
Savitri Devi beschrieb den Aberglauben an den Einzelmenschen einmal als eine kränkliche Liebe zum gefallenen Menschen, als kränkliche Sehnsucht, selbst das häßlichste Exemplar der „Menschheit“ um jeden Preis retten zu wollen; „in einem Wort, jener kränkliche Glaube an die Würde aller Menschen.“ Dieser Aberglaube hat sich zum stärksten und unauslöschlichsten Element der offiziellen Religion des Westens verfestigt und im Gegensatz zu den früheren christlichen Dogmen, an die die säkularisierte Menschheitsreligion des Westens nahtlos anknüpft, haben sich die modernen, westlichen Dogmen stärker in das öffentliche Bewusstsein aller sogenannten christlichen Länder überall auf der Welt eingebrannt, als es durch die alte, theologische Kirche je möglich geworden war. So ist der Menschheitsglaube des Westens nach Savitri Devi gewissermaßen zum Glaubensbekenntnis aller Menschen eines „dunklen Zeitalters“ der fortgeschrittenen Degeneration und des Verfalls geworden.
»Luzifer, dem Unrecht geschah, grüßt dich!«
Doch nicht alle Menschen lassen sich in das Korsett einer universalistischen Doktrin, ganz gleich ob sie theologischer oder säkularer Natur ist, pressen. Jene Menschen, die dem inneren Ruf ihres Blutes folgen und weiter ihrer eigenen Art gemäß denken, fühlen und handeln, die sie aus urväterlicher Zeit geerbt haben, lassen sich nicht zu Untertanen einer weltumspannenden, vermeintlich allgemeingültigen Lehre machen. So bringt jede missionierende Machtinstitution neben der Vielzahl leichtgläubiger Herdenmenschen auch eine gewisse Zahl an Ketzern hervor, die sich dem Raub und der Verfälschung des Eigenen zugunsten der Etablierung einer vorgeblich menschheitsbeglückenden Weltlehre widersetzen. Das Substrat der heutigen westlichen Menschheitsreligion wird gebildet aus der christlichen Theologie, die bereits im Mittelalter in Gestalt der Romkirche ihren weltlichen Herrschaftsapparat einsetzte, um ketzerischen Gedanken, die nicht im Einklang mit dem Dogma der Apostelgeschichte, dass alle Nationen aus einem Blut bestehen würden, ja, die allgemeine Zweifel an der Lehre der Kirche hegten, den Garaus zu machen.
In seinem Reisetagebuch „Luzifers Hofgesind“ schildert Otto Rahn seine Reise auf den Spuren der Ketzerbewegung zu den „guten Geistern Europas“, die ihn von Deutschland nach Südfrankreich, Italien, Schweiz, zurück ins Reich und schließlich nach Island, der wahrscheinlich sagenumwobenen Insel „Thule“ führten. Zahlreiche artverbundene Menschen hatten im Mittelalter den Flammentod gefunden, weil sie Roms Papst, als Stellvertreter einer semitischen Stammesgottheit auf Erden, nicht als Autorität anerkennen wollten. Die Ketzerkriege in Frankreich gipfelten schließlich in der Ausrottung der Katharer, jener Glaubensbewegung, die nach Rahn als „eine von Palästina und Rom unabhängigen Kraft nicht von aller jüdischen Mythologie gereinigt werden brauchte, weil sie diese nicht oder nur oberflächlich angenommen hatten“ und bis zum letzten Mann der katholischen Kirche die Gefolgschaft verweigerten. Deren Burg Montsegur in den südfranzösischen Pyrenäen wurde als letzte Festung des Katharertums schließlich im Jahre 1244 durch die päpstlichen Truppen im Rahmen des Albigenserkreuzzugs eingenommen. Hunderte germanischblütige Verteidiger des Eigenen fanden daraufhin am Fuße des Festungsberges den Feuertod.
Unter „Luzifers Hofgesind“ verstand Rahn diejenigen, „die nordischen Geblüts inne und ihm getreu, einen Berg der Versammlung in der fernsten Mitternacht als Ziel ihrer Gottsucht sich erkoren hatten und nicht die Berge Sinai oder Zion in Vorderasien.“ Luzifer, der durch die christliche Kirche eine Gleichsetzung mit dem Teufel erfuhr, nimmt dabei die Rolle eines alten indogermanischen Lichtgottes an, vergleichbar mit dem griechischen Apollon und dem germanischen Baldur. Der Legende nach soll ein aus seiner Krone gefallener Stein jenen „heiligen Gral“ symbolisieren, den die Katharer auf der Burg Montesgur hüteten und vor den päpstlichen Mächten in Sicherheit brachten. Anders als die von einer „Menschheit“ schwärmenden Wüstenreligionen, sah Rahn den Norden, der in Anspielung auf die Sonne, die nachts unter dem Nordhorizont verschwindet und allegorisch als die „fernste Mitternacht“ umschrieben wird, als den heiligen Ort artverwandter Menschen in Europa und nicht das „gelobte Land“ der Bibelgeschichte.
Zahlreiche deutsche Sagen und Legenden handeln von den Gegensätzen zwischen dem Nordland und Vorderasien. Das Motiv des Berges taucht auch in der Sage des „Tannhäuser“ in Gestalt des Venusberges auf, in dem sich der gleichnamige Minnesänger mit der römischen Liebesgöttin Venus bzw. der germanischen Holda vereinigte und dafür vom Papst, als dem Stellvertreter des biblischen Gottes auf Erden, die Absolution verweigert bekam und auf ewig verflucht wurde. Und auch in der griechisch-hellenischen Mythologie gilt Hyperborea als sagenumwobene, unerreichbare Urheimat von Griechenlands Göttern und Heroen, auf deren Spuren sich nur wenige wagemutige Seefahrer wie ein Pytheas von Massalia mit seiner Nordlandfahrt begab.
Kurt Eggers und die Überwindung der Wüstenreligion
Einen weiteren deutschen Ketzer traf Otto Rahn bei seinem Aufenthalt in Berlin. In seinem Reisetagebuch beschreibt er sein Treffen mit Kurt Eggers, mit dem er freundschaftlichen Umgang pflegte und wie beide nach einem gemeinsamen Besuch einer Richard-Wagner-Oper über „Luzifers Hofgesind“ und Eggers´ Werk „Die Geburt des Jahrtausends“ Zwiesprache bis in den Morgengrauen hielten. Eggers´ Weg zum Ketzertum war jedoch ein ungewöhnlicher. Als studierter Theologe predigte er noch Anfang der 30er-Jahre als Pfarrer vor ärmlichen Bauern und Arbeitern, die durch die politischen Verhältnisse der späten Weimarer Republik ausgeplündert worden sind und rief zum aktiven Widerstand gegen das Spekulantentum auf, das Kapital aus der Not der einfachen Leute schlug.
In dieser Zeit wuchsen seine Zweifel an der kirchlichen Mission mit ihrer lebensfremden und antivölkischen Einstellung. Ende 1932 schied er schließlich aus der Kirche aus, nachdem ein Vortrag über die „geistige und seelische Situation der deutschen Jugend unserer Zeit“ für ein wildes Entsetzen bei kirchlichen Würdenträgern sorgte. Seine ketzerische Abrechnung mit der Kirche erfolgte nach der kurz darauf folgenden Neuordnung Deutschlands unter anderen in seinen Publikationen „Hutten“, „Deutsches Bekenntnis“ und „Rom gegen Reich“. Eggers´ dichterische und schriftstellerische Begabung sowie seine neu gewonnene weltanschauliche Erkenntnis nach den Irrtümern, die er an der Seite der Kirche erfahren hat, machten ihn zu einem wichtigen Künder des deutschen Glaubens, der in der Tradition all jener Ketzerbewegungen steht, die schon vor Jahrhunderten sich aus der Umklammerung Roms mit dessen päpstlicher Weltheillehre zu lösen versucht hatten. Folgerichtig verlangte der ketzerische Soldatendichter nach einem artgemäßen Leben und die rücksichtslose Ausschaltung aller Elemente, die nicht den Willen zum Leben fördern.
Die lebensfeindliche Haltung des Christentums erkannte Eggers in der Jenseitslehre und forderte demnach die „Überwindung des Kreuzes“ und das Ende der Erlösungsreligion, die den Menschen mit den Mitteln der Beichte und Buße nur in Unterwerfung und Selbsterniedrigung halte. An deren Stelle soll nach Eggers die tatenvolle Diesseitserfüllung treten und, statt einer gestaltlosen Herde als gefügiges Werkzeug eines Hirten, fordert er das „sittlich freie Zusammenstehen aller Menschen gleichen Blutes und gleicher Entscheidungskraft“. In seinem späteren, zur Zeit des tobenden Krieges verfassten Werk „Die kriegerische Revolution“ erkannte Eggers schließlich ein „kontinuierliches Ketzertum“ im deutschen Wesen, ja, dass die Deutschen schon ihrem Blute nach Ketzer sind. Denn trotz der jahrhundertelangen Dressur einer lebensabgewandten kirchlichen Schirmherrschaft konnte sich die deutsche Substanz nach Eggers´ Worten „unangekränkelt“ erhalten, indem sich von Generation zu Generation die Sehnsucht nach Freiheit, die Liebe zur Nation und der Hass gegen die Tyrannei weitervererbte.
Kirche und „One-World-Ideologen“ Hand in Hand gegen Europas gute Geister
Auch in der Gegenwart lebt das Ketzertum fort. Romkirche und Papst wurden abgelöst von der „Kirche der Menschheit“ und der globalistischen Heilslehre. Beide haben ihr geistiges und seelisches Zentrum in Jerusalem, nicht jedoch auf den lichten Bergen des Nordlandes, die zur Sommerzeit nur selten oder gar nicht ins Dunkel der Nacht gehüllt sind. In den Ketzern des heutigen Europas, das im Taumel des Aberglaubens und der Apathie dahinsiecht, lebt die Sehnsucht nach dem alten, verlorengegangenen Nordland unverändert weiter. Weltfremde Gleichheitslehren, die sich im Liberalkapitalismus des Westens und im Kommunismus als Zwillingsideologien ausdrücken, haben Europa und das Seelenleben ihrer Völker fest im Würgegriff. „Wer Menschheit sagt, will betrügen“, wusste schon der deutsche Staatsrechtler und Philosoph Carl Schmitt, und heute werfen sich die Massen der westlichen Welt ihren Betrügern zu Füßen, als wären sie die neuen Propheten.
Einzig und allein in den modernen Ketzern des neuen Jahrhunderts, die nicht an die Lügen von der „einen Welt“ glauben, haben die „Global Player“ ihre einzig ernstzunehmenden Gegenspieler gefunden. Ihr Gesetz ist nicht das Gesetz Zions, sondern das Gesetz der Völker des Nordraumes, von dem Eggers schrieb, dass sie es durch die Lehre des Kreuzes erst verloren hätten, mit dem der Orient die jungen Völker überschattete. Heute trägt das „dunkle Zeitalter“, das in den tollsten Auswüchsen des westlichen Liberalismus seinen Zenit erreicht, den Stempel dieser Lehre. Das Herdenmenschentum der Moderne glaubt in der Heilslehre der Menschenrechte und Gleichheit seine Erlösung gefunden zu haben.
Aber bereits Eggers wusste, dass die Zeit der Ketzer gekommen ist: „Die Schafherde Christi macht einen erbarmungswürdigen Eindruck und sie wird immer mehr zusammenschmelzen, kläglich werden, sich ängstlicher um den Hirten scharen, je mehr freie Menschen, die sich vom Gekläff der Hütehunde nicht mehr schrecken lassen, aus der Herde brechen. Die Zeit der Starken ist gekommen! Sie bringen Untergang dem Aberglauben und Aufgang der Freiheit!“














All denen die sich auch nur entfernt für die Kirchen der Welt einsetzen und ihre Existenz befürworten wissen garnicht, was sie da anrichten. Die Kirchen haben unsere Kultur geschändet und vernichtet. Es kann doch wohl nicht ernst gemeint sein, dass es Leute gibt, die von unseren Ahnen sprechen und sie ehren wollen und dann einem volksfremden Glauben hinterher hecheln. Der Professor lehrt an der Uni nach Charles Darwin und Sonntags geht er in die Kirche und lässt sich dort ein Ohr abkauen.
Kirche ist gegen jede Art von Nationalismus, sie will die alleinige Weltherschafft. Also bitte Leute, sich mal die Zeit nehmen und richtig nachdenken, sonst könnte es heißen Thema verfehlt.
Zum Stichwort „Ketzertum“ fällt mir eine Frage ein:
Wäre es aus eurer Sicht sinnvoll, den III. Weg zu einer dezidiert heidnischen Partei zu erklären,
welche die Bibel und alle anderen Buchreligionen kategorisch ablehnt?
Nein, wir sind eine überkonfesionelle Partei und überlassen es jedem einzelnen Mitglied, ob und wenn ja welchem Glauben er folgt. Weder sind wir eine Bewegung zur Verteidigung des Christentums noch eine dezidiert heidnische, wir sind viel mehr eine politische Bewegung, die die die völkische Gemeinschaft aller Deutschen unabhängig von Klassen oder Konfessionen anstrebt.
Ja Marcel, das ist ja fast ein Alleinstellungsmerkmal des Dritten Weges, dass er „religionsneutral“ ist, im Gegensatz zu den Systemparteien inkl. der AfD, die mal das Judentum, andermal den Islam in ihrer Werteordnung favorisieren, und die christlichen Kirchen nicken alles brav ab, sei es die A…leckerei gegenüber dem Judentum oder der Beifall für die Überfremdung mit Anhängern des auf einem mittelalterlichen Rechtsverständnis basierenden Islam.
PS: Ich hatte nicht vor, solch ein „Satzmonster“ zu tippen, jetzt lass ich es aber so stehen…
Na, dazu wünsch ich euch natürlich von Herzen alles Gute, Marcel. Aber Überkonfessionalität ist eine Spielart der (selbstmörderischen?) Toleranz, die antivölkische Spaltpilze begünstigt. Bibel- und Jesusgläubige haben schon so manchen Traum von Volksgemeinschaft platzen lassen, ein Blick auf die Geschichte zeigt das. Aber wie gesagt: mögt ihr gut damit fahren.
Hallo Marcel,
das heißt also, es gibt Nationalisten die klammern sich an die Kirche, obwohl die Kirche gegen jede Art von Nationalismus ist? Kannste mir das mal verklickern? Da weiss ich nicht wie ich das deuten soll.
Manch einem, vom Schicksal schwer gebeuteltem, mag das Christentum durchaus noch Halt und Trost zu spenden – begann der Siegeszug dieses Glaubens doch auch mit der Verleugnung der eigenen Wurzeln zugunsten „römischer Zivilisation“ (mit allen negativen Folgen wie Überbetonung der repressiven Dominanz innerhalb der Gemeinschaft; daraus resultierendem Egoismus und der systematischen Unterdrückung der Frau als unselbstständiger Besitz des Mannes).
Schon die Germanen wussten, dass der Mensch drei Einflüssen unterliegt: Den genetischen Veranlagungen, den äußeren Umständen (Erziehung, Umgang der Gesellschaft mit dem Individuum, Unfälle und ähnliche „Katastrophen“) und den eigenen Entscheidungen – darum lebe ich nicht auf Knien, sondern kämpfe um mein Existenzrecht!
Wer heute noch in der Kirche ist und braf Steuern entrichtet, hat wirklich nichts verstanden. Treffe immer wieder welche, die an sich brauchbare Ansichten haben aber Kirchensteuer bezahlen. Das führt immer zu lauten Gesprächen, die meist ihre Wirkung nicht verfehlen. Ein nachdenklicher Artgenossen bleibt danach zurück. Das sollte viel öfter Thema sein, denn die Kirche ist einer unserer Hauptfeinde.