Feder und Schwert XLVI – Familie

Feder und Schwert Arbeitsgruppe Der Dritte WegIm Folgenden möchte ich eine Abhandlung an den Leser direkt richten. Ich nehme mir hierbei die Freiheit heraus, nicht nur aus der persönlichen Perspektive zu schreiben, sondern auch den Leser anzusprechen – er möge mir vergeben, wenn ich ihn duze, doch es ist eine persönliche Angelegenheit – und nachdem er nun fünfundvierzig Ausgaben der Kolumne überstanden hat, kann man vielleicht schon von einer persönlichen Beziehung zueinander sprechen, möge es sich dabei auch um eine Hassliebe handeln, welche jedoch auch die ergiebigste von allen Lieben sein soll.

Ich möchte also dir, geneigter Leser, einen Rat mit auf deinen künftigen Weg geben. Es ist ein Rat, dessen du vielleicht überhaupt nicht bedarfst, dessen du nicht nötig hast, da er dir vollkommen überflüßig ist, du ihn schon längst verinnerlicht hast und lebst. Womöglich hilft er dir aber auch nicht mehr, da er zu spät kommt – in diesem Fall möchte ich dir meine ernst gemeinten Grüße aussenden und Trost spenden. Womöglich hilft jener nun folgende Rat v.a. den Jungen unter euch, die ihr euer Leben noch vor euch habt, noch neu seid im politischen Ringen, eure Sporen auf der Feld noch verdienen müßt oder wollt. Der Rat richtet sich in erster Linie an Letztere, doch ich lade auch alle anderen ein, ihm Gehör zu schenken.

Ich möchte dir also, lieber Leser, Folgendes sagen: Du hast nur eine Familie, kehre ihr nicht den Rücken und laße sie dir nicht den Rücken kehren. Wie das, fragst du vielleicht? Ich will dir eine Begebenheit erzählen, wie sie vermutlich sehr häufig vorkommt. Es ist ein Vorgang der Entfremdung, welcher in jenen Familien auftritt, die sich generell unpolitisch zeigen, dies auch wirklich sind und aus deren Reihe nun ein wackerer Streiter hervortritt, welcher sich der nationalen Sache verpflichtet. Häufig kommt es zu Streit zwischen den einzelnen Mitgliedern, es kommen Sorgen und Ängste auf, die Familie fragt sich, was in eben jenen politischen Streiter gefahren ist, daß er der „akzeptablen Gesellschaft“ so frech den Rücken kehre. Du wirst vielleicht zu denen gehören, die eine liberale Schwester oder Mutter haben. Überhaupt sind die meisten unpolitischen Menschen in ihrer Haltung liberal, weisen dabei jedoch zuhauf auch unfreiwillig komisch konservative Elemente auf.

Ein jeder solle nach seiner Fasson glücklich werden, mich soll er aber in Ruhe laßen. Dies trifft wohl den Kern der meisten Unpolitischen, die ihr einziges politisches Wissen aus den Massenmedien ziehen, dieses jedoch auch nicht allzu ernst nehmen und vielmehr mit einem innerlichen Schulterzucken zur Kenntnis nehmen, sogleich sie sich auch derweil über Steuererhöhungen oder allzu garstige Ausartungen mancher „Kulturbereicherer“ echauffieren. Ausgenommen sind hierbei freilich jene Familienmitglieder, die sich am Wochenende als linke Bombenleger betätigen – hier muß wohl wirklich alle Hoffnung fahren gelaßen werden. Ich spreche dich also an, wenn du in jenen unpolitischen Familien lebst, die deine politischen Ansichten als gefährlich, sonderbar oder untragbar halten – du also Gefahr läufst, die Rolle des „schwarzen Schafs“, des Außenseiters, des Pariahs in der Familie einzunehmen. Im Folgenden dürfte noch einmal deutlich werden, daß es v.a. ein Ratschlag an die Jungen unter euch ist, die noch am Anfang ihres Lebens stehen und deren Familien womöglich noch nicht einmal etwas von deren politischer Haltung wissen. Jeder wird selbst merken, ob er angesprochen ist.

Die Familie ist das Kernelement eines gesunden Volkes

Ich sage dir, der du in dieses Bild paßt, nun in vollster Überzeugung – und ich bitte dich, mich erklären zu laßen – laß deine Familie Familie sein und mache sie nicht zum Kampfplatz politischer Auseinandersetzungen. Du weißt wie ich, daß die Familie das Kernelement eines gesunden Volkes ist, doch ich möchte darüber nicht sprechen. Ich möchte dir keine politische Abhandlung darlegen, sondern einen Rat fürs Leben geben, der dir zugute kommen soll. Deine Familie ist deine Familie – sie ist etwas Persönliches, etwas, das nur dein ist. Du hast nur eine Familie und diese zu verlieren, kann dein größtes Unglück werden. Ich selbst weiß, wie es ist, am Familientisch zu diskutieren, die liberalen Lebenslügen auseinanderzunehmen, die lächerlichen Einwände mancher Familienmitglieder beiseite zu fegen.

Denn wo soll man zuerst über seine neue Welterkenntnis, das häufig so befreiend wirkt, das man hinaustragen will in die Welt, sprechen, wenn nicht am Familientisch? Aber ich weiß auch, wie es ist, sich aufgrund eben jener Gegebenheiten zum familiären Außenseiter zu wandeln. Nun habe ich trotz alledem ein gutes Verhältnis zu meiner Familie halten können – es ist besser als je zuvor, um ehrlich zu sein – doch habe ich meiner Familie auch nie ein Wort über meine politische Agitation verkündet. Wenn, dann haben sie nur am Rande etwas mitbekommen, doch immer zu wenig, als daraus wirklich greifbare Schlüße ziehen zu können. Was sie von mir vernahmen, waren Standpunkte echter nationaler Weltanschauung. Doch ich sage dir, tue noch viel weniger. Spreche wenn überhaupt nur belanglos über Politik. Bei Familientreffen, an Feiertagen etwa, vermeide das Thema gänzlich. Halte Politik und Familie getrennt.

Wie kann es sein, willst du jetzt vielleicht fragen, daß ich solche Töne anschlage? Muß der Kampf nicht geführt werden an allen Fronten? Und ist es nicht um ein vielfaches besser, die eigene Familie selbst von der Wahrheit der nationalen Weltanschauung zu überzeugen? Wie kann ich derartiges von dir verlangen? Ist dies nicht eine Form persönlicher Feigheit?

Ich nehme solche Anschuldigen geruhsam in Kauf, zumal ich sie für falsch erachte. Deine Familie gibt es nur einmal. Deine Neffen, deine Nichten, deine Cousinen, Vater und Mutter, Bruder und Schwester, sie alle gibt es nur einmal und sie gibt es nur für dich. Ich werde dich nicht der Illusion hingeben – und dessen bist du dir selbst bewußt, entschuldige also, daß ich es dennoch anspreche – daß du zu allen Mitgliedern deiner Familie ein gutes oder inniges Verhältnis haben sollst. Immer gibt es Familienbeziehungen, die sich im Laufe der Zeit lockern oder gar auflösen. Es gibt manches Familienmitglied, mit welchem man nicht zu dinieren gedenkt, aus welch guten Gründen auch immer. Doch Familie bleibt Familie. Ich möchte dir, und dies können dir bestimmt noch manch andere sagen, daß schon so manche allzu liberale Schwester konservative oder gar rechte Töne angeschlagen hat, nachdem sie ihr erster Kind in Armen gehalten hatte. Schon so manch jüngerer Bruder fand – zumindest innerlich – ins nationale Lager, nachdem er wie einst auch du reifer geworden ist. Glaube also nicht, daß sich manches Familienmitglied nicht ändern wird. Die natürliche Reifung, das natürliche Altern, das noch ausstehende persönliche Erlebnis, sie haben so manchen Sinneswandel gebracht.

Doch nicht die Politik soll deine Familie bestimmen, sondern der Zusammenhalt. Nichts schöneres kann dir gegeben sein, als das Wachsen und Zusammenwachsen deiner Familie durch Nachwuchs und die zunehmende Verschmelzung untereinander, welche Treue, Liebe, gegenseitige Hilfe und Sorge umeinander ausmacht.

Dein politischer Kampf, der hiermit in keinster Weise kleingeredet oder der Vernachläßigung anheim gegeben werden soll, läßt dich ein Mann sein. Deine Familie läßt dich ein Mensch sein. Du mußt dich zwischen diesen beiden Polen nicht entscheiden. Besetze sie in gleichen Maßen.

Feder und Schwert ist die Kolumne der Netzseite der nationalrevolutionären Partei Der III. Weg. Sie erscheint in regelmäßigen Abständen.





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