Stützpunktabend mit weltanschaulicher Schulung in Württemberg

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Kürzlich versammelten sich Nationalrevolutionäre in Württemberg zum Stützpunktabend mit einer weltanschaulichen Schulung zum Thema „Liberalismus“. Nach dem gemeinsamen Abendessen referierte der hiesige Stützpunktleiter zunächst zum politischen Liberalismus.

 

Der politische Liberalismus

Seine Ursprünge hat der Liberalismus nicht, wie von vielen angenommen, in Frankreich und der Französischen Revolution. Die Wurzeln des Liberalismus liegen vielmehr in England. Bedeutende Vordenker waren hier John Locke, Thomas Hobbes und John Stuart Mill. Ziel des Liberalismus ist vereinfacht ausgedrückt die größtmögliche Freiheit des Individuums. Als Einschränkung gilt jedoch, dass Freiheit dort enden soll, wo sie anderen schadet. Der Liberalismus entspringt dem christlichen Menschenbild und Wissensstand des 17. Jahrhunderts. Eine der Grundannahmen ist die Gleichheit des Menschen, nicht nur im juristischen, sondern auch im biologischen Sinn. Da diese Annahme heute wissenschaftlich überholt ist, muss auch der Liberalismus als überholt eingestuft werden.

Dennoch sind nicht alle Überlegungen des Liberalismus verkehrt. So sind die Forderungen nach Freiheit der Gedanken und Freiheit der Idee berechtigt. Ohne diese wichtigen Forderungen kann es keinen wissenschaftlichen Fortschritt geben. Leider erleben wir heute das Gegenteil, weil die heutige liberalistische Gesellschaft eine widersprüchliche Praxis ausübt. Die anonyme Massengesellschaft, in der dem Menschen maximale Freiheiten zugestanden werden, erzeugt wurzellose und egoistische Konsumenten.

Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt des Liberalismus war freilich die Französische Revolution. Ein bedeutender Denker dieser Epoche war Charles-Louis de Secondant, besser bekannt als Montesquieu. Er befasste sich unter anderem mit der Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative, einem prinzipiell noch heute geltenden Ansatz. Allerdings ist die Gewaltenteilung heute pervertiert, weil diese Mächte inzwischen eng miteinander verzahnt sind und die gleichen Parteien hinter den verschiedenen Gewalten stehen. Auch die Systemmedien müssen heute als vierte Gewalt berücksichtigt werden.

 

Der wirtschaftliche Liberalismus

Neben dem politischen Feld beherrscht der Liberalismus auch das Wirtschaftsleben. Hierbei müssen die Begriffe Kapitalismus und Marktwirtschaft unterschieden werden. Der Kapitalismus stellt ein System dar, in dem eine kleine Gruppe ein Monopol über die Geldschöpfung besitzt. Entscheidend sind hierbei Zins- und Zinseszins-Mechanismen. Der Kapitalismus führt letztlich zu Ausbeutung.

Eine Marktwirtschaft stellt hingegen erst einmal jedes System dar, in dem den verschiedenen Akteuren prinzipiell gestattet ist, unabhängig vom Staat Handel zu treiben. Dabei gibt es auch Modelle, in denen es dem Staat prinzipiell gestattet ist, in das Spiel der Märkte einzugreifen. Hierbei spricht man dann von der „sozialen Marktwirtschaft“. Ein Begriff, der von Alfred Müller-Armack maßgeblich geprägt wurde.

Dem gegenüber stehen neo-liberale Ansätze, wie sie beispielsweise der Jude Milton Friedman propagiert hat. Sie verlangen nach einem Nachtwächterstaat, der praktisch keinen Eingriff in die Wirtschaft vornimmt. Heute gewinnen diese neo-liberalen Ansätze wieder mehr Macht.

Im Anschluss an die Schulungen liess man den Abend in kameradschaftlicher Runde ausklingen.