
Bequemlichkeit zerstört unsere Heimat
Wer heute mit offenen Augen durch unsere Straßen geht, dem zeigt sich ein erschreckendes Bild: Wir haben uns so sehr an den Müll auf unseren Gehwegen gewöhnt, dass wir ihn oft gar nicht mehr wahrnehmen. Direkt vor unseren Füßen liegt dabei ein massives Problem: unzählige Kippen. Das einfache Wegschnipsen der Stummel wird oft aus reiner Bequemlichkeit als Kleinigkeit abgetan, ist aber in Wahrheit pure Umweltzerstörung. Den wenigsten ist bewusst, dass eine einzige Kippe ausreicht, um 40 bis 60 Liter Grundwasser mit giftigen Chemikalien zu verseuchen und das Wachstum umliegender Pflanzen erheblich einzuschränken. Es gibt schlichtweg keine Entschuldigung für diese Faulheit. Wer in der Natur oder auf der Straße raucht, hat die Pflicht, seine Reste auch wieder mitzunehmen. Ein einfacher Taschenaschenbecher reicht völlig aus, um dieses toxische Problem zu lösen und die Stummel anschließend dort zu entsorgen, wo sie hingehören: ordentlich in den Restmüll!
Doch nicht nur bei Zigarettenkippen lassen wir die Natur im Stich. Auch bei unserem alltäglichen Einkauf greifen wir aus purer Bequemlichkeit häufig noch zur Einweg-Plastiktüte. Das ist ein fatales Verhalten, denn ein Großteil unseres Plastikmülls ist schlichtweg vermeidbar. Es gibt keinen vernünftigen Grund, in Folie eingeschweißtes Obst und Gemüse zu kaufen – verpackt ist es nämlich schon von Natur aus. Wer auf unnötig doppelt verpackte Produkte verzichtet und stattdessen lose Ware oder Unverpackt-Alternativen wählt, trägt seinen Teil zum Schutze der Umwelt bei. Wir haben es bei jedem Einkauf selbst in der Hand, ob wir die Verschmutzung unserer schönen Natur ein weiteres Stück vorantreiben oder endlich Verantwortung übernehmen und unseren kleinen, aber nicht unerheblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Unser Konsumverhalten in diesem Turbokapitalismus hat längst ein ungesundes Maß erreicht. „Fast Fashion“ und ständige Rabattaktionen verleiten uns dazu, billige Kleidung und unnötige Dinge zu kaufen, die oft nach wenigen Wochen wieder weggeworfen oder nicht mehr verwendet werden. Dieser blinde Konsumwahn ist pure Umweltzerstörung. Hinter jedem Spontankauf von Billigware verbergen sich geschändete Lebensräume, durch giftige Färbemittel verschmutzte Flüsse, eine absurde Wasserverschwendung und gigantische Müllberge, gefüllt mit kaum abbaubaren Stoffen. Es wird Zeit, unsere vom Liberalismus entfachte Gier nach immer Neuem zu brechen. Wir müssen weg von der Wegwerfgesellschaft und wieder anfangen, langlebige Dinge zu schätzen, seltener zu kaufen und das, was wir haben, länger zu nutzen!
Es ist zur reinen Gewohnheit geworden, dass in unseren Supermärkten das ganze Jahr über alles verfügbar ist. Doch dieser Luxus ist ein massiver Angriff auf die natürlichen Gegebenheiten. Wer im Winter Erdbeeren oder Tomaten kauft, unterstützt einen regelrechten Transportwahnsinn: Schiffe und Lkws, die Abgase, Feinstaub und Öl in der Luft und in den Ozeanen verteilen, nur um unsere Gelüste zu befriedigen. Damit diese Waren die halbe Weltreise überhaupt überstehen, müssen sie meist künstlich haltbar gemacht werden. Genau hier zeigt sich, dass Umweltschutz auch Lebensschutz ist: Mit den Schadstoffen in der Luft, im Wasser und den Chemikalien auf unseren Tellern zerstören wir nicht nur die Natur, sondern vergiften uns am Ende selbst. Umweltschutz bedeutet hier schlicht: Schluss mit der egoistischen Erwartung, jederzeit alles haben zu müssen!
Die Revolution beginnt bei dir
Die Verpestung der Umwelt auf einen Schlag zu stoppen, ist nicht möglich – aber das befreit uns nicht von der Pflicht, vor der eigenen Haustür zu kehren. Wer den Kopf in den Sand steckt, weil er nicht alles sofort ändern kann, macht sich mitschuldig. Kleine, konsequent anders getroffene Entscheidungen sind der erste zwingende Schritt, um der Natur und letztlich uns selbst diese enormen Belastungen zu ersparen. Hört auf, nach Ausreden zu suchen, brecht mit dem blinden Konsum und lebt bewusster; denn wir sind Revolutionäre, und das heißt, den ersten Schritt zu wagen und die alten Verhaltensmuster zu durchbrechen!
Werde auch Du aktiv und leiste Deinen Teil für eine lebenswerte Umwelt. Es geht um unsere Heimat – wir haben nur diese eine!
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