Ausführungen zum Punkt 2 „Raumgebundene Volkswirtschaft“ des Zehn-Punkte-Programms

Der ausbeuterische Kapitalismus mit seinem widernatürlichen Wachstumszwang auf der einen und der gleichmacherische Kommunismus mit seiner allumfassenden Persönlichkeitsbeschneidung auf der anderen Seite sind keine Alternativen für eine sozial gerechte Wirtschaftsordnung. Im Zentrum einer heimatverbundenen Politik stehen die Versorgung und Freiheit des Volkes, und so fordert die Partei DER III. WEG – jenseits von Kommunismus und Kapitalismus – eine raumgebundene Volkswirtschaft im Sinne eines Deutschen Sozialismus.

Eine Volkswirtschaft hat sich der Selbstversorgung des Staates mit Grundnahrungsmitteln, der Bereitstellung sozialer Gerechtigkeit, dem Recht auf sowie der Pflicht jedes Einzelnen zur Arbeit und der Förderung von Wissenschaft und Forschung zu widmen. Der Schutz des Privateigentums sowie kleiner und mittelständischer Betriebe muss hierbei gegeben sein, jedoch gehören Betriebe der allgemeinen Daseinsfürsorge, Schlüsselindustrien sowie Versicherungen und Banken in die Hand der völkischen Gemeinschaft, also ins Staatseigentum. Die Wirtschaft hat dem Volke zu dienen, nicht umgekehrt!

Indexgesichertes Währungssystem statt Zins- und Zinseszins-Kapitalismus!
Arbeit ist Geld! Die in Umlauf gebrachte Geldmenge muss an das Produktions- und Dienstleistungsvolumen (Bruttosozialprodukt) im Zusammenhang mit seiner Umlaufgeschwindigkeit angepasst werden. So ist das Geld durch die volkswirtschaftliche Leistung gedeckt und nur ein Kreislaufmittel der Wirtschaft und des Staates. Da Geld keine Ware mehr ist, darf es nicht mit Zins- und Zinseszins verkauft oder an der Börse damit spekuliert werden; es muss summarisch im Arbeitsprozess verbleiben – weshalb keine Konvertierung in Fremdwährungen stattfinden darf. Der internationale Handelsverkehr wird ohne Leit- und Reservewährung abgewickelt. Die Verrechnungen im Ex- und Importgeschäft werden auf der Basis eines indexgesicherten Messpunktes innerhalb der nationalen Währungseinheiten geregelt.

Im derzeitigen Währungssystem wird das Geld selbst als Ware gehandelt, ohne jedoch einen wirklichen Gegenwert zu besitzen. Der Zins- und Zinseszins-Kapitalismus muss durch eine gerechte und indexgesicherte Geldpolitik abgelöst werden, um die Voraussetzungen für eine gesunde und zukunftsorientierte wirtschafts- und sozialpolitische Ordnung innerhalb eines Staates zu erfüllen.

Verstaatlichung von Banken und Versicherungen!
Banken und Versicherungen arbeiten heutzutage unternehmerisch mit dem Ziel der Profitmaximierung. Ihre Aufgaben sind jedoch nicht in der Rentabilität zu suchen, sondern bei Banken in der Ausgabe und Verwaltung von Geld für die Wirtschaft und bei Versicherungen in der sozialen Absicherung des Volkes. Alle Privat- und Geschäftsbanken müssen somit zu einer staatlichen Zentralbank zusammengeführt werden, die das Monopol der Geldschöpfung aus privaten Händen in die Gemeinschaft überträgt. Ebenso müssen sämtliche Sozialversicherungen zu einer zentralen staatlichen Vorsorgeversicherung zusammengefügt werden, wo kein Unterschied mehr zwischen den Berufszweigen gemacht wird. Egal ob Arbeiter, Angestellter, Beamter, Gewerbetreibender oder Bauer – alle haben die gleichen sozialen Rechte. Jeder muss hierbei selbst entscheiden können, in welche Versicherungsstufe er sich einordnet. Die Alters- und Krankenvorsorge erfolgt dann nicht mehr profitorientiert, sondern bedarfsorientiert.

Verstaatlichung der allgemeinen Daseinsfürsorge!
Die Verstaatlichung von Betrieben, die das öffentliche und gemeinschaftliche Leben sichern, ist eine zentrale Forderung der Partei DER III. WEG. Hierzu zählen Unternehmen, welche den öffentlichen Nah- und Fernverkehr, die Post und Telekommunikation, die Gas-, Wasser– und Elektrizitätsversorgung, die Abfallentsorgung und -verwertung, die Abwasserbeseitigung, Rüstung und auch das Gesundheitswesen umfassen. Diese wirtschaftlichen Zweige dürfen nicht zum Spielball privater oder gar überstaatlicher Profitinteressen werden, sondern müssen die Lebensgrundlagen des Volkes mit stabilen Preisen und hoher Qualität sichern.

Aufsicht und Regelung von Großkonzernen!
Auch die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien strebt die Partei DER III. WEG an, damit eine Monopolstellung nicht auf Kosten der Endverbraucher ausgenutzt werden kann. Bei Großkonzernen ist ebenfalls die Notwendigkeit einer Verstaatlichung von Fall zu Fall zu überprüfen. Kriterium hierbei ist die Verquickung mit der Hochfinanz sowie das Wohl der Belegschaft. Während Managergehälter nach oben begrenzt werden, ist ein flächendeckender und jährlich angepasster Mindestlohn ohne Ausnahmen einzuführen. Ebenso muss eine Beteiligung der Arbeiter am Gewinn von Großunternehmen staatlich geregelt werden, was durch höhere Kaufkraft und bessere Arbeitsleistung die Wirtschaft stärkt.

Förderung mittelständischer Gewerbetreibender!
Private Gewerbetreibende – vor allem auch mittelständische Handwerksbetriebe – müssen als Arbeitgeber und Rückgrat der heimischen Wirtschaft unterstützt werden. Gerade aber auch Familienbetriebe und die Landwirtschaft im Speziellen müssen durch den Staat gefördert werden. Die Innovation und das freie Unternehmertum des Einzelnen kann in diesem Rahmen stattfinden, sodass die Leistungen letztendlich wieder der Gemeinschaft zugutekommen. Unternehmen, die durch allgemeine vorübergehende Negativzustände des Marktes in Bestandsschwierigkeiten geraten, müssen mit entsprechenden Maßnahmen gestützt werden. Eine gesunde Mischung aus Klein-, Mittel- und Großbetrieben sollte das angestrebte Ziel einer sozialistischen Wirtschaftspolitik sein, in der jedoch immer das Wohl des gesamten Volkes im Mittelpunkt steht.

Ein Dachverband der deutschen Arbeit!
Nicht Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, die heute ebenfalls am Gängelband der kapitalistischen Lobbyisten hängen, sollen die Interessen der Arbeiter vertreten, sondern die völkische Gemeinschaft selbst. Ein Dachverband der deutschen Arbeit – bestehend aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern – überwindet den Klassenkampf und bildet aus beiden Parteien eine Symbiose. Der Arbeitsfrieden ist durch die Einführung eines Vertrauensrates zu wahren, der sich aus Unternehmensführern und Belegschaft zusammensetzt; andernfalls muss ein soziales Ehrengericht eine Fallentscheidung treffen. Die Losung heißt: Nationale Arbeitsgemeinschaft statt kapitalistische Ausbeutung und Klassenkampf!

Stärkung des ländlichen Raums!
Die zunehmende Verstädterung einerseits wie auch die Entvölkerung ganzer Landstriche andererseits müssen gestoppt werden. Hier bedarf es spezifisch abgestimmter Subventionen zur Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum – die Arbeit muss zu den Menschen, nicht die Arbeiter zu den Maschinen. In diesem Rahmen ist auch die Landwirtschaft auszubauen. Ballungszentren sind hingegen menschen- und familiengerecht zurück- und umzubauen.

Zielorientierte staatliche Subventionen!
Staatliche Unterstützung erhalten nur Bereiche, die Deutschland unabhängiger vom Ausland machen, Arbeitsplätze für Deutsche schaffen und erhalten oder einen gesunden Fortschritt bringen. Zum Beispiel diverse infrastrukturelle Projekte, der Ausbau erneuerbarer Energien oder neue Technologien zur Einsparung von Energien und Rohstoffen.

Selbstversorgung mit Grundnahrungsmitteln!
Es gibt keine wichtigere Frage für eine wirtschaftliche Grundordnung als die Sicherung der Ernährung des Volkes durch Qualitätsprodukte aus eigenem Boden. Aus diesem Grund müssen die Futtermittelgrundlage und das Saatgut aus eigener Herstellung gewonnen werden, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass die gesamte Bevölkerung des Landes ohne Warenimporte ernährt werden kann.





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