Mariupols Helden: Regiment Asow hält stand!

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Seit mehr als 50 Tagen verteidigt das Regiment Asow die bedrängte Stadt Mariupol. Schon mehrfach hatte Russland den unmittelbar bevorstehenden Fall der Stadt angekündigt, doch noch immer halten seine Verteidiger aus. Im Stahlwerk Asovstal haben sich etwa 2500 Soldaten verschanzt. Der ukrainische Präsident Selenskyji hatte Entsatz für die Krieger in Mariupol angekündigt, doch bis heute ist davon nichts angekommen. Der heldenhafte Kampf des Regiments Asow ist für die gesamte Ukraine wichtig, denn die Stadt ist strategisch bedeutsam. Gleichzeitig werden hier starke Kräfte des Feindes gebunden, die an anderer Stelle fehlen und so der ukrainischen Armee Handlungsspielräume verschaffen.

 

 

 

 

Sparta der Neuzeit

Die Verhältnisse sind mehr als eindeutig: 14 000 russische Soldaten, mit schwerem Gerät ausgerüstet, stehen gerade einmal 2500 ukrainischen Verteidigern gegenüber. Seit 50 Tagen halten die ukrainischen Verteidiger unter schwierigen Bedingungen aus. Tag und Nacht fährt der Feind mit seinen Angriffen fort, schon viele ukrainische Märtyrer haben den Heldentod gefunden. Was sich in Mariupol abspielt, ist ein Heldenepos, wie es Europa schon lange nicht mehr erlebt hat. Nicht wenige Beobachter fühlen sich an den Kampf der Spartaner gegen eine asiatische Übermacht erinnert. Doch was macht Mariupol weiterhin so bedeutsam?

Zunächst einmal hat die Stadt am Asowschen Meer eine hohe strategische Bedeutung. Die Stadt ist ein wichtiges Zentrum der Stahlindustrie. Der Generaldirektor des Konzerns Metinvest, Juri Ryschenkow, erklärte im März: „Die Werke von Mariupol tragen zu mehr als einem Drittel der Stahlproduktion der Ukraine bei“. Doch auch der Hafen von Mariupol ist für die Ukraine von großer Bedeutung. Er gilt als gut ausgebaut und ist daher ein wichtiger Anschluss an die Weltmeere. Deshalb ist die Stadt vor allem für die sogenannten „Volksrepubliken“ Luhansk und Donezk wichtig. Auch diese Gebiete in der Ostukraine sind wichtige Industriezentren und könnten ihre Güter von Mariupol aus in alle Welt transportieren. Nicht ohne Grund sollte Mariupol daher bereits 2014 von pro-russischen Kräften besetzt werden.

Doch an diesem Punkt begann die Heldengeschichte des Regiments Asow. Es gelang der Einheit, die maßgeblich von nationalrevolutionären Freiheitskämpfern geprägt ist, den Feind innerhalb von einem Monat aus der Stadt zu drängen. Und bis heute ist Asow nicht aus Mariupol gewichen. Mit allen Mitteln versucht der russische Feind, Asow zu diskreditieren. Moskowitische Propagandavideos sollen ein Bild zeichnen, wonach Asow die Zivilbevölkerung quälen und als Geiseln halten würde. Doch das Gegenteil dieser infamen Lügen ist der Fall. Viele Zivilisten haben sich unter den Schutz von Asow begeben, weil ihnen die Gräueltaten der neo-bolschewistischen Horden bekannt sind. Stattdessen sind es gerade die russischen Invasoren, die Mariupol in Schutt und Asche legen. Bekannt sind die Bilder einer zerstörten Geburtenklinik, aber auch der Einsatz von chemischen Waffen gegen die Verteidiger Mariupols. Die Propaganda Russlands erinnert stark an Kampagnen der Roten Armee aus den 1940er Jahren.

Russland versucht, den Sieg in Mariupol mit aller Kraft zu erringen und muss doch einen hohen Preis zahlen. Während nahezu die gesamte Küste des Asowschen Meeres unter russischer Kontrolle ist, bleibt Mariupol ein Stachel im Fleisch der Invasoren. Nur unter enormen Verlusten können die Truppen Putins vorrücken, ein langer Kampf um jedes Viertel, jede Straße, jedes Haus fordert viele Opfer. Gleichzeitig gelingt es der ukrainischen Armee, an vielen anderen Stellen der lang gezogenen Front Vorstöße durchzuführen. Die russische Armeeführung hat den tapferen Verteidigern Mariupols ein Ultimatum gesetzt. Dieses hat das Regiment Asow ignoriert. Stattdessen haben die Soldaten Asows erklärt, ihre Stadt bis zum Schluss verteidigen zu wollen. Auch stärkster Beschuss und massive Bombardierungen haben an dieser Entscheidung nichts geändert.

Egal wie die Schlacht um Mariupol ausgehen wird, fest steht bereits jetzt, dass die Geschichte der Helden Mariupols einen Platz in Europas Geschichtsbüchern finden wird. Unsere Solidarität und Anerkennung gilt daher den Soldaten des Regiments Asow, die, auf sich allein gestellt und von der Regierung in Kiew im Stich gelassen, der russischen Übermacht die Stirn bieten. In diesem Kampf stehen Ukrainer und europäische Freiwillige in einem Ringen für die Freiheit und eine unabhängige Nation. Dabei ziehen die letzten Verteidiger Mariupols sogar den sicheren Tod vor, als auch nur mit dem Gedanken der Kapitulation zu spielen. Sie geben uns ein leuchtendes Vorbild, das uns auch in diesen Tagen zeigt, dass Europas Heldentum noch nicht tot ist.

  • Ein wirklich lesenswerter Beitrag. Er zeigt, daß es noch mutige Männer und Frauen gibt, die ihr Vaterland heldenhaft verteidigen. Das sollte uns Mahnung und Ansporn sein, wenn wir selbst einmal die Heimat verteidigen müssen.

    Alexander Flemming 22.04.2022
  • Für Heldenmut im 21. Jahrhundert Die Besten.

    Mario 22.04.2022
    • In den Asow-Kämpfern lebt der Heldenmut, den wir ansonsten nur von den tapferen deutschen Soldaten beider Weltkriege kennen!

      Zerex 22.04.2022
      • 100% Zustimmung! Der Geist, der Wille und die Ausdauer sind es die uns von anderen Nationen unterscheiden. Diese Tugenden gilt es wieder zu stärken und zu kultivieren! Als Offizier und Einzelkämpfer mein Respekt für die soldatische Leistung und den Kampfgeist!

        Andreas Frings 25.04.2022
    • Starker Bericht. Bravo! 👏

      Ja, in der Tat!
      Das heldenhafte Regiment Asow zeigt gerade eindrucksvoll der ganzen Welt, wozu nationalrevolutionäre Widerstandsbewegungen in der Lage sein können, wenn man es beim Thema Landnahme zu bunt treibt.

      Lisa Drexler 23.04.2022
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