Maxim Martsinkevich verstorben

Maxim „Tesak“ Martsinkevich war einer der bekanntesten russischen Nationalisten. Seit über einem Jahrzehnt aktiv und verschiedenen Repressionsstrafen ausgesetzt, erlangte er 2013 weltweite Berühmtheit. Grund dafür war seine Bewegung „Occupy Pedophilia“, in er sich zusammen mit anderen Nationalisten auf die Jagd nach Kinderschändern machte. Mit gefälschten Profilen in sozialen Netzwerken gaben sich die russischen Nationalisten als Minderjährige aus und lockten Pädophile zu Treffen, in denen sie sie zur Rede stellten. Die Treffen wurden gefilmt und die verhinderten Täter öffentlich bloßgestellt, wobei teils sogar hochrangige Beamte unfreiwillig „geoutet“ werden konnten.

Oftmals machte man den „Opfern“ dieser Outing-Aktionen noch klar, was man von ihren Versuchen hält, weswegen die liberale Presse bittere Tränen weinte, wonach angeblich Unschuldige „gedemütigt“ würden. Nach dem gigantischen gesellschaftlichen Zuspruch für die Aktionen folgte mit „Occupy Narcophilia” eine ähnliche Kampagne, die sich gegen Drogendealer richtete. Maxim wurde wegen den Aktionen erneut Ziel der Repressionsorgane, so wurde er 2014 nach dem Gummiparagraph „Anstiftung zu Hass, Feindschaft oder Erniedrigung der Menschenwürde“ zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt, die später auf zwei Jahre und zehn Monate reduziert wurde. Wegen desselben Paragraphen und manch unsanftem Umgang mit Drogendealern wurde er 2017 zu weiteren zehn Jahren verurteilt.

 

 

Eine kleine Auswahl von Gedenkaktionen in ganz Osteuropa, von Moskau bis Budapest erinnern Nationalisten an Maxim:

 

 

 

 

 

 

 

Staatlicher Mord ?

Dennoch sollte er wohl im Mai 2021 freigelassen werden. Sein Anwalt berichtete laut Presseberichten dem russischen Sender „Russia Today“, sein Mandant habe von Drohungen von Sicherheitsbeamten berichtet. Maxim hätte weitere Verbrechen gestehen sollen und es würden weitere Ermittlungen gegen ihn laufen. Zum Zeitpunkt seines Todes soll er nach Moskau verbracht worden sein, um wegen weiterer Ermittlungen wegen eines Verbrechens auszusagen. Am 16. September wurde er schließlich tot in seiner Einzelzelle aufgefunden. Die Behörden sprechen von einem Selbstmord, aber die überwältigende Mehrheit der russischen nationalistischen Opposition, in Russland genauso wie im Exil, geht von einem staatlichen Mord aus; mittlerweile laufen anscheinend auch entsprechende Ermittlungen. So zeigen Bilder der Leiche und wohl auch der Autopsiebericht Verletzungen am Nacken, die nicht mit der offiziellen Darstellung, dass Maxim sich erhängt hätte, übereinstimmen.

Zudem soll die Leiche noch Ohrstöpsel drin gehabt haben, was dafür spricht, dass Maxim im Schlaf überrascht und angegriffen wurde. Laut russischen Nationalisten wäre es nicht der erste Fall, in dem für das System gefährliche Gegner aus den Reihen der nationalistischen Opposition liquidiert wurden. Dass Maxim ein solcher war, zeigen unzählige Gedenkbeiträge und entsprechende Aktionen aus ganz Osteuropa. Für viele dortige Nationalisten, insbesondere solche, die in ihrer Jugend mit seinen Kampagnen wie „Occupy Pedophilia“ oder „Occupy Narcophilia” in Berührung kamen, war Maxim ein Held, der sich für Schwächere einsetzte und auch nicht vor staatlicher Repression zurückschreckte. Gegen die Selbstmordthese spricht zudem, dass all die bisherige Repression und mehrere Haftstrafen Maxim nicht brechen konnten. Doch unabhängig davon, ob Maxim direkt durch staatliche Stellen getötet oder indirekt durch die jahrelangen Haftstrafen und die Zersetzung durch immer neue Repressionsmaßnahmen in den Tod getrieben wurde, mit ihm hat Russland und ganz Europa einen Vorkämpfer der nationalen Revolution verloren.

Es bleibt zu hoffen, dass er in der Erinnerung aller europäischen Nationalisten weiter lebt.

Maxim „Tesak“ Martsinkevich – Hier!





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