Der lachende Dritte: Allersberger Allerlei

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Hier präsentieren wir wieder unser neuestes Format: einen humoristischen Blick auf aktuelle Geschehnisse und Vorgänge in Deutschland und der Welt. Die hier getätigten Aussagen stellen einen Kommentar dar, welcher inhaltlich nicht für die Haltung der gesamten Partei DER III. WEG stehen muss.

Die Gemeinde Allersberg und deren parteiloser Bürgermeister in Bayern (ja, auch Franken liegt im „Freistaat Bayern“) möchten per Beschluss aus 2021 eine Neubaustraße nach dem ehemaligen Bürgermeister Wilhelm Burkhardt benennen – so weit, so gewöhnlich in unseren schönen Landen: Ortsbewohner, die etwas für die Region geleistet haben, werden gern mit einer nach ihnen benannten Straße oder einem Platz geehrt.

Doch Halt! So einfach geht das heutzutage natürlich nicht. Da muss dessen Vergangenheit erst einmal durchleuchtet werden. Wieder einmal zeigte sich die CSU in der Form ihres ehemaligen Bürgermeisters als Steigbügelhalter des Wokeismus und als der Bundesrepublik strebsamster Schüler in Schuldkultfragen. Dieser spürte wohl den anerzogenen Abwehrreflex wie ein Fellknäuel heraufziehen und spuckte ihn – natürlich medienwirksam – gleich aus: Burkhardt sei ab 1934 für „wenige Monate Mitglied der Sturmabteilung (SA)” gewesen und bedrohlich erschaudert die BILD-„Zeitung” mit der ebenfalls fettgedruckten Ergänzung, dass es sich dabei ja um „[die] paramilitärische Kampforganisation der Nazi-Partei NSDAP” gehandelt habe.

Alle treuen BILD-Leser prüfen nun schon einmal die Zugverbindungen dorthin und holen ihre Banner aus – vorbildlich wiederverwertet von der letzten Pro-Gil-Ofarim-Mahnwache.

„Ach lasst uns doch damit in Ruhe!” hört man die Bewohner in Allersdorf förmlich augenrollend sagen. Ja sogar provisorische, auf Papier ausgedruckte Straßenschilder hängen da an Fenstern! Na, da müssen bestimmte Stiftungen und Organisationen ja einen Sondertrupp hinschicken, voll ausgestattet mit Deradikalisierungszelten und einfühlsamen Einwegseelsorgern, die von Haus zu Haus gehen und die Bewohner einsamm… ups, Themawechsel!

Was sagen also nochmal die Bewohner dieses Ortes wirklich? Nun, die sind jetzt nicht ganz so alarmiert: gerade einmal 200 von 9000 insgesamt (und somit etwas über zwei Prozent) unterstützten einen Bürgerentscheid zur Umbenennung. Wenig verwunderlich wurde dieser daraufhin vom Gemeinderat abgelehnt.
Und es kommt noch dicker: unbestätigten Quellen zufolge sind die Straßenschilder sogar bereits am Allersberger Bauhof angekommen!

Da hilft nur noch eines: sich irgendwo festkleben! An den Schildern, den Häusern, den Kommunalfahrzeugen, den Allersbergern selbst… in Berlin ist das ja schon viel zu gängig und gar nichts besonderes mehr, das rechtfertigt schon mal die Ausfahrt aufs Land.

Wie das WLAN dort ist und ob die Allersberger heißen Tee und warme Leberkässemmeln dabei ausgeben? Zu 88% unwahrscheinlich.

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