Lebenserwartung für Neugeborene fällt in Sachsen-Anhalt

Home/Kurznachrichten/Lebenserwartung für Neugeborene fällt in Sachsen-Anhalt

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist in den letzten Jahren in Sachsen-Anhalt deutlich stärker gesunken als in anderen Teilen der Bundesrepublik.

Dieser Umstand ist aus Studien des Instituts für Bevölkerungsentwicklung ersichtlich. „In der Betrachtung zwischen 2019 und 2021 haben die südlichen Regionen Ostdeutschlands die stärksten Rückgänge verzeichnet“, so die Zusammenfassung von Markus Sauerberg vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung.

Laut der Studien der Experten soll in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen die durchschnittliche Lebenserwartung von neugeborenen Jungen 2021 im Vergleich zurzeit vor der Krise eineinhalb Jahre niedriger, bei neugeborenen Mädchen etwas mehr als ein Jahr weniger sein.

Rückgänge in dieser Größenordnung wurden letztmals zum Ende der DDR verzeichnet und sind außerhalb von Kriegszeiten ungewöhnlich, erklärte der Forschungsdirektor des Bundesinstitutes, Sebastian Klüsener.

Als Gründe wurden die Infektionslage, die ergriffenen Corona-Maßnahmen, das Verhalten der Bevölkerung und die Nähe zu stark betroffenen Nachbarländern, z. B. Tschechien und Polen, aufgeführt. Über die Quote der Impfungen gegen Corona und mögliche Folgen für Mutter und Fötus sagt die Studie aber nichts aus.

×

Schneller und einfacher Kontakt über WhatsApp - Einfach auf den unteren Button klicken!

 

Kontakt über Threema unter der ID:
Y87HKB2B

×