
Höchste Priorität: Schutz jüdischen Lebens
VfB Stuttgart gegen Maccabi Tel Aviv. Ein Hochrisikospiel. Nicht, weil eine besondere Rivalität zwischen den Anhängern beider Vereine besteht und auch nicht, weil die Stuttgart-Fans als „Antisemiten“ bekannt wären. „Jüdisches Leben“ muss nach Ansicht der Behörden in Deutschland einfach mit höchster Priorität geschützt werden. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren mehrere Tage lang mit mehreren tausend Einsatzkräften gebunden. Der Luftraum über dem Stadion wurde am Spieltag bis in die Nacht mit Polizeihubschraubern überwacht. Auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt fühlten sich Besucher beinahe eingekesselt vor Polizeikräften. Und natürlich waren hunderte Beamte im Einsatz, um die Fanmeile der Tel-Aviv-Fans im Schlossgarten vor möglichen Angriffen zu schützen. Auch der Polizeirabbiner Shneur Trebnik war am Fantreffpunkt. Er erklärte Israelis unter anderem den Weg zu den Bussen zum Stadion.
Auf den ersten Blick war die Fan-Fete eine friedliche Veranstaltung. Doch was die jüdischen Gäste so von sich gegeben haben, das war doch alles andere als friedlich. So sollen die Israelis ein Lied gesungen haben, in dem es sinngemäß heißt: „In Gaza gibt es keine Schulen mehr, weil es keine Kinder mehr gibt“. Eine Verhöhnung der palästinensischen Kinder, die Opfer der zionistischen Mordbrenner geworden sind. Ein anderes Lied ist als Vergewaltigungslied bekannt. Darin geht es um Vergewaltigungsfantasien gegenüber arabischen Frauen. Den Beamten und dem Polizei-Rabbiner scheint das offenbar nicht negativ aufgefallen zu sein. So gab es keine Festnahmen und keine Anzeigen. Man kann sich gut vorstellen, was passieren würde, wenn beispielsweise deutsche Fußballfans in Liedern die Ermordung israelischer Kinder gutheißen würden.
Im Nachgang prüfen die Behörden nun die strafrechtliche Relevanz. Die israelischen Fans sind unterdessen längst abgereist. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart erklärt: „Hierfür ist es beispielsweise auch erforderlich, die in anderer Sprache erfolgten Gesänge übersetzen zu lassen, weshalb die Prüfung nicht sofort abgeschlossen sein kann. Sollte sich bei der Prüfung herausstellen, dass sich Personen durch die Gesänge strafbar gemacht haben, bietet beispielsweise die Rechtshilfe die Möglichkeit einer Strafverfolgung über Ländergrenzen hinweg“. Doch wie wahrscheinlich ist es, dass ein Land, in dem die Mörder und Vergewaltiger arabischer Frauen und Kinder ungeschoren davon kommen, gegen Bürger ermitteln, die fragwürdige Lieder singen? Und selbst wenn die Behörden hier ermitteln: Bekanntlich liefert Israel seine Staatsbürger nicht an andere Staaten aus.













