Der lachende Dritte: Mal ´ne Schmiererei, mal „notwendige Kritik“

Home/Politik, Gesellschaft und Wirtschaft/Der lachende Dritte: Mal ´ne Schmiererei, mal „notwendige Kritik“

Hier präsentieren wir wieder unser neuestes Format: einen humoristischen Blick auf aktuelle Geschehnisse und Vorgänge in Deutschland und der Welt. Die hier getätigten Aussagen stellen einen Kommentar dar, welcher inhaltlich nicht für die Haltung der gesamten Partei DER III. WEG stehen muss.

Ach, man hat es als Graffito schon schwer. Mal ist man erwünscht und mal nicht. Mal wird mit einem auf Wichtiges aufmerksam gemacht, dann ist man wieder ein „problematisch politisches Zeichen“, wie jüngst in Saarbrücken geschehen, als Unbekannte auf einem von zwei Steinwürfeln eine palästinensische Flagge aufsprühten.

Aber auch Monumente haben es nicht leicht: wollen sie überhaupt mit Farbe versehen werden oder identifizieren sie sich am Ende gar nicht als steinerne Bauwerke? So viele Fragen!

Nun muss man sich ja auch fragen, was moderne Gedenkkunst leisten kann. Man denke nur an ästhetische Denkmale auf schönen Podesten, die einen hinaufschauen lassen in Ehrfurcht und Bewunderung. Dann wiederum stehen da zwei Steinquader, beinahe lieblos wie LEGO zusammengesteckt und davon einer mit einer Inschrift, die auch von einem Sprüchekalender hätte stammen können. Aber natürlich: heutzutage muss alles kurz sein, damit man sich bloß nicht zu lange damit beschäftigt. Bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu lesen!

Was will der Künstler (ohje! nicht „gegendert“) mit der Gegenüberstellung von aufgesprühter Flagge auf nicht beschriebenen Teil des Steinpaares also ausdrücken?

Na klar: es geht um die Verbrechen am palästinensischen Volk, welche deutsche Geschichte referenzieren soll und so in sich zum Aufruf wird: Deutscher, schau hin! Gekonnt wird dabei hier die andere Seite gar nicht erwähnt und doch ist sie immer im Raum präsent.

Eine einzige Flagge scheint dabei eine so starke Bedeutung entwickelt zu haben, dass sie aus sich selbst heraus zum Symbol wird – einem Pars pro toto für unterdrückte Völker auf dieser Erde.

Dass die Schrift nicht besprüht wurde, soll vermutlich Achtung vor dem Eingravierten verdeutlichen – man steht zu der Aussage und muss doch eine Ergänzung, ja einen Kontrapunkt setzen.

Dabei fühlte sich die Exekutive so von diesem Graffito bedroht, dass man „rasch [habe] handeln müssen“ und den Staatschutz habe einschalten müssen – dabei verzichtet es komplett auf in der BRD verbotene Zeichen!

Wann hatte man das zuletzt bei einem uns eigenen Symbol?

Ach ja: wenn man die Deutschlandflagge – also die in schwarz-rot-mangogelb – irgendwo verwendet.

×

Schneller und einfacher Kontakt über WhatsApp - Einfach auf den unteren Button klicken!

 

Kontakt über Threema unter der ID:
Y87HKB2B

×