Laut der forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg hat sich im Naturschutzgebiet Nordschwarzwald auf der Hornisgrinde ein Wolf nun dauerhaft niedergelassen. Der Rüde, welcher vermutlich drei oder vier Jahre alt ist, stammt laut Umweltministerium ursprünglich aus Österreich. Das „Territorium Hornisgrinde“, in welchem er sich bewegt, liegt bereits im Fördergebiet der Wolfsprävention Schwarzwald. Das bedeutet, das Umweltministerium unterstützt innerhalb dieses etwa 8.800 Quadratkilometer großem Fördergebietes von Wolfsrissen betroffene Nutztierhalter und übernimmt bis zu 100 Prozent der Kosten zur Anschaffung und Installation von Material für den Herdenschutz.
In Baden-Württemberg sind damit fünf eindeutige Nachweise zu Wölfen vorhanden: Ein Paar und drei Einzeltiere, allesamt im Einzugsgebiet des Schwarzwalds. Ein Rudel gibt es nicht mehr, da der einzige Welpe vergangenen Jahres überfahren wurde. Bislang leben vergleichsweise wenige Exemplare im Süden Deutschlands. Als sesshaft gelten Wölfe, denen eine Präsenz von über 6 Monaten in einem Territorium nachgewiesen werden kann.
Auch wir von der Partei „Der III.Weg“ begrüßen eine Politik, die eine Koexistenz zwischen Mensch und Wolf fördert, um den Artenschutz und die Vielfalt in unseren heimischen Wäldern zu stärken und zu schützen!
Ein trauriger Fehler der aktuellen Politik ist, dass die Förderung erst greift, wenn der Wolf das Revier bezogen hat – effektiver wäre flächendeckende Förderung BEVOR sich der erste niederlässt, damit Jungwölfe innerhalb des Elternrevieres und auf Wanderschaft immer die gleiche Erfahrung sammeln: Es lohnt sich nicht! Nebenbei würde es die Weidetiere auch vor anderen Dieben schützen.
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