Schwere Unruhen: Krawalle in Lyons Straßen

Die französische Stadt Lyon wird seit Tagen von schweren Unruhen erschüttert. Laut Medienberichten liefern sich „aufgebrachte Jugendliche“ und Polizisten Auseinandersetzungen. Autos brennen, Schulen müssen geschlossen werden, Feuerwehrleute wurden attackiert. Auslöser war offenbar der Unfalltod eines 13-Jährigen, der einen Roller gestohlen hatte. In manchen Kreisen gilt erneut die Polizei als Sündenbock.

 

Bürgerkriegsähnliche Zustände in französischer Metropole

Der Roman „Guerilla“ von Laurent Obertone behandelt ein dystopisches Szenario. Nachdem in einem Pariser Banlieue ein Migrant bei einem Polizeieinsatz erschossen wird, brechen schwere Unruhen aus. Die Situation gerät völlig außer Kontrolle, weil Tausende Migranten sich erheben und in einen Gewaltrausch verfallen. Innerhalb von nur drei Tagen bricht die komplette staatliche Ordnung zusammen. Ein Szenario, das man gern als übertrieben und in dieser Form unrealistisch abtun möchte. Und doch fühlt sich der aufmerksamen Leser und Beobachter des Zeitgeschehens immer wieder an den Roman erinnert. Bürgerkriegsähnliche Zustände, wie sie in „Guerilla“ beschrieben werden, spielen sich derzeit in der Stadt Lyon im Südosten Frankreichs ab.

 

 

Am späten Nachmittag des 04. März hatte ein 13-jähriger Junge einen Unfall mit einem gestohlenen Motorroller. Der Jugendliche trug keinen Schutzhelm und erlitt bei seinem Sturz schwere Hirnverletzungen, wurde ins Krankenhaus eingeliefert und ins künstliche Koma versetzt. Noch während des Notarzteinsatzes am Unfallort verbreitete sich über die sozialen Medien das Gerücht, dem Unfall sei eine „Verfolgungsjagd durch die Polizei“ vorangegangen. Die französische Polizei dementiert diese Behauptung. Dennoch rotteten sich schnell wütende Banden am Unfallort zusammen. Die Arbeit der Helfer wird durch den Mob behindert. Notarzt und Feuerwehr rufen die Polizei, um den Einsatz abzusichern.

Die Lage eskaliert, es fliegen Flaschen und Steine. Ein Polizeisprecher schildert gegenüber der Lokalpresse: „Wir mussten die vorgeblichen Freunde des Verunglückten zurückhalten, welche die Arbeit der Rettungskräfte behinderten“. Weiter sagte er: „Die Feindseligkeit gegenüber der Polizei ist nichts Neues für uns. Aber gegenüber den Rettungskräften, die ihren Freund zu retten versuchen, das verstehe ich nicht“. In politisch-korrektem Neusprech in den Medien ist von „aufgebrachten Jugendlichen“ die Rede, von denen die Polizei attackiert wird. Es ist eine dieser Wirklichkeiten, die auch „Guerilla“ abbildet. Denn sowohl im Roman als auch in der Realität gehört es zur Strategie des Systems, die unbequeme Wahrheit zu verschweigen. Jeder weiß, dass die „aufgebrachten Jugendlichen“ wohl kaum Jacques, Francoise und Valentin heißen. Aber in einer feigen, von einem anti-weißen Dogma beherrschten Gesellschaft wagt niemand auszusprechen, was alle wissen.

 

 

Die Polizei konnte in Lyon nur unter Einsatz von Tränengas vorerst Ruhe schaffen. Doch schon am Abend brennen Autos und Mülltonnen. Am nächsten Morgen wird die Polizei zu einem Einsatz an die Oberschule Lycée de La Martinière gerufen. Erneut hätten sich „Jugendliche“ aus den umliegenden Sozialwohnungsvierteln vor der Schule versammelt. Und tatsächlich: Vor dem Gebäude wartet bereits ein mit Feuerwerkskörpern und Flaschen bewaffneter, aggressiver Pulk. Erst in den Abendstunden gelingt es der Polizei, die Lage so weit unter Kontrolle zu bringen, dass die eingesperrten Oberschüler das Schulgebäude verlassen können. Auch in den darauffolgenden Nächten kommt es, trotz Ausgangssperre in Frankreich, zu neuerlichen Krawallen. Die Ausschreitungen erfassen dabei auch die Nachbargemeinden Rillieux-la-Pape und Bron. Sechs Polizeiwagen werden abgebrannt, 21 „Jugendliche“ werden festgenommen.

Der französische Innenminister Gerald Darmanin hat unterdessen ein 200-köpfiges Polizeispezialkommando nach Lyon beordert, um die Lage wieder in den Griff zu bekommen. Vorerst könnte die Lage beruhigt werden, doch das ursächliche Problem wird man nicht lösen. Lyon wird von dem grünen Bürgermeister Gregory Doucet regiert, dieser besuchte das Viertel La Duchere, in dem die Krawalle ihren Ursprung nahmen und sprach von „Befriedung“ der Situation. Als ob es sich um einen Streit zwischen zwei gleichermaßen schuldigen Streithähnen gehandelt habe! Jeder weiß, welche Konsequenzen die beteiligten „Jugendlichen“ tragen müssen. Es wird allenfalls milde Strafen gegeben, die aus der üblichen Ecke noch immer als zu hart kritisiert werden.

Um zu „Guerilla“ zurückzukehren: Besonders erschreckend ist, dass in dem Buch selbst in dem Moment, wo offensichtlich wird, dass das „friedliche Zusammenleben“ eine reine Fiktion ist, immer noch Franzosen an ihrer Ideologie festhalten. Obwohl selbst Freunde und Bekannte zum Opfer werden, findet man noch immer Entschuldigungen, sieht „Polizeigewalt“ als eigentliche Ursache der Auseinandersetzungen. Die „Jugendlichen“ sind die Opfer, die „rassistische“ Polizei der Täter. Man wünscht sich, dass an einem gewissen Punkt auch der letzte aufwacht und der Selbsterhaltungstrieb endlich einsetzt. Man sich von linken Utopien löst und aus der Wirklichkeit notwendige Schlüsse sieht. Das grausame an „Guerilla“ ist, dass dieser Moment ausbleibt und eine weiße Zivilisation erbarmungslos untergeht.

Die grüne Stadträtin des 8. Arrondissement von Lyon, Marine Chastan, prangert die Polizei in einem Twitter-Post an und spricht von einer „Kultur der Vergewaltigung bei der Polizei“.





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