„100 Jahre Deutsche Revolution“ – Vortragsveranstaltung zum 9. November 1923 in Leipzig durchgeführt

Home/Regionen/Stützpunkt Leipzig/Nordsachsen/„100 Jahre Deutsche Revolution“ – Vortragsveranstaltung zum 9. November 1923 in Leipzig durchgeführt

Vor 100 Jahren hat in München die versuchte Machtergreifung der frühen nationalsozialistischen Bewegung mit dem Marsch auf die Feldherrnhalle stattgefunden. 16 Männer fielen im Kugelhagel bayerischer Landespolizeitruppen und wurden fortan zu Symbolen der Opferbereitschaft des nationalen Kampfes um die Macht. Der Weg an die Spitze der Nation sollte sich jedoch nie wieder über Gewalt, sondern durch den legalen Marsch durch die Parlamente hin zu einer friedlichen Machtübernahme vollziehen.

Heute, 100 Jahre später, stehen ebenfalls nationalrevolutionäre Idealisten bereit, um einen langen Weg durch das Dunkel der Nacht anzutreten, an dessen Ende das Morgenrot eines wieder erwachten und vollständig geeinten Deutschlands steht.

Zum besseren Verständnis der politischen und wirtschaftlichen Lage der ersten Jahre der Weimarer Republik, die in vielen Bereichen der aktuellen Dauerkrise des BRD-Systems ähnelt und erst zum Erstarken von radikalen politischen Kräften links und rechts des Parteienspektrums führte, hielt der Stützpunkt Mittelland in Leipzig einen gut besuchten Vortragsabend unter dem Motto „100 Jahre Deutsche Revolution“ ab, zu dem sich auch Gäste aus anderen mitteldeutschen Stützpunkten einfanden. Dieser führte thematisch vom Zusammenbruch der alten, überlebten Monarchien im November 1918 hin zum schicksalhaften Versuch, im November 1923 eine nationale Regierung in Deutschland nach dem Vorbild von Mussolinis „Marsch auf Rom“ im Vorjahr durchzusetzen.

Mit einem „Marsch auf Berlin“ wollte die aufstrebende nationalsozialistische Bewegung in Deutschland ebenso wie die faschistischen Revolutionäre in Italien einer kommunistischen Machtübernahme zuvorkommen und vor allem dem umtriebigen Separatismus begegnen, der den drohenden Zerfall des Reiches heraufbeschwörte. Im Jahr 1923 bildeten sich bereits rote „Volksfrontregierungen“ in Sachsen und Thüringen, das Rheinland drohte vom Reich abzufallen und auch der alte Gegensatz zwischen Bayern und Preußen flammte wieder auf. Doch anders als die reaktionären, monarchistischen Kräfte in Bayern proklamierte der revolutionäre Nationalismus unter ihrem unbestrittenen Führer Adolf Hitler nicht „Los von Berlin!“, so wie es heute politische Dummköpfe im rechten und „patriotischen“ Lager Mitteldeutschlands erneut tun, sondern „Auf nach Berlin!“.

Verbündete für das wagemutige Unterfangen glaubte die Führung der jungen Bewegung in dem bayerischen Landeskommandanten der Reichswehr Otto von Lossow, dem bayerischen Generalstaatskommissar Gustav von Kahr und dem Oberst und Chef der bayerischen Landespolizei Hans von Seißer zu finden. Auch hier musste die junge Revolution erst noch ihr Lehrgeld bezahlen, bis sie erkannte, dass der Stärkste am mächtigsten allein ist und sich niemals auf faule Bündnisse mit „auch nationalen“, aber unloyalen und eigenen Interessen folgenden Elementen einlassen darf, welche jederzeit ihre Fahne nach dem Wind drehen können, sobald sie ihre Macht gefährdet sehen.

Und so nahmen die dramatischen Ereignisse ihren Lauf. Von Kahr, von Lossow und von Seißer brachen ihr gegebenes Wort, verrieten die Revolution und ließen die nationale Erhebung durch ein Aufgebot ihrer Reichswehr- und Landespolizeikräfte am Nachmittag des 9. November 1923 vor der Feldherrnhalle niederschießen. 16 Blutzeugen hatte die Bewegung bei ihrem ersten Umsturzversuch zu beklagen. Die bei dem Marsch mitgeführte Fahne, die vom Blut der getöteten SA-Männer Andreas Bauriedl, Anton Hechenberger und Lorenz Ritter von Stransky getränkt wurde, sollte nach der Haftentlassung Hitlers und der anschließenden Parteineugründung 1925 ein Jahr später als „Blutfahne“ zu einer sakralen Weihereliquie für alle weiteren Parteifahnen und -standarten werden.

 

 

Ein solches Opfer sollte unserer heutigen nationalrevolutionären Bewegung erspart bleiben, denn weder kann der Weg einer gewaltsamen Erhebung gegen das herrschende System noch ein Bündnis mit der rechten Reaktion, heute vertreten durch populistische Schaumschläger und naiver patriotischer Spießbürger, zielführend sein. So erfüllte die Vortragsveranstaltung für alle historisch interessierten Mitstreiter und Freunde unseres Stützpunktes ihren Zweck, um aus der Geschichte Lehren für den gegenwärtigen politischen Kampf zu ziehen. Mit den neu gewonnen Eindrücken und Erkenntnissen konnte man in entspannter kameradschaftlicher Atmosphäre schließlich den Abend in geselliger Runde ausklingen lassen.

Für weitere Nachrichten und Berichte aus der Region in Leipzig und Nordsachsen folgt uns auf Telegram: t.me/diiiw_mittelland