Verkehrte Welt in der BRD: Millionen ohne Arbeit und trotzdem Millionen Stellen unbesetzt

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Mehr als eine Million offene Stellen und gleichzeitig eine hohe Zahl an Arbeitslosen: Der deutsche Arbeitsmarkt im Jahr 2026 ist kein Zeichen von Stabilität, sondern ein Symptom brachialen politischen Versagens. Während Unternehmen händeringend Arbeitskräfte suchen, bleibt ein erheblicher Teil der verfügbaren Arbeitskraft ungenutzt. Die Politik beschreibt das Problem seit Jahren – gelöst wird es durch die Herrschenden nicht. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind aktuell rund 1,15 Millionen Stellen unbesetzt. Gleichzeitig kommen auf 100 offene Stellen rechnerisch 264 Arbeitslose. Diese Zahlen wirken absurd, sind aber Realität: Arbeit ist vorhanden, Menschen sind vorhanden – aber sie passen nicht zusammen.

Der offizielle Befund ist bekannt und seit Jahren unverändert: ein massives Qualifikationsproblem. Ein Großteil der offenen Stellen erfordert eine abgeschlossene Berufsausbildung, während ein erheblicher Teil der Arbeitssuchenden entweder keine Qualifikation hat oder nur für einfache Tätigkeiten zur Verfügung steht. Genau diese Lücke ist seit Jahren bekannt und wird dennoch politisch nicht geschlossen.

Statt eines entschlossenen Umbaus des Bildungssystems, einer konsequenten Qualifizierungsoffensive und verbindlicher Arbeitsmarktintegration dominiert Verwaltung. Programme werden aufgelegt, Projekte gestartet, Förderkulissen geschaffen; doch der strukturelle Effekt bleibt aus. Das Ergebnis ist ein Arbeitsmarkt, der formal funktioniert, praktisch aber auseinanderfällt.

Noch gravierender ist die politische Blindstelle bei der Steuerung des Systems selbst. Ein erheblicher Teil der offenen Stellen – laut IAB fast jede zweite – wird gar nicht erst bei den Arbeitsagenturen gemeldet. Der Staat kennt also den eigenen Arbeitsmarkt nur teilweise. Trotzdem wird so getan, als ließe er sich zentral steuern.

Das Resultat ist ein Systemfehler mit Ansage: Unternehmen finden keine Arbeitskräfte, obwohl sie im Land vorhanden wären. Arbeitslose finden keine passende Beschäftigung, obwohl Stellen existieren. Und der Staat verwaltet dieses Missverhältnis, anstatt es zu lösen.

Die Konsequenzen sind wirtschaftlich massiv. Produktionskapazitäten bleiben ungenutzt, Wachstum wird gebremst, Investitionen verschoben. Gleichzeitig steigen die Kosten des Sozialstaats, weil Menschen im System bleiben, statt in Arbeit integriert zu werden. Deutschland leistet sich damit den Luxus gleichzeitiger Knappheit und Verschwendung von Arbeitskraft.

Besonders kritisch ist die politische Verantwortungslosigkeit in der Ursachenanalyse. Statt strukturelle Defizite im Bildungssystem, in der Weiterbildung und in Sachen Arbeitsvermittlung konsequent anzugehen, wird das Problem häufig als statistische Normalität dargestellt. Doch ein Arbeitsmarkt, der dauerhaft Millionen unbesetzte Stellen und Millionen Arbeitslose gleichzeitig produziert, ist kein Normalzustand – er ist ein Reformstau.

Der Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis beschreibt die Lage als stagnierend. Tatsächlich stagniert jedoch nicht nur die Nachfrage nach Arbeitskräften, sondern vor allem die Fähigkeit des politischen Systems, Angebot und Nachfrage überhaupt zusammenzubringen. Deutschland hat kein Arbeitsmangelproblem im klassischen Sinne. Es hat ein Steuerungs- und Qualifikationsproblem, das seit Jahren bekannt ist, aber nicht entschlossen behoben wird.

Solange diese Lücke bestehen bleibt, wird sich das Paradox nicht auflösen: offene Stellen auf Rekordniveau – und gleichzeitig eine hohe Zahl an Menschen ohne Arbeit. Ein Arbeitsmarkt, der nicht an Arbeit scheitert, sondern an der Politik.

Die Partei DER III. WEG will, dass das festgefahrene System des deutschen Arbeitsmarktes grundlegend aufgebrochen und revolutioniert wird, statt es weiter mit Programmen und Verwaltung zu überdecken. Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel dürfen nicht länger parallel existieren, während der Staat nur zuschaut und moderiert. Notwendig ist eine radikale Qualifizierungs- und Vermittlungsoffensive, die Menschen konsequent in Arbeit bringt, anstatt sie dauerhaft im System zu verwalten. Bildung, Weiterbildung und Arbeitsmarkt müssen endlich als ein einziges, funktionierendes System gedacht und gesteuert werden – nicht als voneinander getrennte Baustellen. Ohne diesen strukturellen Bruch wird Deutschland weiter Arbeitskraft verschwenden, während gleichzeitig der Mangel wächst.

In Punkt 2 ihres Parteiprogramms hat unsere Parteibewegung mit der Raumorientierten Volkswirtschaft bereits ein Konzept vorgestellt, mit dem sich die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verwerfungen des liberalistischen Systems überwinden lassen, zugunsten einer räumlich gebundenen Marktwirtschaft, die vom Staate gelenkt wird und sich nicht auf das sogenannte „freie Spiel der Kräfte“ verlässt. Es braucht den Eingriff des Staates, um die Arbeit an Stelle des Kapitals endlich wieder zum beherrschenden Faktor unserer Wirtschaft zu machen. Dazu müssen wir auf die Arbeitskraft des Volkes bauen und möglichst viel bisher ungenutztes Arbeitspotenzial unserer Landsleute in den Dienst der dem Gemeinwohl verpflichteten Volkswirtschaft stellen. Das herrschende System hat lange genug die positiven Anlagen unseres Volkes fruchtlos verkümmern lassen und stattdessen neue Lohnsklaven unter dem Vorwand des „Fachkräftemangels“ aus dem Ausland importiert. Machen wir Schluss mit dem dysfunktionalen System der BRD und kehren wir zurück zu einer Wirtschaftsordnung, in der die Arbeit des eigenen Volkes der bestimmende Wertmesser ist!

Höre zu diesem Thema auch noch einmal unsere beiden Podcasts zu Wirtschaft im Dienste des Volkes und zur Raumorientierten Volkswirtschaft!

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