Die Antwort ist einfach und hat mit jedem von euch selbst zu tun. Sie liegt in der subjektiven Zeit des einzelnen, in der Lebenszeit als solches.
Man nehme an, wir würden eine Tageswanderung begehen. Diese Wanderung hätte ihren Endpunkt nach maximal 12 Stunden; inklusive Pausen, netten Gesprächen und der Freundschaftsfindung der Neuen. Somit wäre im Kopf, nach den zum Teil erheblichen Anfahrts- und Rückfahrtswegen, der Erfolg über die Leistung wieder überschrieben worden, weil die Aktivisten und Freunde der Bewegung sich auf den Heimweg konzentrieren müssen. Es ist an dieser Stelle gleich, ob wir von Auto, Bus oder Bahn sprechen.
Wir als Stützpunkt Pfalz wollen einen anderen Weg gehen, uns ist es wichtig, dass der erlaufene Erfolg nicht vom Heimkehrstress überlagert wird. Wir wollen den Erfolg im Geiste und im Körper nachhaltig verinnerlichen – bei gemeinsamer Runde am Lagerfeuer, bei Eichelkaffee und anderen netten Getränken.
Den Erfolg, den der Erstläufer dabei spürt, wenn er sich um das Lagerfeuer schart, ist dabei grenzenlos und spirituell übergreifend auf das Gemeinschaftswesen – so auch beim letzten Biwak…
Am letzten Septemberwochenende machte sich eine große Gruppe, bestehend aus Aktivisten und Sympathisanten aus der Pfalz, dem Saar- und dem Moselland von Enkenbach aus auf den Weg zur Bocktalquelle. Am späten Vormittag setzte sich die Wandergruppe in Bewegung und steuerte als erstes Ziel den 1932 erbauten und 483 Meter langen Stempelkopftunnel, einen stillgelegten Eisenbahntunnel der ehemaligen Eistalbahn, an. Nachdem dieser passiert wurde, begab man sich auf direktem Wege zu einem sogenannten „Lost Place“, ein ebenfalls stillgelegtes Stellwerk der Eistalbahn. Hier wurden aus dem ersten Stock heraus 2 Seile befestigt, und die Nationalrevolutionäre konnten ihre Fähigkeiten im Klettern, durchaus erfolgreich, unter Beweis stellen.
Als die Seile wieder in den Rucksäcken verstaut waren, steuerte man das vorletzte Tagesziel an, einen 1933 errichteten Thingplatz, welcher auf dem historischen Platz eines im 19. Jhd zerstörten und ursprünglich seit dem 6. Jhd existierenden Thingplatzes gebaut wurde. Zuletzt wurde er vor seiner Zerstörung als Gerichtsplatz der Grafen von Leiningen genutzt und bekam die Bezeichnung Stumpfwaldgericht. Hier wurde, im Geiste der Ahnen, eine kleine Sporteinheit absolviert, welche mit einem gemeinschaftlich ausgeführten Satz Liegestütz im sogenannten Thingfrieden, einem Steinkreis um die Thingstätte, beendet wurde. Kurz vor dem Einsetzen der Dunkelheit wurde das Tagesziel mit der Bockbachquelle erreicht und in näherer Umgebung das Lager aufgeschlagen. Dieses Mal gab es eine kleine Besonderheit, denn am Lagerfeuer wurde, passend zur Thingstätte, ein Vortrag über die germanische Kultur, ihre Volksordnung und den Hintergrund des Thing abgehalten.
Nachdem ein Aktivist noch ein selbstverfasstes Gedicht vortrug, zogen sich die Wanderer nach und nach in ihre Bettstätten zurück. Ein spartanisches Frühstück folgte einer kalten Nacht, mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Im Anschluss räumte man das Lager, packte die Rucksäcke und trat den Heimweg an. Hier kam unsere Gruppe an der 28 Meter hohen und 170 Meter langen Bockbachtalbrücke vorbei, die 1932 erbaut und im Sonn- und Feierabendverkehr noch heute befahren wird. Dicht hinter der Brücke konnte man noch den ehemaligen Haltepunkt „Bockbachtal“ und einen verlassenen Güterwaggon besichtigen. Den letzten Zwischenstopp, bevor der Parkplatz und die wartenden Autos erreicht wurden, legte die Gruppe am ehemaligen Wohnhaus der FCK-Legende und dem Fußball-Weltmeister von 1954, Fritz Walter, ein. Kurze Zeit später wurde der Endpunkt der Wanderung erreicht, man verabschiedete sich und begab sich auf die Fahrt nach Hause.
Die Kameraden, die tief in den Eindrücken der Vergangenheit standen, wussten und wissen:
Wir vergehen, doch Volk, Heimat und Land bleiben ewig bestehen!
Fürs Vaterland? – Bereit!
Fürs Volk? – Bereit!
Für die Heimat? – Bereit!













