
So bezogen Ende 2024 über 1,2 Millionen Menschen, die aufgrund ihres Alters oder Erwerbsminderung nicht mehr arbeiten konnten, staatliche Leistungen; ein Anstieg von 49.000 Menschen innerhalb nur eines Jahres. Senioren mit Renten unterhalb des Existenzminimums sind besonders betroffen, im Dezember 2024 waren knapp 740.000 Rentner auf Grundsicherung angewiesen, ein Anstieg von 7,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Inzwischen sind etwa 60 Prozent der Grundsicherungsempfänger Senioren. Zwar stieg die Rente im Vorjahr um 2,2 Prozent, doch um die tatsächlichen Preiserhöhungen auszugleichen, war das zu wenig. Die kommende Rentenerhöhung von 3,74 Prozent, die am 1. Juli in Kraft tritt, übertrifft zwar leicht die aktuelle Teuerungsrate, doch eine reale Entlastung ist auch damit nicht möglich. Denn trotz dieser Erhöhungen bleibt die Lage für viele Ruheständler prekär. Wer zu Arbeitszeiten nicht viel verdient hat, steht heute als Rentner oft mit leeren Händen da.
Besonders Frauen sind davon betroffen, weil sie häufiger im Niedriglohnsektor tätig waren, Kinder betreut oder in Teilzeit gearbeitet haben. Wobei die Dunkelziffer noch höher sein dürfte, denn viele Menschen verzichten aus Scham auf die Grundsicherung, obwohl diese ihnen zustehen würde. Viele Rentner versuchen, ohne Grundsicherung zu überleben, indem sie beispielsweise Pfandflaschen sammeln oder auf viele Dinge verzichten, die zu Arbeitszeiten noch finanzierbar waren. Damit bedeutet die niedrige Rente für viele Senioren einen Verzicht auf Selbstbestimmung und soziale Teilhabe. Viele Millionen Rentner vereinsamen, weil sie sich die Freizeitgestaltung, wie beispielsweise Restaurant- und Theaterbesuche mit Freunden, nicht mehr leisten können.
Obwohl das Renteneintrittsalter bereits auf 67 Jahre erhöht wurde, wird immer wieder über eine weitere Erhöhung diskutiert. Der Gipfel aber waren die Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und dem CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, die behaupteten, dass die Rentner in Deutschland zu wenig arbeiten würden. Dabei arbeiten heute schon 1,1 Millionen Menschen, die bereits im Rentenalter sind. Das sind vier Mal so viele wie vor 20 Jahren. Es ist eine Schande, wie mit den Rentnern, die 45 Jahre und länger ins Sozialsystem eingezahlt und sich teilweise sogar kaputt gearbeitet haben, umgegangen wird. Aber es zeigt wieder einmal deutlich, dass dieses System abgrundtief volksfeindlich und damit die Wurzel allen Übels ist.
Die Partei „Der III. Weg“ setzt sich für die soziale Gerechtigkeit aller Deutschen ein. In Punkt 6 unseres Zehn-Punkte-Programms ist unter anderem nachzulesen, dass es nur noch eine zentrale staatliche Vorsorgeversicherung geben wird. Es werden keine Unterschiede mehr zwischen Berufszweigen gemacht, wie es im aktuellen System der Fall ist. Egal ob Arbeiter, Angestellter, Beamter, Gewerbetreibender oder Landwirt: alle haben die gleichen sozialen Rechte. Jeder muss hierbei selbst entscheiden können, in welche Versicherungsstufe er sich einordnet. Die Altersversorgung garantiert ab dem 60. Lebensjahr eine lebenswürdige Mindestversorgung, selbstverständlich in Staffelung nach lebenslang geleisteter Arbeit und des damit verbundenen Gehaltes. Die Alters- und Krankenvorsorge erfolgt dann nicht mehr profit-, sondern bedarfsorientiert.
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t.me/DerDritteWeg













