Neuer Polit-Eklat nach Beisetzung – Nachruf zum Tod von Henry Hafenmayer

Grabstätte Hafenmayers auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof kurz nach dessen Beisetzung am 08.10.2021

Es war eine Schreckensnachricht: Am 11. August 2021 verstarb nach längerer Krankheit der Nationalist und freimütige Kämpfer für die Wahrheit Henry Hafenmayer (1972-2021). Doch eine ehrwürdige Beisetzung politischer Dissidenten ohne posthumes Schmierentheater ist unter BRD-Verhältnissen schon lange nicht mehr zu erwarten.

Hysterischer Medienaufschrei

So verging nach der auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof stattgefundenen Beisetzung auch in diesem Fall keine Woche, bis ein hysterischer Entsetzensschrei durch die bundesdeutsche Medienlandschaft hallte. Am lautesten schallte es diesbzgl. wieder einmal vom linksaffin-akademischen Milieu und gewissen auserwählten Kreisen. Vorreiter Samuel Salzborn, Sozial- und Politikwissenschaftler an der Universität Gießen sowie „Antisemitismusbeauftragter des Landes Berlin“, erstattete prompt Strafanzeige wegen „des Verdachts der Störung der Totenruhe, der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener und der Volksverhetzung“[i]. Konkret unterstellte Salzborn den Hinterbliebenen, dass diese „bewusst ein jüdisches Grab gewählt“ hätten, „um durch die Beisetzung eines Holocaustleugners die Totenruhe zu stören“[ii]. Bei dieser Anschuldigung machte er sich den Umstand zunutze, dass Hafenmayer – einer Entscheidung der evangelischen Landeskirche gemäß und nach Ablehnung des ersten Grabstättenwunsches – in der ehemaligen Grablege des jüdischen Musikwissenschaftlers Max Friedlaender (1852-1934) bestattet worden ist. Auch Josef Schuster (Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland) stimmte schon bald in den medialen Chor ein: „die Bestattung eines Neonazis […] auf dem ehemaligen Grab […] Friedlaenders“ sei „unerträglich“[iii].

Die Reaktion der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ließ indes nicht lange auf sich warten. Auf Knien rutschend gestand man „eigene Fehler“ bei der Auswahl der Grablege ein, diskutierte eine baldige Umbettung Hafenmayers[iv], ja stellte sogar Füße küssend die „konkrete Umsetzung eines Gedenkortes für Max Friedlaender“[v] in Aussicht. Gleichsam versuchte man sich peinlichst dafür zu rechtfertigen, dass man doch lediglich versucht habe, Hafenmayers „Anrecht auf eine letzte Ruhestätte“[vi] gerecht zu werden. Dass die vorgegaukelte „grenzenlose Menschenliebe“ wieder einmal einer Farce entspricht, verwundert kaum, entspricht es doch der politischen Doktrin des heutigen Humanitarismus, sich unentwegt mittels unmenschlicher Diskriminierung aller sog. „Menschheitsfeinde“ und „Volksverhetzer“ ins Werk zu setzten.

Bundesdeutsche Schuldneurose

Tatsächlich wurde das Grab bereits 1980 für Neubelegungen freigegeben, nur der Grabstein Friedlaenders steht noch unter Denkmalschutz.[vii] Sterbliche Überreste befinden sich allerdings nicht mehr in der Ruhestätte, wie selbst in den Systemmedien nicht verschwiegen wurde.[viii]

Der Vorfall ist erneut ein treffendes Beispiel für die heute zur Staatsräson erkorene und über Jahrzehnte eingeimpfte Schuldneurose. Hinter dem inszenierten Polit-Theater steckt das Ansinnen der Stilisierung Friedlaenders zum Märtyrer zwecks Aufrechterhaltung deterministischer Schuldnarrative. Dass Friedlaender dabei nur profanes Mittel zum Zweck der Festigung der Diskurshoheit über erinnerungspolitische Fragen sowie zur Geltendmachung moralischer Superiorität und eines mehr als dreisten Machtanspruches gewisser Kreise ist, scheint unstrittig. Schließlich lag dessen Grabstätte über Jahrzehnte brach; ein Pate zur Instandhaltung derselben ließ sich über lange Zeit nicht finden. Das jetzige mediale Interesse an Friedlaenders Person speist sich allein aus der räumlichen Nähe zur letzten Ruhestätte Hafenmayers.

Angriff auf die kollektive Lebensfähigkeit des deutschen Volkes

Die sich darin spiegelnde Verachtung politischer Dissidenten, gepaart mit dem Ansinnen, jenen die letzte Ehre zu verwehren, verweist auf eine Gegenseite, die für sich stets eine totalisierende Singularität beansprucht. Zu dieser Herrschaftsstrategie gehört das tiefenpsychologische Konzept des „erinnernden Durcharbeitens“, wie es etwa von Sigmund Freud propagiert wurde. Hierbei wird die sog. „Aufarbeitung“ in einen sozialen wie politischen Krankheitsdiskurs eingebettet, der andere Formen von Identitätsbezügen in den diagnostischen Rahmen von Störung und Verdrängung stellt und gleichzeitig die „Vergangenheitsvergegenwärtigung“ als alleinigen Weg zur „Gesundung“ preist.[viiii] Somit zielt die negative Verabsolutierung des Nationalsozialismus als eines deterministischen Kristallisationspunkts der historischen Erfahrung auf die Schaffung eines nach innen gerichteten Pazifismus sowie eines damit einhergehenden dramatischen Verlusts von Staatlichkeit und Souveränität. Das bewusst untilgbar gehaltene Schuldkonstrukt begründet zugleich die Strategie einer geistigen Wehrlosmachung, wie auch einer Neukonzeption „europäischer Normalität“ auf der Basis der uneingeschränkten, allumfassenden Verdammung der verteufelten „zwölf Jahre“. Die Erhebung der Bestattung Hafenmayers zu einem Politikum sondergleichen zeigt, wie weit die repressive Umstülpung der pluralistischen Ideologie bereits fortgeschritten ist. Die politische Repression hat längst die situativen, okkasionellen Momente zurückgedrängt und sieht sich dadurch auch in der Lage, von Notständen und Ausnahmezuständen gänzlich unabhängig zu agieren.

Ehrendes Andenken

Es ist diese Strategie des „Unconditional Surrender“ und die mit ihr einhergehende geistig-politische Souveränitätsdeformation, gegen die Hafenmayer Zeit seines Lebens anzukämpfen nicht müde wurde. Aus diesem Grund möchte auch unsere nationalrevolutionäre Bewegung würdigen Abschied von Henry Hafenmayer nehmen. Möge er in stürmischer Zeit seine letzte Ruhe finden.

Abschied

Mutter, wer weiß, ob wir wiederkehren?
Mancher schon blieb auf dem Felde der Pflicht.
Aber wer fiel, hat bestanden in Ehren –
Aufwärts die Blicke, und gräme dich nicht!

Mutter, du hast uns für Deutschland geboren.
Leuchtender wird es uns täglich bewußt,
Daß uns das Schicksal zu Hohem erkoren.
Heilige Flammen durchlodern die Brust.

Mutter, wir reichen dir schweigend die Hände:
Schau ins Gesicht uns mit gläubigem Mut!
Ob uns der Sieg winkt, ob bitteres Ende –
Deutschland wird leben von unserem Blut!

Kämpfen und Singen. Gedichte von Heinrich Anacker, Berlin/München 1937, S. 28.

 

[i] Strafanzeige nach Beisetzung von Neonazi in jüdischem Grab, unter: https://www.bz-berlin.de/berlin/umland/strafanzeige-nach-beisetzung-von-neonazi-in-juedischem-grab (letzter Zugriff: 20.10.2021).

[ii] Ebd..

[iii] Südwestkirchhof Stahnsdorf: Kirche bedauert Wahl für Grab von Neonazi, unter: https://www.berliner-zeitung.de/news/suedwestkirchhof-stahnsdorf-kirche-bedauert-wahl-fuer-grab-von-neonazi-li.188412 (letzter Zugriff: 20.10.2021).

[iv] Vgl. Kirche plant Erinnerungsstätte für Max Friedlaender, unter: https://www.sonntag-sachsen.de/neonazi-grab-kirche-plant-erinnerungsstaette-fuer-max-friedlaender (letzter Zugriff: 20.10.2021).

[v] Kirche plant Erinnerungsstätte für Max Friedlaender, unter: https://www.domradio.de/themen/ethik-und-moral/2021-10-15/neonazi-im-grab-kirche-plant-erinnerungsstaette-fuer-max-friedlaender (letzter Zugriff: 20.10.2021).

[vi] Neonazi in Grab eines jüdischen Musikwissenschaftlers beigesetzt, unter: https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/10/friedhof-stahnsdorf-potsdam-mittelmark-antisemit-henry-hafenmayer.html (letzter Zugriff: 20.10.2021).

[vii] Vgl. Bestattung eines Neonazis ist Versagen der Kirche, unter: https://www.sueddeutsche.de/politik/berlin-stahnsdorf-nazi-grab-1.5438434 (letzter Zugriff: 20.10.2021).

[viii] Vgl. Neonazi in Grab von jüdischem Musikwissenschaftler beigesetzt, unter: https://www.berliner-zeitung.de/news/neonazi-in-grab-von-juedischem-musikwissenschaftler-beigesetzt-li.188188 (letzter Zugriff: 20.10.2021).

[viiii] Vgl. Martin Sabrow: Das Unbehagen an der Aufarbeitung. Zur Engführung von Wissenschaft, Moral und Politik in der Zeitgeschichte, in: Schaarschmidt, Thomas (Hrsg.), Historisches Erinnern und Gedenken im Übergang vom 20. zum 21. Jahrhundert, Frankfurt a. Main 2008, S. 11 – 20, hier S. 13.





  • “Schuldneurose” der Deutschen? Wohl eher eine handfeste Psychose. Schlecht heilbar, aber nicht aussichtlos.

    günter 25.10.2021
  • Juden werden seit jeher auf ihren eigenen Friedhöfen beerdigt.
    Wie kann es da sein, daß Herr Friedlaender auf einem Friedhof der EKD beerdigt wurde?
    Kann es sein, daß er, wie auch viele Juden in der BRD und im DR, sich nicht mit denen des Zentralrats identifizierte bzw. mit dessen Zielen?
    Steht sein Namen nicht eben synonym für den Frieden unter den Völkern.
    Der Hafenmayer ist der Verwalter des Hafens, wobei der Hafen eine vielschichtige Bedeutung hat.

    Die Volksschau 24.10.2021

Kommentar schreiben

Die maximale Zeichenanzahl bei Kommentaren ist auf 500 begrenzt.

Deine E-Mail Adresse wird nicht öffentlich sichtbar. Kommentare mit strafbarem Inhalt oder Verweisen zu anderen Netzseiten werden nicht veröffentlicht.

×

Schneller und einfacher Kontakt über WhatsApp - Einfach auf den unteren Button klicken!

 

Kontakt über Threema unter der ID:
Y87HKB2B

×