Von Kommunisten, Internationalisten und Pazifisten, die Krieg wollen

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Linksextremismus zerschlagenDie löblichste Eigenschaft, welche ein Aufmarsch heutiger Linken hat, ist zweifelsohne jene, daß an ihr jeder – und zwar wirklich jeder, der irgendwie mit dem Ideensumpf des herrschenden Systems liebäugelt – teilnehmen und sich sicher sein kann, daß seine ganz eigene Parole auch von irgendeinem Demonstrationswagen mindestens einmal geträllert wird.

Ein illustres Beispiel hierfür bot zuletzt der Aufmarsch in Gedenken an die Kommunistenführer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg Mitte des Monats. Die beiden illustren Gestalten scheiterten zeitlebens bei ihrem Versuch, Deutschland in ein kommunistisches Paradies zu verwandeln und endeten vor den Gewehrläufen der Regierungstruppen. Dies hindert die beiden jedoch nicht daran, mittlerweile jährlich noch viel illustreren Gestalten eine Bühne zu bieten.

Wie die BILD in einem Beitrag vom 15.01. berichtet, kam es bei dem Gedenkmarsch zu Ausschreitungen, bei welchen mindestens 21 Polizisten und Demonstrationsteilnehmer verletzt worden sind. Scheinbar hatte man den falschen Unterdrückten dieser Welt gefrönt, was die Polizei zum Unmut mancher Demonstranten verhindern wollte.

Die Veranstalter der Demonstration gaben offiziell an, „für Frieden und internationale Solidarität, gegen Ausbeutung, gegen den Abbau demokratischer Rechte und das Anwachsen faschistischer Gefahren“ demonstrieren zu wollen. Bis auf den letzten Punkt ist es freilich fraglich, inwieweit ein Gedenktag für zwei jüdischstämmige Kommunisten, die dem Bolschewismus den Boden bereiten wollten, hierzu geeignet sein soll. Doch mentale Verdrehungen waren schon stets das Element der Rufer nach Demokratie.

Es kam zu interessanten Bekundungen, welche zeitgleich auf diesem Demonstrationszug skandiert worden waren. Während die eine Abteilung für die Einstellung der Waffenlieferung an die Ukraine herumschrie, lobten andere die Kampfhandlungen der Huthis im Jemen. Zu Ende mit den Rufen nach „demokratischen Rechten“ war es dann jedenfalls, als von einem Demonstrationswagen die Parole „From the river to the sea, Palestine will be free“ erschallte – welche nach neuester BRDscher Analyse ein Ausdruck äußerster und unverzeihlicher Judenfeindlichkeit darstellt. So griffen scheinbar sogleich die Ordnungshüter ein, der Veranstalter der Demonstration tat seine aufrechte Bürgerpflicht und schloss den Wagen vom Demonstrationszug aus. Allerdings hielt das manche Demonstrationsteilnehmer nicht davon ab, ihrer „internationalen Solidarität“ physisch Ausdruck zu verleihen, indem sie kurzerhand mit Fahnenstangen auf die Polizisten losgingen. Der Tag endete mit mehreren Verletzten auf beiden Seiten, nach einem Sprecher der Feuerwehr kamen acht Menschen in Krankenhäuser, es gab Festnahmen. Ein Demonstrant soll sogar schwer verletzt worden sein.

Es bleibt, den Genossen von der Internationalen nur den Rat mit auf den Weg zu geben, sich doch endlich einmal darauf zu einigen, wofür sie nun eigentlich sind und wofür nicht. Dies könnte unglückliche Missverständnisse untereinander in Zukunft vermeiden.