
In Wien fiel ein Abend mit dem vielsagenden Titel „Vivaldis Vier Jahreszeiten im Klimawandel” aufgrund „unerwarteten Wintereinbruchs” buchstäblich ins (gefrorene) Wasser – mit von der Partie: Harald Lesch.
So oft, wie der Winter schon irgendwo eingebrochen ist, hätte man ihn ja schon längst festnehmen müssen – aber irgendwie schafft er es jedes Jahr aufs Neue, uns zu überraschen. Vor allem dann, wenn man mit milden Temperaturen und Sonnenschein gerechnet hatte. Ist schon blöd, dass (zu) warmes Wetter – ausgerechnet wenn man selbst etwas vor hat – dann nicht mitspielt! Aber so richtig übelnehmen kann man es ja dem Klimaopa auch nicht wirklich, oder? Stundenlange Verspätungen, Zugausfälle wie zuletzt in ganz Südbayern und dann vielleicht noch eine ausfallende Heizung auf der Strecke, da bleibt doch jeder lieber zu Hause…
Neuerdings ist es ja mit den Wetteranalysen wie in manch einer Ehe. Milde Temperaturen gleich Klimaerwärmung gleich Beweis, dass es eben diesen gibt. Schnee und Eisregen? Auch Klimaerwärmung und gleichzeitiger Beweis, dass es eben diesen gibt. Na gut, es ist ja auch schließlich FRAU Holle…
Manch Kamerad spekulierte ja schon, dass Herr Lesch im – wahrscheinlich wieder rekordverdächtig heißen – Mai 2024 dank dann wieder aufgetautem Elektroauto seine Aufklärungsmission fortführen wird. Aber kommt er überhaupt so weit mit eingeschalteter Klimaanlage? Oder wird er seinen Vortrag aufgrund unvorhergesehener Ladestopps am Ende doch noch verpassen? „Bleiben Sie dran, wetten Sie mit” hört man den Einpeitscher auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten sagen, „welchen Akkustand wird Herr Lesch am Ende haben” (also sein Auto, nicht er selbst)? Aber vielleicht hat er bis dahin seine Meinung zu all dem ja auch geändert. Wäre nicht das erste Mal!
Lange war er nämlich ein Freund der Brennstoffzelle (also Wasserstoffantrieb) anstelle des Batteriepakets im Wagenboden.
Eigentlich ist das doch alles auch sehr romantisch, nicht wahr? Reisen werden mit der Bahn oder dem Elektroauto nicht mehr zum generalstabsmäßig geplanten Geländeritt, bei dem jedem Familienmitglied ein militärischer Auftrag erteilt wird, sondern wie früher – so um 1725 zum Beispiel – zum mehrtätigen Unterfangen mit Wegedieben (also zum Beispiel dem reichweitenminimierenden Dachgepäckträger) und unklarer Ankunftszeit.
Aber was hat es nun mit dem Titel auf sich? Le quattro stagioni (ital. „Die vier Jahreszeiten”) ist dabei – nein, keine Fertigpizza – sondern ein erst im 20. Jh. (wieder)entdecktes vierteiliges Violinkonzert. Was noch im 20. Jh. entdeckt wurde? Na, die Klimaerwärmung natürlich.













