Berlin: „Dartista, Dartista, Antifascista!“

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Ein wenig geistreicher Spruch, gedruckt auf den Trikots des vor einem Jahr gegründeten antifaschistischen Dartvereins „ADV Zebras Berlin“, sorgt derzeit in der Berliner Dartszene für mächtig Wirbel. „Der Verein versteht sich als weltoffen und inklusiv. Faschistische, sexistische, rassistische, antisemitische, transphobe, homophobe und islamophobe Aussagen sowie Handlungen werden nicht toleriert.“, so zu lesen auf der Netzseite der besagten Antifaschisten.

Doch wieso wollen sich einige wenige Dartspieler, anstatt auf die sportliche Komponente zu setzen, durch politische Stellungnahmen wichtigmachen?

Wer kein Zeichen setzt, ist bereits auf der Seite der Verlierer

Ob bunte Fahnen, dämliche Parolen oder sinnbefreite Gesten mit Fingern, der Sport hat längst sein politisch neutrales Spielfeld verlassen. Von Politikern und geldgebenden Vereinen unter Druck gesetzt, wird mehr und mehr auf Signalwirkung gesetzt. Die zum Teil grottenschlechten sportlichen Leistungen, die diese Marionetten schlußendlich erzielen, rücken in den Hintergrund. Hauptsache antifaschistisch, weltoffen und vielgeschlechtlich. Wie sich schon bei der Fußball-WM der Männer in Katar im vergangenen Jahr zeigte, in der Belehrung anderer Kulturen spitze und in Hinsicht auf die sportliche Leistung desaströs und peinlich.

Doch zurück zu unseren afrikanischen, antifaschistischen Huftieren. „Wir waren alle sehr unglücklich damit. Die Szene ist teilweise sehr schwierig und sehr rechts“, erklärt Steffen Thöring, 2. Vorsitzender der Zebras. „Man merkt das ganz unterschwellig und in vielen Kleinigkeiten. Es gibt sehr viel Stammtischgerede. Es ist tatsächlich so, wie man sich das Klischee-Dart von früher vorstellt: rauchende, saufende Männer in Kneipen“ (zu lesen in einem Online-Artikel von „rbb 24“). Immer wieder seien er und seine Teamkollegen Zeuge von antisemitischen, homophoben und diskriminierenden Kommentaren anderer Spieler geworden, jammert der wackere Pfeilewerfer. Doch die überwiegende Mehrheit der Berliner Dartszene will von dem antifaschistischen Gefasel nichts wissen. Beim Dartverband Berlin sind sogar mehrere Beschwerden eingegangen. Dieser verbot letztendlich den Einschwörungsruf sowie den Trikotaufdruck „Dartista, Dartista, Antifascista!“. Zumal bei einem Spieler sogar eine Flagge der Antifaschistischen Aktion abgebildet war. „Wir werden es aber auf jeden Fall so nicht akzeptieren und wollen im nächsten Jahr wieder in den Trikots spielen“, sagte der belehrungsressistente Thöring.

Doch sollten die antifaschistischen Zebraspieler wider Erwarten ihre Trikots ablegen, könnte man sie möglicherweise trotzdem an folgenden Merkmalen erkennen: ein zweisilbiger Alarmlaut ertönt bei Sichtung eines Fress-(Politischen)feindes, ein lautes Schnauben beim Betreten von möglicherweise gefährlichem (nationalen) Terrain. Hengste quietschen, wenn sie gebissen werden, oder schnauben langanhaltend bei Zufriedenheit (kommt aber selten vor).

1 Kommentar

  • Wer Weltoffenheit lebt muß auch faschistische, sexistische, rassistische, antisemitische, transphobe, homophobe und islamophobe Aussagen sowie Handlungen tolerieren; ansonsten ist seine Weltoffenheit geheuchelt.

    VoSo 13.05.2024