
Am 14. Januar führte der Stützpunkt Bodensee/Südbaden eine Schulung zum Thema „Deutsche Weltanschauung“ durch. In einem rund 45-minütigen Referat erläuterte der Stützpunktleiter die wesentlichen Grundlagen des genannten Themas. Daran anschließend wurden in einer Fragerunde offene Fragen geklärt sowie einzelne Aspekte vertieft diskutiert. Weitere Schulungen sind im monatlichen Rhythmus vorgesehen.
Offenbar ist es typisch deutsch, sich vor allem mit fremden Anschauungen zu befassen, die andere Völker zur Grundlage ihres Lebens gemacht haben. Selbstverständlich haben diese fremden Anschauungen ihre Berechtigung und werden demgemäß auch als Leistungen anderer Völker von uns Nationalrevolutionären anerkannt. Es sind jedoch Anschauungen, die nicht in unserem eigenen Volk gewachsen sind und daher auch nicht zu diesem passen. In der Vergangenheit und Gegenwart hat es sich stets als unheilvoll erwiesen, wenn Deutsche ihr eigenes Volkstum verleugneten und versuchten, auf der Grundlage fremder Weltanschauungen und Ideologien zu leben.
Die Volksseele
Unser Volkstum ist das Ergebnis einer Volksseele und der Kultur, die sich daraus entwickelt hat. Doch was genau versteht man unter einer Volksseele? Es ist ein Begriff, der heute nicht mehr zur Alltagssprache gehört und vielen daher unbekannt ist. Der Begriff Volksseele bezieht sich auf ein gemeinsames inneres Wesen eines Volkes. Ein Volk ist mehr als die bloße Summe seiner Individuen und verfügt über eine Art gemeinsames inneres Leben. Gemeint sind damit geteilte mentale, emotionale, kulturelle und moralische Eigenschaften, die eine Gemeinschaft prägen: gemeinsame Wertvorstellungen, typische Denk- und Gefühlsmuster, kulturelle Traditionen und Mythen, ein kollektives Selbstverständnis und „Wir-Gefühl“.
Entscheidend für die spezifische Ausprägung der Volksseele sind erblich bedingte Intelligenz, Temperament und Charakter. Grundlegend für die Volksseele sind genetische Faktoren sowie sogenannte Umweltfaktoren im Sinne äußerer Bedingungen, die beeinflussen, wie sich genetische Anlagen entfalten. Gene legen die Möglichkeiten fest, Umweltfaktoren formen, wie diese Möglichkeiten umgesetzt werden. Genetik und Umweltfaktoren bestimmen zusammen das Wesen, die Eigenart eines Volkes, sind als das Fundament für die Ausprägung von dessen Volksseele zu verstehen. Völker verfügen somit über einen angeborenen Charakter, der durch Abstammung sowie durch Erbanlagen gesprägt ist und durch äußere Einflussfaktoren mitbestimmt wird.
Durch die spezifische Volksseele interpretiert, empfindet und wertet jedes Volk die Zusammenhänge auf der Welt unterschiedlich, was in letzter Konsequenz zu unterschiedlichen Wertsystemen, Lebensanschauungen und Lebensweisen führt. Die deutsche Volksseele unterscheidet sich somit beispielsweise fundamental von der tunesischen Volksseele, weshalb sich Wertvorstellungen und Lebensanschauungen ebenso fundamental unterscheiden und eine grundlegend verschiedende Lebensgestaltung bedingen.
Deutsche Volksseele und Weltanschauung
Die Volksseele ist der grundlegende Nährboden, aus dem eine kollektive Weltanschauung entsteht. Handelt es sich bei der Volksseele um das kollektive, innere Wesen eines Volkes, so meint Weltanschauung ein systematisches, bewusst reflektiertes Verständnis von Welt, Mensch und Gesellschaft. Die durch die Volksseele bedingten impliziten Werte, Gewohnheiten, Denk- und Gefühlsmuster, das darauf fußende kollektive Selbstverständnis prägen die Weltanschauung im Sinne expliziter Überzeugungen, ideologischer oder politischer Konzepte. Ein Volk, dessen Volksseele unter anderem durch „kriegerische Tapferkeit“ gesprägt ist, wird aller Wahrscheinlichkeit nach eine Weltanschauung entwickeln, die Mut, Ehre und militärische Tugenden betont.
Das deutsche Volk soll gemäß den Vorstellungen unserer nationalrevolutionären Bewegung nach jahrtausendelangem Kampf wieder zu sich selbst finden. Es soll beginnen, die Gesetzlichkeiten seines Lebens zu begreifen. Germanentum, Preußentum und die „Deutsche Weltanschauung“ bilden eine Linie der Entwicklung unseres Volkes. Mit unserer „Deutschen Weltanschauung“ findet die Auseinandersetzung des deutschen Volkes mit fremden Ideenwelten seinen Abschluss. Wer zu sich selbst gefunden hat, der braucht keine fremden Lebensordnungen mehr, die er nachahmen muss. Dazu gehört beispielsweise, dass unser Volk sich nicht am sogenannten „American Way of Life“, der US-amerikanischen Weltanschauung, orientiert, wie das in der heutigen Zeit oftmals noch geschieht. Gegenwärtige Probleme und Aufgaben des deutschen Volkes müssen unter Rückgriff auf die Deutsche Weltanschauung gelöst werden, nicht unter Bezugnahme auf spezifisch US-amerikanische Weltsichten und Ideenwelten.
Das Fremde und das Eigene
In Vergangenheit und Gegenwart haben Deutsche immer wieder abseits des eigenen Volkes nach Lösungsansätzen für die Probleme der Zeit gesucht. Statt einer Fokussierung auf eigene Lösungsansätze, orientierte man sich oftmals an den Problemlösungsansätzen anderer Völker. Deutsche Nationalisten lesen nicht selten Werke national gesinnter französischer, russischer oder auch italienischer Autoren und sind bestrebt, aus deren Weltanschauungen eine eigene politische Theorie zu formen, bei der es sich in letzter Konsequenz zwar um eine irgendwie nationale Weltanschauung, aber eben um eine volksfremde handelt.
Unsere nationalrevolutionäre Bewegung geht davon aus, dass jedes Volk seinen eigenen Charakter, seine eigene Volksseele hat. Ein jedes Volk ist so lange auf dem Wege zu sich selber, bis es sich eine Volksordnung nach seinem eigenen Wesen geschaffen hat. Es ist daher unsinnig, wenn deutsche, rechte Theoretiker fordern, wir sollten uns beispielsweise an nationalen Bewegungen Italiens orientieren, gar deren Aktionsformen und Theorien übernehmen.
Der Faschismus basiert auf einer spezifisch italienischen Weltanschauung und ist nur aus dem Verständnis des italienischen Volkes, seiner Kultur und Geschichte begreifbar. Der Faschismus stellt nicht das Volk, die Abstammungsgemeinschaft in den Mittelpunkt, sondern den Staat, der als höchste Instanz und Lebensform betrachtet wird: „Alles im Staat, nichts außerhalb des Staates, nichts gegen den Staat.“ Dabei knüpft der italienische Faschismus in ideologischer, symbolischer und propagandistischer Hinsicht stark an den Imperialismus des Römischen Reiches an. Dabei geht es weniger um historische Kontinuität im Alltag, sondern um die Legitimierung der Expansion und die nationale Identität. So sah Mussolini das Römische Reich als Vorbild für Macht, Ordnung und Größe Italiens. Der italienische Staat sollte „das Erbe Roms“ wiederbeleben – sowohl politisch als auch kulturell.
Sollten wir als deutsche nationalrevolutionäre Bewegung uns stärker am italienischen Faschismus ausrichten? Uns für die Lösung für die derzeitigen Problemkonstellationen des deutschen Volkes etwa an der Gedankenwelt Giovanni Gentiles orientieren, des Beraters Mussolinis, der dem faschistischen Staat seine Ideologie zugrunde legen wollte und als maßgeblicher Ideengeber des Faschismus angesehen wird? Oder sollten wir Bezug auf Julius Evola nehmen, dessen Überlegungen auf ein neues römisches Imperium abzielten? Oder gilt es, besser selbst zu denken und uns an den Erkenntnissen der Wissenschaften auszurichten, um die Lebenszusammenhänge für uns zu werten und zu ordnen, um uns dann in eine sinnvolle Beziehung zu den Zusammenhängen des Lebens zu setzen?
Die adäquate Antwort auf diese Fragen kann nur lauten, dass wir auf der Grundlage unserer Volksseele unsere eigene Weltanschauung aufbauen, die als spezifisch deutsche Antwort auf die Fragen der Zeit fungiert. Nur auf dieser Basis ist gewährleistet, dass Lösungen für die drängenden Zeitfragen entwickelt werden, welche zum deutschen Volk passen und in seinem Sinne sind. Es gilt, unser Leben frei und selbstbestimmt an unserem wesenseigenen Volksempfinden auszurichten.














