Laut Zahlen des Landesinnenministeriums wurden im Jahr 2023 5.932 Fälle von Angriffen auf die Polizei gemeldet. Das ist über die Hälfte mehr als noch im Jahre 2014. Nicht nur die Zahl der Angriffe ist gestiegen, sondern auch die Anzahl der verletzten Polizisten ist in diesem Zeitraum um 68% auf über 3.000 dokumentierte Fälle gestiegen. Nahezu 50% dieser Angriffe sind tätliche Angriffe.
Innenminister Thomas Strobl (CDU) verurteilte die Gewalt gegen Menschen in Uniform scharf. Das Land habe schon viel für den Schutz der Einsatzkräfte getan, beispielsweise die Einführung der Bodycams, optimierte Aus- und Fortbildungen sowie die Übernahme von Schmerzensgeldansprüchen. Ebenso forderte Strobl höhere Strafen für solche Taten. Dass eine ganz bestimmte Klientel für die Zunahme der Angriffe auf Polizisten verantwortlich ist, liegt auf der Hand und läßt sich überdies der Polizeilichen Kriminalstsatistik entnehmen. Insofern handelt es sich bei den von Strobl genannten Maßnahmen lediglich um Symptombekämpfung. Stattdessen könnte man durch konsequente Abschiebung und härteres Durchgreifen die Anzahl der Angriffe drastisch reduzieren.
Nicht nur die Gewalt gegen die polizeilichen Einsatzkräfte stieg erheblich an, auch die Gewalt gegen Rettungskräfte hat sich mehr als verdoppelt. 2023 stieg die Zahl von verletzten Rettungskräften um 60%. Die deutsche Polizeigewerkschaft setzt sich für strafrechtliche Schnellverfahren zu Silvester 2024 ein. Der stellvertretende Bundes- und Landesvorsitzende Ralf Kusterer sagte dazu: „Wer Straftaten begeht und nicht konsequent bestraft wird, der wird weiterhin ein potenzieller Straftäter sein.“













