Der Mutscheltag ist eine jahrhundertealte Tradition aus der ehemaligen freien Reichsstadt Reutlingen. Am ersten Donnerstag nach dem Dreikönigsfeiertag begehen die Reutlinger das Mutscheln. Gespielt wird dabei um das beliebte Gebäck, die Mutschel, indem traditionelle Würfelspiele gespielt werden. In diesem Jahr begingen auch Aktivsten des Stützpunktes Württemberg diese erhaltenswerte Tradition.
Nach einem gemeinsamen Abendessen erläuterten regionale Aktivisten etwas zur Entstehung des Gebäcks und der Gestaltung des Brauches. Um diese ranken sich nämlich einige Mythen. Eine der verbreitetsten Erklärungen legt sich wie folgt dar: Die acht Zacken symbolisieren die Reutlinger Handwerkszünfte. Der geflochtene Kreis steht als Symbol für die mittelalterliche Stadtmauer Reutlingens. In der Mitte ragt die Achalm hervor, mit dem darauf stehenden Burgfried. Nach den Ausführungen ging es auch schon an die Würfelbecher. Beim Bespielen der großen und kleinen „Hausnummer“, als auch dem „Der Wächter bläst vom Turm“ entstand ein lustiger Abend in kameradschaftlicher Gemeinschaft. Und wie es die Landsknechte schon besungen hatten, wollen wir es auch halten:
„Doch Furcht, die ist uns unbekannt,
Wie auch die Würfel liegen.
Wir kämpfen für das Vaterland
Und glauben, daß wir siegen.
Drum frisch auf, Kameraden,
Den Becher zur Hand,
Zwei Sechsen auf den Tisch.
Die eine ist für das Vaterland,
Die andere ist für dich.“














