
Erschreckende Zahlen über das Ausmaß der Altersarmut wurden kürzlich für den Freistaat Sachsen veröffentlicht. Im vergangenen Jahr erreichte die Zahl der sächsischen Rentner, die staatliche Grundsicherung beziehen, einen neuen Rekordstand. Während Ende 2024 insgesamt 19.745 Altersruheständler gezwungen waren, diese staatliche Hilfsleistung in Anspruch zu nehmen, waren fünf Jahre zuvor noch 11.916 Rentner darauf angewiesen; ein Anstieg in Höhe von 65,7 Prozent. Noch deutlicher wird die Zunahme der Altersarmut, wenn man die heutige Situation mit der vor 20 Jahren vergleicht. Zum damaligen Zeitpunkt gab es 6894 Betroffene im Freistaat, was einem Anstieg in Höhe von rund 186 Prozent entspricht.
Hauptursache für die grassierende Altersarmut sind vor allem die deutlich niedrigeren Löhne in Mitteldeutschland, die im Alter zu Renten führen, mit denen sich der Lebensalltag nicht bestreiten lässt. Jeder dritte vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Mitteldeutschland erhält zurzeit einen Bruttolohn von weniger als 2750 Euro monatlich. Rund 60 Prozent der mitteldeutschen Vollbeschäftigten beziehen weniger als 3500 Euro im Monat. Wer im Arbeitsleben arm war, der bleibt es im Ruhestand erst recht. In der Regel landet man am Ende des Erwerbslebens bei so wenigen Rentenpunkten, dass die gesetzliche Rente zum Leben nicht ausreicht.
Die durchschnittliche Altersrente nach mindestens 35 Versicherungsjahren beträgt derzeit in Sachsen 1.529 Euro brutto im Monat, wobei Männer mit 1.663 Euro im Schnitt eine etwas höhere Rente als Frauen mit 1.415 Euro beziehen. Viel zu wenig, um über die Runden zu kommen. Wo die Rente bereits nicht ausreicht, um die alltäglichen Ausgaben zu decken, wird der Besuch eines Cafés, einer kulturellen Veranstaltung oder gar der Kauf von kleinen Geschenken für die Enkelkinder zur finanziellen Herausforderung.
Zu den niedrigen Renten im Freistaat kommt verschärfend hinzu, dass weitaus weniger Personen als in Westdeutschland ihre Alterseinkünfte mittels bestimmter Einnahmen aufbessern können. So sind beispielsweise Betriebsrenten als zusätzliche Altersrenten, die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern im Rahmen einer betrieblichen Altersvorsorge gewähren und die gesetzliche Rente ergänzen, vergleichsweise selten. Auch eine private Altersvorsorge ist in geringerem Umfang verbreitet als im Westteil Deutschlands, da die niedrigen Löhne nicht ausreichen, um rechtzeitig Rücklagen für das Alter anzulegen. Darüber hinaus ist Wohneigentum kaum verbreitet. Zum einen fallen somit etwaige eigene Einnahmen aus Vermietungen weg, mit denen die Rente aufgestockt werden könnte. Zum anderen sind Rentner mit hohen und kontinuierlich steigenden Wohnkosten konfrontiert, da sie über kein Wohneigentum verfügen, das sie selbst bewohnen könnten.
Die Partei „Der III. Weg“ steht in Punkt 6 ihres Parteiprogramms für soziale Gerechtigkeit für alle Deutschen. Dazu gehört eine angemessene Altersversorgung, die ein Leben in Würde ermöglicht. Altersarmut darf nicht der Lohn für jahrelange Berufstätigkeit sein. Eine einheitliche Sozialversicherung für alle Deutschen ist einzuführen, die direkt aus dem Staatshaushalt gezahlt wird und für die allein der Volksstaat hinsichtlich Höhe und Sicherheit der Zahlungen bürgt. Auch und vor allem Beamte und Besserverdiener werden sich im Deutschen Sozialismus nicht aus der Solidargemeinschaft herausnehmen können und werden in die Einheitsrente einzahlen müssen. Private Versicherungsunternehmen, die sich an „Produkten“ zur Altersvorsorge bereichern, die sie Menschen aufschwatzen, welche kein Vertrauen mehr in das staatliche Rentensystem haben, werden damit obsolet gemacht.
Diese einheitliche Sozialversicherung arbeitet nicht profit-, sondern bedarfsorientiert und deckt alle Lebensrisiken wie beispielsweise Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Arbeitsunfall, Berufskrankheit, Arbeitslosigkeit, Erwerbsminderung, Alter und Tod ab. Die Altersversorgung im Rahmen dieser Sozialversicherung garantiert ab dem 60. Lebensjahr eine lebenswürdige Mindestversorgung, selbstverständlich in Staffelung nach lebenslang geleisteter Arbeit und des damit verbundenen Gehaltes. Eine gerechte und großzügige staatliche Altersversorgung muss jedem Deutschen nach dem Maße zugestanden werden, wie er mit seiner Lebensleistung zum Gemeinwohl des Volkes beigetragen hat.
Zwar würde die Einführung einer großzügig bemessenen Volksrente anhand der aktuellen demographischen Stuation erhebliche Belastungen mit sich bringen, solange die Nachwirkungen der Geburtenarmut anhalten, aber dies wäre ein notwendiges und ehrenvolles Opfer, von der jeder Schaffende im Alter selbst profitieren würde. Erneut zeigt sich auch hier, wie wichtig eine Bevölkerungspolitik ist, die aktiv Familiengründungen fördert, um den Aufbau eines nationalrevolutionären Sozialstaates zu ermöglichen.













