Gedichteinsendung: Der Alptraum von Heilbronn

Home/Politik, Gesellschaft und Wirtschaft/Gedichteinsendung: Der Alptraum von Heilbronn

Nun nähert sie sich wieder,
jene schicksalshafte Nacht,
in welcher man so viele grausam umgebracht,
Heilbronn – eine Stadt wie im Fieber.

Die britische Art für „Befreiung“ zu sorgen,
getarnt als „Operation Sawfish“,
vernichtet sie Leben mit einem Wisch,
in der Nacht ohne Morgen.

Noch heute senken sich betroffen die Augen,
Tränen laufen über die Wange,
im Herzen kehrt wieder die Angst und Bange,
der Zuhörer kann es kaum glauben.

Am 04. Dezember 1944 jährt sich der Angriff,
um 19:30 Uhr beginnen am Himmel die Christbäume zu leuchten,
die Stadt aufgeteilt wie ein Kuchen, die Maschinen schon keuchten,
dann ertönt teuflisch und blutgierig der Anpfiff.

37 Minuten hagelt es Bomben wie Regentropfen vom Himmel,
das Blutgericht mit Terror erwacht,
ein krankes Hirn hat diesen Massenmord erdacht,
britische Todesreiter auf dem schnaubenden Lancaster Schimmel.

Das brutale „Moral Bombing“ galt nur den Zivilisten,
tausende Greise, Kinder und Frauen starben,
wurden einfach unter Trümmern begraben,
als britische Feiglinge die Mörderfahne hissten.

Ein Flammenmeer verzehrte die Leiber,
kochte das Leben aus ihren Körpern,
durch Heimtücke von ihren Mördern,
dem unersättlichen Kriegstreiber.

10 – 15.000 Menschen starben durch „Befreiers“ Wut,
im Feuersturm und Flammenkessel,
eingesperrt wie an einer brennenden Fessel,
verendend in der Teufelsglut.

Die letzten Schreie erstickend verhallen,
eine Stadt liegt in Schutt und Asche,
Wehrlose morden heißt der „Befreier“ Masche,
so auch die letzten Skrupel fallen.

Heute stehen wir schweigend ihnen zum Gedenken,
wir haben die Opfer nicht vergessen,
ein Grablicht brennt für euch unterdessen,
und aus dem Herzen wir euch Gedanken schenken.

Ruhet in Frieden.

×

Schneller und einfacher Kontakt über WhatsApp - Einfach auf den unteren Button klicken!

 

Kontakt über Threema unter der ID:
Y87HKB2B

×