Sachsens Justizministerin spielte in linksextremer Punkband

Die Silvesternacht in Connewitz war mal wieder eines jener Ereignisse, mit dem der Linksextremismus auf sich aufmerksam machte. Auch wenn die üblichen Verdächten die Schuld wieder bei der bösen deutschen Polizei suchten, zeigten die meisten Politiker und Medienvertreter sich doch entsetzt und forderten Konsequenzen. Dabei bleibt es jedoch fast immer und nächste Woche wird es wieder die Gefahr völkischer Siedler, alternativer Medien und von Twitterkommentaren sein, mit der man das Ende der Demokratie heraufbeschwört und eine Intensivierung der staatlichen Repressionen begründet.

 

Linkextreme Apologeten

Wenn es gegen Rechts geht, zeigt sich, dass man sehr wohl die Macht hat, etwas zu tun und man sich auch nicht davor scheut, diese Macht in vollem Maße auszuschöpfen. Geht es dagegen gegen Links, sieht die Sache anders aus. Das sollte niemanden wundern, in einem Staat, der bis in die höchsten Posten von Antideutschen besetzt ist. So schrieb die sächsische Justizministerin Katja Meier (Grüne) zwar in Reaktion auf Connewitz, dass sie Gewalt verurteile, sie niemals gerechtfertigt sei und ihr mit allen Mittel des Rechtsstaates begegnet werden müsse, doch handelt es sich bei dem Geschehenen nicht um einfach nur Gewalt, sondern politisch motivierte Gewalt. Hass auf die Polizei als die Verkörperung des Staates und Deutschlands, motivierten die Täter und wer dies nicht anspricht, redet nur um den Kern des Problems herum. Man tut dies ganz bewusst, da linke Politik und Gewalt niemals im selben Satz genannt werden dürfen, denn links, da stehen die Guten, die Edlen und die Reinen.

 

 

Advent, Advent – ein Bulle brennt

Das ist das Bild, das man um jeden Preis aufrechterhalten muss, denn politisch trennt den linken Mob auf der Straße nur wenig von so manchem Vertreter der Grünen oder Linkspartei. Meier ist hier keine Ausnahme, denn wie nun an die Öffentlichkeit kam, spielte sie als 16-Jährige in einer Punkband Bass zu Texten wie “Advent, Advent – ein Bulle brennt, erst eins, dann zwei, dann drei” oder „Deutschland, du wirst wieder untergehen, und ich werde wie so viele nicht zu dir stehen“.

Zwar sagte sie nun, dass sie inhaltlich nicht zu allen Texten stehe, zu denen sie damals gespielt habe, doch mag man anzweifeln, ob es, wenn überhaupt, nur die Mittel sind, mit denen sie ein Problem hat, nicht jedoch deren Zweck. Dass die Distanzierung von ihrer Vergangenheit mehr opportunen als prinzipiellen Charakter hat, zeigt sich in einem Interview, das Meier im August dem MDR gegeben hatte. Dort sprach sie noch positiv über ihre Zeit in der „Harlekins“ genannten Punkband, und zwar auch noch, als man ihr die Passagen über brennende Polizisten vorspielte. Selbst als man sie fragte, ob es gut sei, dass man den Text nicht so gut verstehen könnte, grinste sie nur schulterzuckend. Eine kritische Reflexion mit jugendlichen Dummheiten sieht anders aus.

 

 

Nichts Neues in Connewitz

Es ist immer das gleiche Spiel. Linksextremisten proben den Straßenkampf und man fällt entsetzt aus allen Wolken, ganz so, als hätte es Derartiges noch nie gegeben. Doch dem ist eben nicht so, Krawall in Connewitz ist nichts Neues, denn eine Gelegenheit zum Steineschmeißen findet sich immer. Mit ein paar leicht und einem schwer verletzten Polizisten war die Silvesternacht dabei noch nicht einmal so herausragend, bedenkt man. was sonst dieses Jahr in Leipzig und anderswo von Links geliefert wurde. Es gab also ausreichend Gelegenheit zu lernen, so viel, dass, wer sich immer noch überrascht ob der linken Gewalt gibt, wohl einfach nicht lernen will.

Während manchen die Rückkehr zur Tagesordnung nicht schnell genug gehen kann, setzt die AfD nach und fordert den Rücktritt Meiers. Für die AfD dürfte der Fall eine gelegene Chance sein, sich an einem ihrer politischen Gegner zu revangieren. In den letzten Wahlen haben diese mehrfach den Wahlkampf der AfD mit Enthüllungen über die mutmaßliche „Nazivergangenheit“ diverser AfD Funktionäre torpediert. Ob die AfD mit ihrer Forderung viel erreichen wird, ist jedoch fraglich, denn sie hat bekanntlich alle anderen Systemparteien gegen sich. Sogar die sächsische CDU, die ansonsten gerne auf Rechtsstaat und Ordnung pocht, schaffte es bis jetzt zu nicht mehr, als Meier um eine Entschuldigung zu bitten. Ob, um die Keniakoalition nicht zu gefährden, des reinen Machterhalts willens oder aus Feigheit davor, mit der AfD einer Meinung zu sein, macht dabei kaum einen Unterschied. Dass die AfD sich mit ihrer Rücktrittsforderung zudem einzig auf dem Boden des üblichen politischen Rituals bewegt und keine Taten folgen lassen wird, steht auf einem anderen Blatt.

 





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