EU beschließt Verbrenner-Verbot

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Die EU hat beschlossen, dass PKW, die ab dem 01.01.2035 neu zugelassen werden, kein CO2 ausstoßen dürfen. Dabei werden nur Emissionen während des Betriebs berücksichtigt. Der tatsächliche Ausstoß der Fahrzeuge über den gesamten Lebenszyklus bleibt unberücksichtigt. Die tatsächlichen CO2-Emissionen von Elektrofahrzeugen können abhängig von Nutzungszeit und Strommischung jedoch höher liegen als bei solchen mit Verbrennungsmotoren, da mehr Emissionen bei der Produktion anfallen.

Durch den willkürlichen Standard sind voraussichtlich lediglich wasserstoff- und batteriebetriebene Fahrzeuge gesetzeskonform. Alternative Technologieoptionen, wie etwa die Nutzung synthetischer Kraftstoffe, werden von vornherein ausgeschlossen. Die Anmaßung eines „Dreizehnjahresplans“ für die PKW-Industrie würgt so auch die Erforschung und Entwicklung anderer Antriebskonzepte ab, da wohl kaum noch Gelder für Forschung und Entwicklung in diese investiert werden. Ausnahmeregelungen zum Verbrenner-Verbot soll es lediglich für Fahrzeuge in Kleinserie und Sonderfahrzeuge geben. Man darf also erwarten, dass Reiche und EU-Funktionäre weiter neue Verbrennerfahrzeuge nutzen können. Eingerahmt wird diese Maßnahme vom sogenannten „Green-Deal“ der EU, welcher die Agenda bezeichnet, mit der vorgeblich CO2-Neutralität erreicht werden soll.

Für den Normalbürger bedeutet das Verbot hingegen sehr wahrscheinlich die Abkehr von der freien, individuellen Mobilität. Die Nutzer von Elektrofahrzeugen sind noch mehr als bei konventionellen Antrieben auf die stetige Zufuhr von Antriebsenergie angewiesen. Bei der sich abzeichnenden dauerhaften Verknappung von Strom durch die Politik der gescheiterten „Energiewende“ und die sinkende Kompetenz in der Energiewirtschaft durch Quotenfachkräfte wird die Verfügbarkeit von Antriebsenergie, insbesondere im Winter, kaum gesichert sein. Zudem ermöglicht die Abhängigkeit der Nutzer von der Ladeinfrastruktur den EU-Bürokraten eine besonders zielgenaue Überwachung und Rationierung. Damit sind die Autofahrer deren Willkür und der Inkompetenz ihrer Lakaien jederzeit ausgesetzt.

Applaus für das Verbot kommt aus der Industrie, beispielsweise von VW-Chef Diess, der behauptet: „persönlich glaube ich, dass wir generell im bestehenden Parteisystem der brennenden Frage der Klimaerwärmung zu wenig entgegensetzen“. Hintergrund der Aussage dürfte allerdings weniger seine tatsächliche Unterstützung der Klimaersatzreligion sein, sondern die einseitige strategische Ausrichtung von VW in Richtung der Elektromobilität. Unterdessen zeigt sich aber, wie wenig VW seinen ausländischen Wettbewerbern auch am deutschen E-Fahrzeugmarkt entgegensetzen kann. VW verschlechtert seinen Anteil an neu zugelassenen Elektrofahrzeugen von 15,5 % im September 2021 auf 11 % im September 2022.

Der technische Vorsprung deutscher Fahrzeughersteller, welcher noch nie zuvor ins Ausland verschenkt wurde, wird durch die Wende zur Elektromobilität verspielt. Zahlreiche Arbeitsplätze und ein bedeutender Teil der industriellen Wertschöpfung sind gefährdet. Asiatische und nordamerikanische Hersteller könnten künftig den Markt dominieren und der Niedergang bzw. die Abwanderung der deutschen Fahrzeugindustrie beschleunigt sich. Die Politik einer vermeintlich sauberen und klimafreundlichen „Verkehrswende“ ist also nichts weiter als die von Kapitalisten und ihren parlamentarischen Schoßhunden gewollte, weitere industrielle Demontage und wirtschaftliche Kastration Deutschlands.

1 Kommentar

  • Oder reisen „Reiche und EU-Funktionäre“ mit E-Flugzeugen? Autofahrern wird die E-„Antriebsenergie“ fehlen – oder sie können diese nicht bezahlen! Wie groß ist der „Ausstoß… über den … Lebenszyklus“ privater PKW wirklich? Und im Verhältnis zu demjenigen aus anderen Quellen? Wurden die von der US Army betriebenen Motore schon auf Strom umgerüstet? Die „Klimaersatzreligion“ wird Opfer im eigenen Land kosten. Soll sie Ölquellenbesitzer ärgern?

    Karl 22.11.2022
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