach bleibt dem Manne, der frei sein will, nur die Kraft gewünscht, welcher er bedarf, sich von dieser zu lösen.

 

 

Feder und Schwert ist die Kolumne der Netzseite der nationalrevolutionären Partei “Der III. Weg”. Sie erscheint in regelmäßigen Abständen.





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